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Opsanus beta Golf-Krötenfisch, Golf-Froschfisch

Opsanus beta wird umgangssprachlich oft als Golf-Krötenfisch, Golf-Froschfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Giftig beim Verzehr.


Profilbild Urheber Dietmar Schauer




Eingestellt von Dietmar Schauer.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
5933 
AphiaID:
275645 
Wissenschaftlich:
Opsanus beta 
Umgangssprachlich:
Golf-Krötenfisch, Golf-Froschfisch 
Englisch:
Gulf Toadfish 
Kategorie:
Forschfische / Krötenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Batrachoidiformes (Ordnung) > Batrachoididae (Familie) > Opsanus (Gattung) > beta (Art) 
Erstbestimmung:
(Goode & Bean, ), 1880 
Vorkommen:
Bahamas, Belize, Brasilien, Florida, Golf von Mexiko, Honduras, Kuba, Mexiko (Ostpazifik), Nord-Atlantik, USA 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
0 - 5 Meter 
Habitate:
Buchten, Felsige, harte Meeresböden, Felsspalten, Küstengewässer, Lagunen, Meerwasser, Sandige Meeresböden, Seegraswiesen 
Größe:
10 cm - 33 cm 
Temperatur:
23,3°C - 27,9°C 
Futter:
Felsgarnelen, Garnelen, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krustentiere, Muscheln (Mollusken), Räuberische Lebensweise, Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda) 
Aquarium:
~ 1000 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig beim Verzehr 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-03-26 19:16:56 

Haltungsinformationen

Opsanus beta (Goode & Bean, 1880)

Farbe: Dunkelbraune Streifen an Schwanz- und Brustflossen; Streifen an der Brustflosse unregelmäßig verbunden

Der Golf-Krötenfisch ist häufig in Seegraswiesen und Felsspalten in Küstenbuchten und Lagunen sowie in flachen Bereichen entlang der Küsten zu finden. An der Westküste Floridas laichen adulte Tiere im Februar und März. Die Männchen erzeugen Grunzlaute, sogenannte Bootspfeifen, um Konkurrenz unter den Männchen zu signalisieren und Weibchen anzulocken. Weder Kiemendeckel noch Rückendrüse sind giftig.

Ernährung: Zur Beute dieses gefräßigen Räubers gehören kleine Fische wie Grundeln, Krebstiere (Garnelen und Krabben) und Mollusken.

Zu den Fressfeinden gehören Barrakudas und Delphine.

Opsanus beta ist gemäß WoRMS Wirt zahlreicher Endoparasiten.

fishbase gibt an: Reports of ciguatera poisoning!

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung:
Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.

Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Batrachus tau beta Goode & Bean, 1880 · unaccepted
Opsanus brasiliensis Rotundo, Spinelli & Zavala-Camin, 2005 · unaccepted (synonym)
Opsanus vandeuseni Fowler, 1939 · unaccepted

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein


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