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Haltungserfahrungen

Cirrhilabrus solorensis thumbnail

Ronny Willner @ Cirrhilabrus solorensis am 04.04.11

Händler: Den Rotaugen-Zwerglippfisch gibt es nicht so häufig im Handel für ~ 40 bis ~ 55 Euro. Ich selbst halte ein Pärchen jetzt seit gut einem Jahr in meinem Becken.

Pflege: Aufgrund ihrer Ängstlichkeit nach dem Einsetzen sollte man auf jeden Fall ein paar Versteckmöglichkeiten zum Zurückziehen anbieten können. Auch sollte das Aquarium nicht zu klein sein, da – wenn sie dann mal mutiger geworden sind – ausreichend Platz zum schwimmen brauchen und ausnutzen. Als unterstes Minimum würde ich ~450 Liter angeben. Mein Pärchen ist kaum zusammen unterwegs. Eine Einzelhaltung ist denke ich daher möglich. Ob das jedoch ratsam ist kann ich nicht sagen.

Phänotypische Veränderungen: Männliche und weibliche Rotaugen-Zwerglippfische unterscheiden sich in Ihrer Färbung kräftig voneinander. Beim Männchen ist der obere Teil des Kopfes gelb gefärbt. Hinterm Auge wird dieser leicht orange. Der Kiemendeckel und Rücken sind violett. Die Seitenlinie ist grünlich und der obere Teil der Rückenflosse Rot. Bauch-, Brust-, Schwanz- und Afterflosse sind hellblau. Der Bauch ist durchgehend farblos.
Weibchen sind wesentlich trister in ihrer Färbung. Die Seitenlinie ist leicht grünlich der Kopf kümmerlich rosa und der Bauch auch hier weißlich. Beide Geschlechter vereint ihr roter Augenring um deren Pupille und ihre bläulichen Flossen.

Verhalten: In der Eingewöhnung sind die Tiere häufig sehr gehemmt. Sie flüchteten nach ihrem Einsetzten bei mir sofort in den Riffaufbau und blieben dort für mehrere Tage (mein Weibchen sogar mehrere Wochen). Ich musste die Tiere nach dem Einsetzen gezielt füttern (das funktioniert mit einer alten Zahnbürste, Pipette oder Spritze (ohne Nadel) *g* sehr gut). Sehr langsam und mit viel Zeitaufwand bei der Fütterung trauten sie sich dann allmählich in die Schwimmzone.
Meine beiden Tiere sind keine Frühaufsteher und schwimmen auch kaum zusammen herum. Mein Weibchen schwimmt lieber mit meinen beiden Pracht-Zwerglippfischen (Cirrhilabrus exquisitus) herum als mit ihrem Gemahl. Auch ein Paarungsverhalten wie bei meinen Sechsstreifenlippfischen (Pseudocheilinus hexataenia) oder Gelbkopfunkern (Halichoeres iridis) im abendlichen Blaulicht konnte ich noch nicht feststellen. Eine Aquarienabdeckung kann ich aufgrund ihrer Schreckhaftigkeit nur empfehlen da sie manchmal fluchtartig springen. Jeder hat seine Lieblingshöhle in der sie die Nacht verbringen und sich bei scheinender Gefahr fluchtartig zurückziehen.

Ernährung: Flockenfutter wird anfangs nur zögerlich angenommen, wird dann aber immer beliebter. Leibspeise ist Artemia, Krill und Mysis. Auch Granulat wird gerne angenommen.

Fazit: Trotzt der Mühen nach dem Einsetzen meine beiden ans Futter zu bekommen möchte ich sie nicht mehr missen. Vor allem das Männchen bietet ein solch breites Farbspektrum welches selbst für Seewasserfische ungewöhnlich ist. Unglaublich zu was für Farben die Natur in der Lage ist.
Wie schon beschrieben springen die Tiere gerne (wie fast alle Lippfische). Wer ein offenes Becken hat wie ich :-/ sollte sich unbedingt etwas einfallen lassen. Im Baumarkt gibt es Klarsichtplastik-rollen das hat sich bei mir am geeignetsten erwiesen - sieht aus wie Glas und ist preiswert.
Hat man sie erst mal ans Futter bekommen halte ich die Haltung für normal schwierig. Die Tiere sind friedlich und attackieren bei mir keinen Neuzugänge.

Leiaster speciosus thumbnail

Ronny Willner @ Leiaster speciosus am 09.07.10

Händler: Den roten Prachtseestern habe ich bisher in unseren Zooläden (Rhein-Neckar-Raum) nur einmal gesehen und leider sofort gekauft. Er kommt ziemlich selten in den Handel und kostet ~ 45 €.

Pflege: Fast 18 Monate konnte ich ihn bei mir halten als er eines Tages dann verschwand und nicht mehr auftauchte. Man sollte auf jeden Fall ausreichend „Weideflächen“ haben an denen er ausreichend Nahrung findet. Auch Rückzugsmöglichkeiten in Form von Höhlen sollten vorhanden sein!

Phänotypische Veränderungen: Mein Roter Prachtseestern wuchs seit seiner Anschaffung in den 1,5 Jahren von seiner Ursprungsgröße aus gesehen (etwa 15 cm Durchmesser) kaum. Sein gesamter Körper war dunkelorange bis tiefrot. Sein Farbkleid bleib in Stresssituationen und auch mit zunehmendem Alter nach meinen Beobachtungen unverändert.

Verhalten: Diese Art ist Tag und Nacht unterwegs auf der Suche nach Futter. Nicht selten schlemmte er sich die Aquarienfrontscheibe entlang – dann wieder war er mal einige Tage nicht zu sehen und hauste im Labyrinth des Lebenden Gesteins. Es kam eine Zeit lang vor das mein chateodon auriga (Fähnchen-Falterfisch) an seinen Beinchen herum zupfte. Dies hat sich aber gelegt. Ansonsten gabs bei mir weder mit anderen Fischen, Doktoren noch mit Blumentieren Ärger.

Ernährung: Mein Stern ging nicht an Ersatzfutter. Er fraß weder Algen-Futtertabletten noch Frostfutter geschweige denn Trockenfutter. Er nagte lediglich die lebenden Steine und den Bodengrund sowie die Aquarienscheibe nach Essbarem ab.

Fazit: Da ein ausgeprägtes Rot (welches der Purpurseestern auf jeden Fall besitzt) im Riffaquarium nicht allzu häufig existiert wird man leicht zum Kauf eines solch schönen Seesternes verleitet. Er ist meiner Meinung nach ein klassischer Vertreter der Gruppe der Nahrungsspeziallisten! Ein erfahrener Seewasseraquarienhändler riet mir auf Anfrage generell von solchen Seesternen ab.

Montipora hoffmeisteri thumbnail

Ronny Willner @ Montipora hoffmeisteri am 26.11.09

Platzierung: Sitzt in meinem Aquarium nicht direkt unter der Beleuchtung (HQI 150 Watt) in circa 40 cm Tiefe und geringfügiger Strömung auf einer Riffkante.

Phänotypische Veränderungen: Nach einer Eingewöhnungsphase im Wachstum eher gehemmt. Nach etwa einem halben Jahr entwickelte sie sich in meinem Becken unter den oben genannten Bedingungen bis zum heutigen Tag prächtig. Nahm innerhalb von drei Jahren in ihrer Größe um mehr als das siebenfache zu. Ist somit wohl als recht schnellwüchsig einzustufen. Wächst flächenmäßig an der Riffwand entlang und bildet Terrassen zum Freiwasser.

Farbe: Basis der Koralle ist ein hellgraues Skelett, überzogen mit einer bräunlichen Membran auf der lichteinfangenden Seite. Tausende Millimeter graßgrüner Polypen geben der Koralle einen grünlichen Stich.

Ernährung: keine Zusatzfütterung erforderlich. Gedeiht unter Licht hervorragend.

Feinde: Sind mir keine bekannt. Verträgt sich bei mir bestens mit Doktor-, Falter-, Anemonenfischen und anderen Arten.

Fazit: Schnellwachsende, nach der Eingewöhnung für mich leicht zu haltende Koralle, die keine großen Ansprüche stellt.

Naso lituratus thumbnail

Ronny Willner @ Naso lituratus am 30.03.07

Händler: Dieser Doktor kommt glücklicher Weise nicht sehr oft in den Handel. Die Kosten liegen bei etwa 50,- €. Verkäufer die dieses Tier für ein Becken unter 5.000 Litern verkaufen sind meiner Meinung nach unseriös oder einfach nicht vom Fach.

Pflege: Ich kenne keinen anderen Doktorfisch der so viel Schwimmraum braucht wie dieser. Um dieses wunderschöne Tier wirklich artgerecht halten zu können, kommen die gewöhnlichen ~ 1.000 Liter großen Wohnzimmeraquarien unter keinen Umständen in Betracht. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Naso lituratus stirbt.

Verhalten: Der Fisch schwimmt den ganzen Tag hin und her. Er sucht gerne Höhlen auf, und hat schnell seine bevorzugte Schlafhöhle gefunden.

Ernährung: Sollte kein Problem darstellen. Er frisst Salat, Flockenfutter, Futtertabletten usw..

Fazit: Ich kann vom Kauf dieses Fisches einfach nur abraten. Dieses Tier ist ein Doktor für Aquaristikzoos und auf keinen Fall für das gewöhnliche Korallenriffaquarium zu Hause. Durch den Austausch mit anderen Aquarianern ist festzuhalten, das der Fisch beim Einsetzen zu 100% schweren Befall von Pünktchen bekommen wird trotz entsprechender Aquarieneinrichtung! Bei keinem hielt der Fisch länger als zwei Wochen! Ich halte es für Tierquälerei und mich ärgert es einfach, dass solche Tiere ernsthaft in den Handel gelangen!

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Ronny Willner @ Oxycirrhites typus am 09.03.06

Händler: Den langschnäuzigen Korallenwächter gibt’s häufig für rund 55 €.

Pflege: Ich halte meinen eineinhalb Jahren im Becken und kann glücklicher Weise behaupten bisher noch keine Probleme gehabt zu haben. Er geht an so ziemlich jede Futterart und ist stets der erster wenn’s zur Fütterung geht. Sitzt tagsüber auf Steinen oder Korallen und beobachtet seine Mitbewohner. Angst kennt dieser Fisch wohl keine – bei der Beckenreinigung kommt er der Hand sehr nahe und wirkt sehr neugierig was gerade gemacht wird.

Verhalten: Er ist gegenüber Neubesatz der aggressivste Fisch den ich kenne. Tiere die mehr als ein drittel kleiner sind als er sollte man meiner Erfahrung nach nicht ins Aquarium einbringen (sie werden ziemlich gejagt). Gegenüber Alteingesessenen jedoch konnte ich noch keine Angriffe erkennen. Auch konnte ich noch keine Übergriffe auf Garnelen (obwohl ich glaube das meiner da eine Ausnahme ist - nach allem was ich bisher über ihn gelesen habe) oder Korallen bisher beobachten.

Ernährung: Frisst Trockenfutter und Tiefkühlfutter.

Fazit: Ein sehr hübscher Kerl – man sollte ihn jedoch vielleicht eher zum Schluss fürs Becken zukaufen da er zumindest bei mir Neubesatz heftig attackiert.

"Was ist das?"

keine