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Eunice sp. verschiedene Borsten - Kieferwurm

Eunice sp. verschiedene wird umgangssprachlich oft als Borsten - Kieferwurm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet.



Steckbrief

lexID:
2279 
AphiaID:
 
Wissenschaftlich:
Eunice sp. verschiedene 
Umgangssprachlich:
Borsten - Kieferwurm 
Englisch:
Worm 
Kategorie:
Würmer 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Eunice (Gattung) > sp. verschiedene (Art) 
Vorkommen:
Australien, Indopazifik, Zirkumtropisch 
Größe:
bis zu 300cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Algen, Korallen(polypen), Nahrungsspezialist, Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Eunice aciculata
  • Eunice afra
  • Eunice alata
  • Eunice amphiheliae
  • Eunice annulicirrata
  • Eunice antipathum
  • Eunice arcturi
  • Eunice arenosa
  • Eunice argentinensis
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2008-04-11 23:34:28 

Haltungsinformationen

In diesem Artikel sind verschiedene Borstenwürmer der Gattung Eunice zu sehen. Eine genaue Bestimmung von Würmern gelingt oft nicht, so dass wir hier verschiedene nicht näher bestimmte Würmer der Gattung Eunice aufgenommen haben.

Zu einigen Bildern liegen Informationen vor, bei anderen verfügen wir über keine weiterführenden Informationen.

Marc Rommeis hat ihn bei einer Aktion im Becken fangen können.Von ihm stammen auch die wunderbaren Detailfotos des Borstenwurmes aus der Familie Eunicidae.

Nach der Beschreibung war der Wurm gut 1 Meter lang und 1,5 cm breit, also nicht annähernd ausgewachsen.
Diese Würmer werden durchaus 2,5 bis 3 Meter lang und ca. 2 Fingerbreit dick.

Laut Fossa und Nilsen, Seite Band 5, Seite 120, wird beschrieben, dass der Wurm von Algen lebt, aber vor Korallen nicht halt macht.
Das ist aber ohnehin eine normale Sache, wenn so ein Wurm Hunger hat.
Bevor man verhungert, nimmt man alles.

Laut Literatur kommt er häufig in Nordwestaustralien vor.Diese Art verbirgt sich in Spalten unter Steinen und verlässt diese nur zur Nahrungsaufnahme. Körperfärbung grünlich-braun


Zu Bild 2 gibt es eine Geschichte, die uns KUTI mitteilte.

Könnte man glauben, dass der Wurm aus einem Horrorfilm ist !
Der ist aus dem Blue Reef Aquarium in Newquay. Nicht einmal mit Ködern war der mysteriöse Übeltäter zu fangen.
Die Fischstücke waren jeweils mitsamt Widerhaken aufgefressen.
Eine gewissenhafte Suche im ganzen Gebäude führte nun endlich zum Erfolg:
Mitarbeiter entdeckten einen 1,2 Meter langen Wurm, der zur Gattung Eunicid Polychaete gehört und Stacheln am Rücken hat.

Vermutlich wurde er als Baby - in einer Koralle versteckt – angeliefert und wuchs im Aquarium zum Riesenwurm an.
Die Verantwortlichen haben den Killer „Barry“ getauft und für ihn nun einen eigenen Raum angelegt.

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Brondal am 05.10.14#11
Wir haben diesen Wurm seit 8 Monaten. Er gelang in unser Nano-Becken durch Lebendgestein.

Heute konnten wir ihn live beobachten wie er aus einer Krustenanemone mehrere Köpfe abgerissen und gefressen hat. Auch die Pilzlederkoralle wurde schon angefressen.

Er hat eine Länge von min. 15 cm, der Rest ist noch im Gestein, er traut sich nicht weit aus dem Gestein.

Werden ihn demnächst heraus fangen müssen denn der Fressschaden wird immer Größer.

Unsere Meinung: Wenn möglich sofort aus dem Becken fangen.
peter_j am 09.01.13#10
Die Jagd auf Eunice,

Einleitung:
ich komme aus Kronberg im Taunus und betreibe seit nunmehr 6 Jahren die Meerwasseraquaristik, welcher ich auch wirklich mit Leib und Seele verfallen bin.
Angefangen hat alles mit Süßwasser. Dann kam das erste Becken mit 400 Litern,
besetzt mit Weichkorallen und einigen kleinen Fischen.
Wie manch einer hier weiß, packt einem das Fieber und man möchte ja auch gerne mal Steinkorallen, sowie etwas größere Fische halten.
Gesagt getan. Nach 3 Jahren 400 Liter wurde ein neues Becken in Auftrag gegeben.
Es wurde ein Becken mit den Maßen 1,80 x 0,70 x 0,70 zzgl. Technikbecken und komplett neuer Technik.
Nachdem der Inhalt von meinem 400 Liter Becken umgezogen war, stellte ich fest,
dass noch extrem viel Platz zur Verfügung stand.
Ich besorgte mir dann unverzüglich 25kg Lebendgestein von einem bekannten Zulieferer aus Dietzenbach.
Leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass in dem besagten LS der kleine Borsti sein zu Hause hatte.
Alles wurde eingeräumt und es begann die Einfahrphase.
Diese verlief auch sehr gut und ich wusste aus Erfahrung meines ersten Beckens,
dass Geduld angesagt war. In dieser Zeit wuchs der kleine Eunice natürlich auch.
Doch habe ich ihn damals nie zu Gesicht bekommen.
Das erste Treffen mit ihm hatte ich dann nach ca. 2 Jahren, als ich einen Fisch aus dem Überlaufschacht holen wollte. Ich schaute von der Seite in den Schacht, und sah zwischen dem Glas des Schachtes und der Rückwandverkleidung meines Beckens diesen borstigen Kerl.
Ich muss dazusagen, dass mein gesamtes Becken an der Rückseite und dem Schacht verkleidet ist und sich zwischen Glas und Verkleidung ein Spielraum von etwa 1cm befindet. Damals war er nur ca. 10cm lang und nicht allzu kräftig.
Beunruhigt war ich noch nicht, obwohl ich ja wusste, um was für ein Exemplar es sich handelt. Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt: „Kommt Zeit kommt Rat.“
Der borstige Kerl musste ja irgendwann dahinter hervorkommen, da es ihm dort ja doch bald zu eng werden wird.
Dem war dann leider auch so.

Erste Verluste:
Die ersten Verluste sind jetzt ca. 8 Monate her. Ich hatte mir ein paar Weißbandputzergarnelen und mehrere Wurdemanni´s geholt. Nun wusste ich, dass man diese nicht allzu oft zu Gesicht bekommt aber, dass man keine Putzerstation weit und breit sieht und sich auch dann noch ein paar Glasrosen ausbreiteten war schon komisch.
Mittlerweile vermisste ich auch noch meine 2 Boxerkrabben und Harlekingarnelen. Die Zoanthus und Xenia Kolonien wurden erheblich weniger, Ricordeas nahmen ab und meine Weichkorallen hatten große Bissspuren. Dann kam auch noch der Ekel meiner Kinder hinzu, welche mir dann noch Vorwürfe machten und mir drohten nie mehr im Meer baden zu gehen. Komisch, das Verstand ich jetzt nun gar nicht :)))

Der Fang:
Jetzt war es Zeit zum Handeln.
Animiert und motiviert durch den schönen Bericht von Ina Fischer in der Ausgabe des Meerwasser Aquarianers vom 01/2013 ging ich in die Offensive.
Als erstes kümmerte ich mich aber mal um den anschließenden Verbleib von Eunice.
Ich wollte es ungern einigen nachtun und diesen im Keramikexpress verabschieden.
Beim Kauf eines passenden Keschers im Zoopalast Wiesbaden habe ich dann in der Meerwasserabteilung einen sehr netten Verkäufer kennengelernt. Nach Schilderung meines Leids und der Bitte um Asyl des mittlerweilen 1,50m langen und daumendicken Eunice willigte dieser ein. Übrigens habe ich nichts unversucht gelassen diesen auch mittels einer Falle zu fangen. Über eine selbstgebaute große Borstenwurmfalle bestehend aus grauem 70 er HT-Rohren aus dem Baumarkt hat er sich schlappgelacht.
So, nun wurde es aber ernst.
Ich wusste, dass er es sich unter einer Seriatopora häuslich eingerichtet hatte.
Heute am 08. Januar 2013 habe ich dann begonnen die Behausung vorsichtig und sehr langsam freizuräumen.
Man kann sich nicht vorstellen, was dieser Kerl alles in sein Haus geschleppt hat.
Unter dem Stock der Seriatopora war alles voller Korallenfragmente, Muschelschalen, Krebsgehäuse, Sanddollars und eine Art Spinnennetz.
Eunice hat natürlich mitbekommen was die Stunde geschlagen hat.
Beim Freiräumen der Behausung zog er sich immer weiter zurück.
Mit dem gekauften Kescher wollte ich Ihn nach der Freiräumaktion in Schacht halten um ihn dann mit einer Pflanzenzange zu greifen.
Er hat sich dann im Bodengrund um einen Riffpfeiler gewickelt und dort verharrt.
Ich durfte jetzt nicht nachlässig werden und riskieren, dass er sich schnell aus dem Staub macht und sich unter einem anderen Stein versteckt. Diese Burschen sind nämlich unglaublich schnell und auf das komplette Ausräumen des Aquariums hatte ich wirklich keine Lust mehr, zu dem es jetzt schon recht mitgenommen aussah.
Die Bewohner fanden das ganze auch nicht sehr amüsant.
Durch die Anspannung und Aufregung zitterte ich an den Händen und hatte auch ordentlich Adrenalin im Blut. Schließlich fängt man ein solches Tier nicht einfach mal so.
Nun packte ich mit der Pflanzenzange zu und fasste ihn irgendwo an seinem Körper.
Das diese Kerle echte Kraftprotzen sind bekam ich dann zu spüren. Er bewegte sich keinen Millimeter und hielt sich mit all seiner Kraft an der Riffsäule fest. Auf einmal hatte ich ein kleines Teil seines Körpers zwischen meiner Zange.
Wenn Sie Lebensgefahr verspüren will ich behaupten, dass sie sich sehr leicht teilen um dann weiterzuleben. Das ganze passierte dann auch leider ca. 5 mal.
Ich wusste aber, aufgeben ist jetzt nicht mehr drin schließlich musste ich den restlichen Körper und speziell den Kopf fangen. Das Verhalten ähnelt Regenwürmern schon ein wenig und hier weiß man ja, dass beide Hälften weiterleben. Man sagt, dass bei den Borstenwürmern der Teil ohne Kopf nicht mehr weiterlebt aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Nach 3,5 Stunden eines erbitterten Kampfes habe ich dann gewonnen.
Der ganze Kerl samt seiner Fragmente ist raus und befindet sich in einem Eimer.
Deckel drauf und ab geht die 35km weite Reise in sein neues zu Hause.
Hier nochmals vielen Dank an den Zoopalast Wiesbaden für das Asyl.

Nachtrag:
Ich habe nun schon fast alle Plagegeister durch, welche es in der Meerwasseraquaristik gibt. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Dennoch muss ich sagen, dass Eunice die meisten Verluste hervorgerufen hat. Einer meiner größten Fehler war es so lange zu warten. Nach dem Entdecken eines solchen Exemplars gilt sofortiges Handeln.

Bilder im Anhang
mit salzigen Grüßen
Peter Jüngst


robertbaur am 26.08.10#9
von BEASTIEPENDENT:

Bedingt durch eine Krabbendiskussion im Reefcentral unterhalte ich mich gerade mit Leslie Harris, die oder eine der Taxonominnen schlechthin für Würmer.

Auf die Frage nach einer ID ist sie gleich auch mal unsere gesamte Wurmsektion durchgegangen.

Zu dem Foto hier teilte uns Leslie Harris folgendes mit:

" Palola siciliensis - another species of Eunice. The white, coral-crunching jaws of Palola worms are huge & very easy to see"
11 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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