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Cyanophyceae Cyanobakterien

Cyanophyceae wird umgangssprachlich oft als Cyanobakterien bezeichnet. Haltung im Aquarium: Sehr einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
2286 
AphiaID:
146542 
Wissenschaftlich:
Cyanophyceae 
Umgangssprachlich:
Cyanobakterien 
Englisch:
Cyanobacteriums 
Kategorie:
Bakterien 
Stammbaum:
Bacteria (Reich) > Cyanobacteria (Stamm) > Cyanophyceae (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Cyanophyceae (Gattung) > (Art) 
Erstbestimmung:
Schaffner, 1909 
Vorkommen:
Zirkumtropisch 
Größe:
bis zu 0.0001cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Fotosynthese  
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Sehr einfach 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-06-25 21:06:36 

Haltungsinformationen

Wer kennt es nicht?
Plötzlich auftauchende rötliche Beläge im Becken.
Dabei handelt es sich aber nicht, wie viele vermuten, um Algen, sondern um Bakterien, genauer Cyanobakterien!

Oftmals, zumindest bei Manuela und Robert schon zweimal, treten diese Cyanobakterien nach dem Wechsel der Lichtquelle (Brenner, Röhren) auf.

Haben sich Cyanos erst einmal im Becken etabliert, ist es sehr schwer, diese wieder los zu bekommen.
Achtung :
Cyanobakterien können das Wasser durch die Produktion von Toxinen vergiften.

Interessant ist, dass im Gegensatz zu den Dinoflagellaten (diese schwimmen ja aktiv), Cyanos sich eher oszillierend bewegen.

Eine weitere Möglichkeit, um zu erkennen, ob es sich um Bakterien oder Algen handelt, finden Sie nachfolgend.

Es empfiehlt sich, eine kleine Probe des Belags dem Becken zu entnehmen und in reinen Alkohol (Ethanol) zu legen.
Nach ca. 15 bis 20 Minuten sollte sich die Flüssigkeit (Alkohol) rötlich färben.
Handelsüblicher Alkohol aus der Apotheke ist dafür auf jeden Fall geeignet.
Färbt sich das Wasser rötlich, handelt es sich zweifelsfrei um Cyanobakterien.
Mehr Infos finden Sie auf dem Link zu www.korallenriff.de

Zur biologischen Bekämpfung der Cyanobakterien können sehr kleine Einsiedlerkrebse und Kegelfechterschnecken (Strombus luhuanus) eingesetzt werden.

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Bakterien (Bacteria)
Abteilung: Cyanobakterien
Klasse: Cyanobakterien

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Gorli am 18.07.18#26
Hi, habe mich mal an dem Zucker- und Hefetip orientiert... ist nen 150 Liter Aquarium... 2 Essloeffel Zucker und nen gestrichener Teeloeffel Trockenhefe in Aquariumwasser geloest, dann Abends ins Aquarium gegeben. Am naechsten Morgen nochmal 2 Loeffel Zucker dazu. Als ich zurueck war von Arbeit war das Wasser weiss und ist es nach 2 Tagen immer noch. Die roten Cyanos sind fast alle weg bis auf ein paar Stellen wo sie dicker sind... Sichtweite im Wasser derzeit 6cm etwa.... Auch 20% Wasserwechsel verbessert die Sicht nicht. Wenn das Weisse alles gute Bakterien sind hat sich das mit dem Zucker und der Hefe aber wirklich gelohnt.
Freda am 24.02.18#25
Meine Erfahrungen mit Cyanos sind, dass sie wahrscheinlich zur Biologie im Becken gehören, wie auch viele andere Dinge! Wenn sie auftauchen ist irgendetwas nicht in Ordnung im AQ. Ideen, Tips und Anleitungen gibt es ja genügend im Netz und doch ist es ja bei jedem individuell. Ich schreib mal was bei mir geholfen hat.
1. Kein Silikat ins Wasser einbringen (gute UOA und Mischbett-Harz-filter)
2. Wasserwerte überprüfen (auch bei 0 Phosphat, Nitrit und Nitrat wachsen die Cyanos prächtig! Fazit: bei diesen Werten kann logischerweise auch nix anderes, also konkurrierende Algen, Bakterien etc. wachsen!!!) Gerade in den schönen SPS Becken die Nährstoffarm gefahren werden, höre ich immer wieder bei Salz und Lichtwechsel, dass Cyanos auftreten.
3. Salzwechsel (gegen Ende der Einfahrphase hatte ich kurzzeitig Cyanos, ich vermute, dass sie zum Prozess dazu gehören. Nach einem Salzwechsel, sind die wenigen Beläge verschwunden)
4. UVC (hilft bei mir prima aber ich setze sie nur zeitweise ein, denn sie verhindert auch das Wachsen von anderen Bakterien und Algen!)
5. Phytoplankton (lebend stellt es eine Konkurrenz zu den Cynos dar und die Korallen und das Zooplankton freuen sich)
6. Kohlefilterung (Hilft sicher die Schadstoffe der Cyanos ab zu bauen, die Fische und anderen Bewohner wie Schnecken, Einsiedler etc. werden wieder fitter bei einem starken Befall von Cyanos)
7. Regelmäßige Wasserwechsel sind besser als im Ernstfall 50% auszutauschen zu müssen!
8. Sauerstoff (gerade in der kalten Jahreszeit scheint es den Cyanos besser zu gefallen, dass weniger gelüftet wird und mehr Stickstoff ins Wasser eingebracht wird)
9. Licht (Ab und zu muss man bei T5 und HQI die Lampen auswechseln, treten dann Cyanos auf, hat bestimmt schon etwas anderes in der Beckenbiologie nicht gestimmt) Ich mache keine der so gepriesenen Dunkelkuren mehr. Alles andere leidet darunter ebenso wie die Cyanos und es wird nicht die Ursache der Beläge verändern.
10. LED (Falls es möglich ist die Einstellungen zu verändern wie bei meiner Radion, stelle ich die Parameter so gut es geht auf meine Korallen und deren Wachstum ein, egal ob es den Cyanos gefällt oder nicht!)

Resumee:
- Ich habe die Beläge beim wöchentlichen Wasserwechsel (10%) abgesaugt und durch neues Wasser evtl. mit einem andren Salz wieder aufgefüllt. Dabei war die Zahnbürste mein bester Freund und die Filterkohle (1-2 Wochen) war der Freund meiner Pfleglinge.
- Ich habe alles Wasserparameter kontrolliert und optimiert.
- Ich habe mehr gefüttert und den Nitratwert in einen messbaren Bereich gebracht.
- Ich habe Algen eingebracht und mit der Zucht und dem füttern von Plankton begonnen. (Plankton morgens füttern und Abschäumer und UVC abstellen für 12h)
- Ich habe Bakterien eingebracht (abends evtl .auch mit Spritze in den Sand an den befallenen stellen) Nyos BAC und Amtra Clean Procult (Abschäumer und UVC abstellen für 12h)
- Filter über Watte nur Kurzzeitig nach dem Putzen (24h)
- Gammelecken und Strömung ggf. optimieren
- Wer die Zeit dazu hat sollte auch tägl. die Steine abwedeln und die Cyanos auf dem Bodengrund nur Oberflächig aufwühlen.
- Zeit und Geduld wie bei allem in der MW-Aquaristik!!!

Ich hoffe ich konnte einigen mit meinen Erfahrungen helfen und ich wünsche allen viel Erfolg!
AnneMariesHomereef am 15.12.17#24
Nun, ich denke, dass sich fast jeder damit anfreunden muss, "Cyanos" zu haben.
Wie dem auch sei, bei einem Kumpel (Süßwasserbecken) habe ich div. Algenprobleme wegbekommen, in dem ich an einer Seite im Aquarium eine sehr helle Lichtquelle angebracht habe, dabei wurde diese vom restlichem Aq. abgeschirmt, sodass das Licht nicht in das Becken gelangt.
Dann, von unten nach oben mit Luft einen Durchfluss des Wassers erzwungen, innerhalb dieses "Lichtkästchens" eine Gaze installiert und daran setzen sich die Algen heftig ab und man kann sie alle paar Tage daraus auswaschen.
Schon dadurch wurde das Algenproblem geringer an der Deko und dem Glas des Beckens.
Ferner wurden die Wasserwerte nicht außer Acht gelassenn und dementsprechend optimiert.
In meinem Seewasserbecken habe ich im Sumpffilter eine sehr helle Lichtquelle angebracht in dessen Lichtkegel einige Cyanos gerne und viel wachsen.
Bei der anfänglichen Einfahrphase hatte ich massive Probs. mit den Schmieralegen, auch als der sogen. Reifungsprozess des Wassers eigentlich abgeschlossen war. Es lag mit Sicherheit am Leitungswasser, (viel Kieselsäure) obwohl ich eine Osmoseanlage mein Eigen nenne.
Caulerpa Taxifolia, Eine Anzahl an Turboschnecken und Einsiedler erledigten den Rest, jedoch kamen sie immer wieder, ohne die starke Lichtquelle im Sumpf.
Allerdings ist an einer Stelle meines Beckens, ca. 10qcm eine nicht zu elemenierende Kolonie dieser Schmieralegen zu sehen, auch wenn die Schnecken u.a. sich gütlich daran tun.
In das eigentliche Aquarium gelangen die Cyanos nicht, da ich eine UV-Lampe an der ich die Wasserrückführung ins Becken installierte, dadurch werden sie getötet oder zu mindest unfruchtbar gemacht, wie auch andere Parasiten.
Ich dachte mir, wenn ich die Cyanos eh`nicht weg bekomme, schaffe ich den wenigstens ein begrenztes Habitat, wer sagt denn, dass man die in einer Ecke des Sumpffilters nicht haben darf wenn sie doch sowieso irgendwo wachsen?!
Der dadurch evtl. Vergiftung des Wassers kann man vorbeugen, in dem man Filtertechnik gebraucht die sehr effektiv arbeitet.
Funktionsweise meines Sumpfes: 1.Überlauf und Eiweißabschäumer, 2. Über Lebendgestein fliessendes Wasser, Extra Kammer, von oben nach unten, 3. Sandbettfilter mit Livesand, 4. Refugium mit viel Caulerpa als Nahrungskonkurrenz und zur Wasserberuhigung, beleuchtet und auf gleicher Höhe des Aq. weil dort auch interresante Dinge stattfinden, keine mechanische Filterung 5. Eigentlicher Sumpf in dem die Pumpe das Wasser zurück ins Becken befördert, 6. und zuletzt, die UV-Lampe, Sauerstoffversorgung üppig, durch Schwerkraft
Außer Iod und Brom (für niedere), kaum ander Chemie, KH gesteuert durch "Natron" ca. 3 Gramm auf 100L, Kalk durch bearbeitete Eierschale, Bakterien anfangs durch Kohlenstoffgabe (Zucker, Wodka) gepimpt.
Hefe ist in der Tat eine gute und natürliche zwischenzeitliche Lösung @ Oldman!
Nachtrag: Die UV halte ich insbesondere für wichtig, weil in vielen Becken Fische aus verschiedenen Ozeanen zusammen kommen, somit auch verschiedene potenzielle Krankheitserreger...
Okay, ich habe viel selbst gebaut u.a. auch meinen Abschäumer (1000L/h), einem Ähnlichem Bericht in einem Forum zu diesem Meerwasserthema habe ich es zu verdanken, als Anfängerin eingestuft zu werden,ist ja nicht wirklich schlimm, dass Dumme dabei war, dass ich dort nicht wirklich ernst genommen wurde, wie dem auch sei ich betreibe seit ca. 1982 Meerwasseraquaristik und was kann ich sagen........mein derzeitiges Becken läuft! 1,5 Jahre und lecker.
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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Cyanophyceae

Hahnerfolg am 02.04.19#1
Auch in meinem 300 L Meeresbecken,traten einige Zeit nach der Einlaufphase ebenfals sehr viele Cyanobakterien auf.Mit Plankton über einen sehr langen Zeitraum von meheren Monaten warwn sie fast verschwunden.Doch nach einem Umbau im Aquarium waren sie wieder da.Nun kämpfe ich schon seit Wochen wiederdarum sie loszuwerden.Mit Plankton natürlich.Erste kleine Erfolge stellen sich wieder ein.Aber mann braucht sehr viel Geduld über wieder einen langen Zeitraum.Ich konnte trotzdem feststellen,daß meine Korallen seit dem Einsatz von Plankton prächtig gewachsen sind.Auch wenn es nicht schön anzusehen ist,macht es den Korallen und Fischen nichts aus.Ich hatte beim ersten Auftreten Chemie eingesetzt und mir das ganze Becken versaut mit hohen Verlusten an Korallen und sogar einigen Fischen.Für mich steht fest,Chemie kommt in mein Becken nicht mehr.

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