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Albula vulpes Grätenfisch

Albula vulpes wird umgangssprachlich oft als Grätenfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 50000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
4444 
AphiaID:
212256 
Wissenschaftlich:
Albula vulpes 
Umgangssprachlich:
Grätenfisch 
Englisch:
Bonefish 
Kategorie:
Grätenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Albuliformes (Ordnung) > Albulidae (Familie) > Albula (Gattung) > vulpes (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Bahamas, Belize, Bermuda, Brasilien, Cayman Inseln, China, Costa Rica, Dominikanische Republik, Equador, Golf von Mexiko, Hawaii, Honduras, Indien, Jamaika, Kenia, Komoren, Kuba, Madagaskar, Malaysia, Mauritius, Mexiko (Ostpazifik), Myanmar (ehem. Birma), Palau, Panama, Peru, Philippinen, Puerto Rico, Rotes Meer, Seychellen, Singapur, Somalia, Süd-Afrika, Taiwan, Tansania, Thailand, Togo, USA, Vanuatu, Venezuela, Vietnam 
Meerestiefe:
0 - 84 Meter 
Größe:
35 cm - 104 cm 
Temperatur:
°C - 27°C 
Futter:
Krustentiere, Muscheln (Mollusken), Schnecken (Gastropoden, Mollusken), Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda), Würmer (Polychaeten, Annelida, Nematoden) 
Aquarium:
~ 50000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NT potenziell gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-02-26 13:42:33 

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Albula vulpes gehört zur Familie der Knochenfische und wird bei optimalen Verhältnissen über einen Meter groß und erreicht ein Gewicht von bis zu 10 Kilo.

Er ist schon aufgrund seiner Größe für Heimaquarien nicht geeignet, gehört aber zu den beliebtesten Sportfischen, da er den Sportfischern einen besonders fordernden und spannenden Kampf bietet.

Der Knochenfisch hat, wie der Tarpun (Megalops atlanticus) auch, den genetischen Vorteil, neben der Kiemenatmung auch eine Luftatmung durchzuführen, er kann also auch gut in sedimentreichen und trüben Gewässern jagen kann.

Er lebt pelagisch im Freiwasserbereich der Meere, in den Tropen soll er auch in im Brack- und Süßwasser vorkommen.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Albula conorynchus Bloch & Schneider, 1801
Albula goreensis Valenciennes, 1847
Albula lacustris Walbaum, 1792
Albula parrae Valenciennes, 1847
Albula plumieri Bloch & Schneider, 1801
Albula rostrata Gray, 1854
Amia immaculata Bloch & Schneider, 1801
Butyrinus bananus Lacepède, 1803
Clupea brasiliensis Bloch & Schneider, 1801
Clupea macrocephala Lacepède, 1803
Engraulis bahiensis Spix, 1829
Engraulis sericus Spix, 1829
Esox vulpes Linnaeus, 1758
Esunculus costai Kaup, 1856
Glossodus forskalii Spix & Agassiz, 1829

Systematik:: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Albuliformes (Order) > Albulidae (Family) > Albulinae (Subfamily) > Albula (Genus) > Albula vulpes (Species)

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