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Lysiosquillina maculata Speer-Fangschreckenkrebs

Lysiosquillina maculata wird umgangssprachlich oft als Speer-Fangschreckenkrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 240 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
1745 
AphiaID:
409044 
Wissenschaftlich:
Lysiosquillina maculata 
Umgangssprachlich:
Speer-Fangschreckenkrebs 
Englisch:
Mantis Shrimp 
Kategorie:
Fangschreckenkrebse 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Stomatopoda (Ordnung) > Lysiosquillidae (Familie) > Lysiosquillina (Gattung) > maculata (Art) 
Erstbestimmung:
(Fabricius, ), 1793 
Vorkommen:
Australien, Brunei Darussalam, China, Fidschi, Französisch-Polynesien, Guam, Hawaii, Hong Kong, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Indopazifik, Japan, Kiribati, La Réunion, Madagaskar, Malaysia, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Mosambik, Pakistan, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Singapur, Tahiti, Thailand, Tuamotu-Archipel, Vanuatu, Vietnam, Wake-Atoll, Wallis und Futuna 
Meerestiefe:
6 - 145 Meter 
Größe:
bis zu 40cm 
Temperatur:
23°C - 27°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Kleine Fische, Krabben, Krustentiere, Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 240 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Nachzucht:
Keine 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2005-11-20 15:20:27 

Haltungsinformationen

(Fabricius, 1793)

Wissenswertes zur Haltung findet man auf der hoch interessanten Homepage von Timmy Grohrock [siehe bei den Links].

Anzumerken ist, dass man sich diesen Speer-Fangschreckenkrebs mit Steinen kaum einschleppen kann. Er lebt auf/in Sandböden.

Allgemeines:
Fangschreckenkrebse gehören zur Familie der Mundfüßer, der so genannten Stomatopoden.
Es gibt ca. 390 Arten der Mundfüßer.

Die Krebse leben im küstennahen Meer, selten in sehr großen Tiefen.
Speziell auf Korallenriffen lebt eine Vielzahl der Arten.
Die Gattungen der Lysiosquilla, Gonodactylus und Odontodactylus leben auf karibischen und indopazifischen Korallenriffen.

Die Größe der Fangschreckenkrebse variiert von 1 bis 2 cm, bis hin zu weit über 30 cm.

Die Fangschreckenkrebse können in den buntesten Farben schillern, zum Beispiel in graugrün, braun und rot, wobei die verschiedenen Farben den jeweiligen Zustand des Tieres beschreiben (rot bedeutet beispielsweise Gefahr).

Der stark betonte Hinterleib des Krebses ist mit einem kräftigen Schwanzfächer ausgestattet und erlaubt ruckartige, schnelle Schwimmstöße.

Die Beine: Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan.
Die zweiten Maxillipeden sind die gewaltigen Keulen, denen der Schmetterer seinen Namen zu verdanken hat.
Sie werden in Ruhe meist am Vorderkörper getragen, von wo aus sie blitzartig hervorschnellen können.
Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme. Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten, aufspießen und zum Mund führen,
ähnlich wie die Gottesanbeterinnen aus dem Insektenreich.
Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine ( Thorakopoden ) und 5 Paar Schwimmbeine, die blattförmigen Pleopoden.

Am ungewöhnlichsten sind allerdings die Wahrnehmungsorgane.
Die auf hohen Stielaugen platzierten Linsen sind nicht nur sehr zahlreich (10.000) - sie können auch 3 Bilder gleichzeitig abliefern.
Dem Krebs ist es also möglich, aus 6 verschiedenen Perspektiven zu beobachten.
Die Augen können trinokular und binokular sehen.

Neben 100.000 Farben können sie auch UV-Licht und polarisiertes Licht wahrnehmen.
Mit einem Querband, das über seine Augen läuft, kann der Krebs sein Opfer "abtasten" und die Entfernung genau bestimmen.
Mit einem zweiten Analysator zieht er dann Rasterlinien, wie beim Fadenkreuz eines Gewehres.

Der Fangschreckenkrebs hat sich den Gegebenheiten perfekt angepasst.
Der Fangschreckenkrebs lauert seiner Beute meistens im Schutz seiner selbst gegrabenen Höhle oder einer Felsspalte auf.
Seine bevorzugte Nahrung sind Garnelen, Würmer, kleine Fische, Schnecken, Muscheln oder Krabben.

Mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Augen visiert der Krebs die Beute genau an, dann schlägt er blitzschnell zu und zertrümmert gegebenenfalls dessen Schale.
Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich.

Synonyme:
Lysiosquilla maculata (Fabricius, 1793)
Lysiosquilla miersi de Vis, 1883
Squilla maculata Fabricius, 1793

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Arthropoda (Phylum) > Crustacea (Subphylum) > Malacostraca (Class) > Hoplocarida (Subclass) > Stomatopoda (Order) > Unipeltata (Suborder) > Lysiosquilloidea (Superfamily) > Lysiosquillidae (Family) > Lysiosquillina (Genus) > Lysiosquillina maculata (Species)

Weiterführende Links

  1. wikipedia (de)
  2. WoRMS (en)

Bilder

Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Eric am 18.02.15#2
Ich habe seit nun 2 Jahren ein Pärchen (Leben in getrennten Aquarien) und muss sagen, es sind wirklich beeindruckende Tiere.
Ganz wichtig ist, dass ein genügend hoher Bodengrund vorhanden ist (mindestens 60cm, besser mehr) Seit kurzem hat mein Weibchen Eier und verkriecht sich darum sehr oft in ihrer Höhle, Futter nimmt sie auch keines an, aber das ist nicht ungewöhnlich während der Brutpflege.
Das Männchen hat sich nach der Paarung wie ein Mähdrescher auch Fische gestürzt und beim Weibchen, war es kurz vor der Eiablage auch besonders auffällig.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit den Nachzuchten klappt, wäre super, wenn es klappt.
Timmy am 20.11.05#1
Diese Art ist nicht ganz so einfach zu halten wie Schmetter Fangschreckenkrebse. Das liegt daran das sich das Tier eine tiefe Höhle im Sandboden gräbt. Man braucht also ein Becken mit einer hohen Sandschicht die mindestens die 1,5 fache Tierlänge beträgt. Ich hab es bei mir folgendermassen gelöst. Da mein Exemplar momentan nur etwa 12 cm gross ist, habe ich ein 54 Liter Becken genommen und etwa 20 cm davon mit einer Scheibe abgetrennt. Dort ist eine 17 cm hohe Sandschicht in der das Tier seinen Bau graben kann. Der geringe Platz reicht vollkommen aus, der Speerer die Höhle sogut wie nicht verlässt. Weitere Infos über das spezielle Artenbecken gibts auf meiner HP.

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