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Zostera marina Gemeines Seegras, echtes Seegras

Zostera marina wird umgangssprachlich oft als Gemeines Seegras, echtes Seegras bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
6254 
Wissenschaftlich:
Zostera marina 
Umgangssprachlich:
Gemeines Seegras, echtes Seegras 
Englisch:
Sea grass, Eelgrass 
Kategorie:
Seegräser 
Stammbaum:
Plantae (Reich) > Tracheophyta (Stamm) > Magnoliopsida (Klasse) > Alismatales (Ordnung) > Zosteraceae (Familie) > Zostera (Gattung) > marina (Art) 
Erstbestimmung:
Linnaeus, 1753 
Vorkommen:
Alaska, Algerien, Arktische Gewässer, Britische Inseln, China, Europäische Gewässer, Golf von Kalifornien / Baja California, Grönland (Kalaallit Nunaat), Island, Japan, Kanada, Korea, Marokko, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Nord-Atlantik, Nord-Pazifik, Nordsee, Ost-Atlantik, Ost-Pazifik, Ostsee, Portugal, Russland, Schwarzes Meer, Shetland-Inseln (Schottland), Skandinavien, Spanien, Tunesien, USA, West-Atlantik , Zentral-Atlantik, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
2 - 15 Meter 
Größe:
20 cm - 200 cm 
Temperatur:
°C - 23°C 
Futter:
Fotosynthese  
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Zostera angustifolia
  • Zostera asiatica
  • Zostera caespitosa
  • Zostera capensis
  • Zostera capricorni
  • Zostera caulescens
  • Zostera chilensis
  • Zostera japonica
  • Zostera mucronata
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-07-17 09:00:50 

Haltungsinformationen

Linnaeus, 1753

Zostera marina ist ein langes und schmales Seegras und keine Alge.

Das gemeine Seegras kommt in erster Linie in Sandflächen, feinem Kies, in geschützten Gewässern wie flache Buchten und salzhaltigen Lagunen bis 4 Meter Tiefe, wo das Seegras Wurzeln und Rhizome bildet und Blüten ausreibt.

In der Regel kann das Gras eine Länge von bis zu 1 Meter erreichen, ausnahmsweise kommen auch Pflanzen mit 2 Metern Länge vor.

Großen Seegrasbeständen kommen in den Meeren eine extrem wichtige Bedeutung zu, da sie für viele marine Tiere wie Fische und Krustentiere eine Laich- und Kinderstube und für Räuber einen reich gedeckten Tisch darstellen.

Auch der Mensch nutzt dieses Seegras für Matratzen und Kissenfüllungen sowie zur Unterstützung im Deichbau.

Leider steht auch das Seegras inzwischen auf der IUCN Roten Liste bedrohter Arten, da es in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang der Seegraswiesen und einem Seegrassterben gekommen ist.

Neben Pilzbefall trägt auch die zunehmende Eutrophierung der Meere seinen Teil dazu, d.h. der Mensch muss sich, ähnlich wie beim Rückgang der wichtigen Mangovenwälder endlich langfristige Schutzkonzepte für diese hochproduktiven Zonen machen.

Farbe: dunkelgrün

Synonyme:
Zostera marina var. angustifolia Hornemann 1816
Zostera angustifolia (Hornemann) Reichenbach 1845

Bilder

Allgemein


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Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Zostera marina

blacksea am 17.07.17#1
Ich würde gerne einen Beitrag über ein Habitat posten, das glaube ich ziemlich einmalig sein dürfte. Es geht um eine Zostera marina-Wiese im Schwarzen Meer, in der Nähe von dem Ort Primorsko, Bulgarien. Das interessante ist, dass Zostera marina zusammen mit Zannichellia palustris subsp. pedicellata wächst. Zannichellia palustris subsp. pedicellata wird im Lexikon nur kurz erwähnt, hat aber keinen eigenen Eintrag. Das ist schade, da es sich hier um ein Habitat im offenen Meer handelt und nicht um eine Flussmündung oder ähnliches. Das würde bedeuten, dass Zannichellia palustris subsp. pedicellata eine vollwertige Meerwasser-Blütenpflanze ist, von denen es ja nur sehr wenige gibt. Ich würde auch gern ein paar Fotos posten, aber das ist ja nicht möglich solange es keinen Eintrag gibt... Vielleicht ist Zannichellia palustris subsp. pedicellata ja sogar aquarientauglich...? Im übrigen leben dort auch Seepferdchen der Gattung Hippocampus guttatus, Seenadeln und sandbewohnende Krebse wahrscheinlich Upogebia oder Pestarella, habe sie leider nicht zu Gesicht bekommen, nur die Löcher gesehen und dass ein Krebstier Sand auswirft. Wirklich ein faszinierendes Habitat!

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