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Anguilla anguilla Europäischer Aal

Anguilla anguilla wird umgangssprachlich oft als Europäischer Aal bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4909 
AphiaID:
126281 
Wissenschaftlich:
Anguilla anguilla 
Umgangssprachlich:
Europäischer Aal 
Englisch:
European Eel 
Kategorie:
Aalartige 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Anguillidae (Familie) > Anguilla (Gattung) > anguilla (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Ägypten, Azoren, Britische Inseln, Europäische Gewässer, Färöer-Inseln, Island, Isle of Man, Israel, Kanarische Inseln, Kenia, Madeira, Marokko, Mittelmeer, Nord-Afrika, Nord-Atlantik, Ostsee, Russland, Schwarzes Meer, Skandinavien, Spanien, Straße von Gibralta, Wanderfisch (katadrom), West-Afrika, West-Atlantik  
Meerestiefe:
0 - 700 Meter 
Größe:
bis zu 123cm 
Gewicht :
6,6 kg 
Temperatur:
4°C - 20°C 
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Kleine Fische, Krustentiere, Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
CR vom Aussterben bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Anguilla australis
  • Anguilla bengalensis
  • Anguilla bicolor
  • Anguilla borneensis
  • Anguilla celebesensis
  • Anguilla dieffenbachii
  • Anguilla interioris
  • Anguilla japonica
  • Anguilla labiata
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-08-01 18:14:08 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Anguilla anguilla sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Anguilla anguilla interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Anguilla anguilla bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Das Bild stammt von Christian Coudre, Frankreich
IUCN Rote Liste: vom Aussterben bedroht!

Vorkommen:
Alle Arten von benthischen Lebensräumen, große Flüssen und Seen, die mit dem Meer verbunden sind. Territoriale und solitäre Art. Die Fortpflanzung findet in den Tiefen der Sargassosee, ein Meeresgebiet im Atlantik östlich Floridas und südlich der Bermuda-Inseln statt.

Aal-Larven (Leptocephali) sind transparent. Mit dem Golfstrom werden sie in der Zeit von 7 bis 11 Monate werden sie vom Golfstrom zu den Küsten Europas gebracht. Zunächst sind die Glasaale (6-8 cm lang, haben eine zylindrische Form und sind leicht pigmentiert und transparent). Sie schwimmen in Flußmündungen und besiedeln Flüsse und Seen; einige Tiere bleiben in Ästuaren und Küstengewässer, wo sie dann erwachsen werden.

Der Glasaal-Phase folgt eine lange Zeitraum der Nahrungsaufnahme (von der gelben Stufe zur silberfarbenen Stufe, diese Zeit dauert 6-12 Jahre bei Männchen und ca. 9-20 Jahre bei Weibchen.

Gelbfarbene und silberfarbene Aale sind benthische Tiere, die unter Steinen, im Schlamm oder in Felsspalten gefunden werden.

Gelbfarbene Aale verlieren schließlich ihre Pigmentierung, werden dorsal immer dunkler und seitlich silberfarben (Silberaale).

Silberaale zeichnen sich auch durch eine klare kontrastierendes schwarzes Seitenlinienorgan und vergrößerte Augen aus.

Am Ende ihrer Wachstumsphase sie werden die Aale geschlechtsreif und legen auf ihrem Weg zu ihrem Laichgebiet im Sargassomeer 5.000-6.000 km zurück.

Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt unter optimalen Bedingungen 15-20 Jahren.
Männliche Aale können in dieser Zeit bis zu 50 cm Länge heranwachsen, Weibchen bis zu 150cm.

Die optimale Temperatur für die Geschlechtsreife der Aale liegt bei 20-25 °C.

Ihre benthischen Fressgewohnheiten in kontinentalen Gewässern machen die Aale leider sehr anfällig für die Anreicherung von Schadstoffen wie Schwermetallen und organischen Verunreinigungen, die zu Organschäden und gestörter Migrationsfähigkeit und geringerer genetische Variabilität führen können.

Die heutigen Bestände des Europäischen Aals sind in den meisten Bereichen nicht mehr ausreichend groß genug, um das Überleben des Europäischen Aals in der Natur sicher zu stellen.

Nur eine gezielte Nachzucht und Freisetzung riesiger Mengen von Jungaalen sowie ein deutlic konsequenterer Schütz der Gewässer können helfen, diese Art zu retten.

Prädatoren (Fressfeinde):
Hechte, Reiher, Kormorane und Möwen und der Mensch im großen Stil.

Synonyme:
Angill angill (Linnaeus, 1758) (misspelling)
Anguilla acutirostris Risso, 1827
Anguilla aegyptiaca Kaup, 1856
Anguilla altirostris Kaup, 1856
Anguilla ancidda Kaup, 1856
Anguilla anguilla oxycephala De la Pylaie, 1835
Anguilla anguilla var. macrocephala De la Pylaie, 1835 (synonym)
Anguilla anguilla var. ornithorhyncha De la Pylaie, 1835 (misspelling)
Anguilla anguillai (Linnaeus, 1758)
Anguilla anguillia (Linnaeus, 1758) (misspelling)
Anguilla bibroni Kaup, 1856
Anguilla brevirostris Cisternas, 1877 (synonym)
Anguilla callensis Guichenot, 1850
Anguilla canariensis Valenciennes, 1843
Anguilla capitone Kaup, 1856
Anguilla cloacina Bonaparte, 1846
Anguilla cuvieri Kaup, 1856
Anguilla eurystoma Heckel & Kner, 1858
Anguilla fluviatilis Heckel & Kner, 1858
Anguilla fluviatilis Anslijin, 1828
Anguilla hibernica Couch, 1865
Anguilla kieneri Kaup, 1856
Anguilla latirostris Risso, 1827
Anguilla linnei Malm, 1877
Anguilla marginata Kaup, 1856
Anguilla marina Nardo, 1860
Anguilla mediorostris Risso, 1827
Anguilla melanochir Kaup, 1856
Anguilla microptera Kaup, 1856
Anguilla migratoria Krøyer, 1846
Anguilla morena Kaup, 1856
Anguilla nilotica Heckel, 1846
Anguilla nilotica Kaup, 1857
Anguilla oblongirostris Blanchard, 1866
Anguilla platycephala Kaup, 1856
Anguilla platyrhynchus Costa, 1850
Anguilla savignyi Kaup, 1856
Anguilla septembrina Bonaparte, 1846
Anguilla vulgaris Shaw, 1803
Anguilla vulgaris fluviatilis Rafinesque, 1810
Anguilla vulgaris lacustus Rafinesque, 1810
Anguilla vulgaris marina Rafinesque, 1810
Anguilla vulgaris ornithorhincha De la Pylaie, 1835
Anguilla vulgaris platyura De la Pylaie, 1835
Leptocephalus brevirostris Kaup, 1856
Muraena anguilla Linnaeus, 1758 (synonym)
Muraena anguilla maculata Chiereghini, 1872
Muraena oxyrhina Ekström, 1831
Muraena platyrhina Ekström, 1831

Bilder

Allgemein

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