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Rossia macrosoma Sepiola

Rossia macrosoma wird umgangssprachlich oft als Sepiola bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für erfahrene Halter geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
3082 
Wissenschaftlich:
Rossia macrosoma 
Umgangssprachlich:
Sepiola 
Englisch:
Stout bobtail 
Kategorie:
Tintenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Sepiida (Ordnung) > Sepiolidae (Familie) > Rossia (Gattung) > macrosoma (Art) 
Erstbestimmung:
(Delle Chiaje, ), 1830 
Vorkommen:
Britische Inseln, Europäische Gewässer, Grönland (Kalaallit Nunaat), Nord-Atlantik, Ost-Atlantik, West-Atlantik , West-Pazifik 
Größe:
bis zu 6cm 
Temperatur:
8°C - 10°C 
Futter:
Garnelen, Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für erfahrene Halter geeignet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Rossia brachyura
  • Rossia bullisi
  • Rossia glaucopis
  • Rossia megaptera
  • Rossia moelleri
  • Rossia mollicella
  • Rossia pacifica
  • Rossia palpebrosa
  • Rossia tortugaensis
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2010-04-11 21:40:05 

Haltungsinformationen

Rossia macrosoma gehört zu den kleinsten in der Familie Sepiolid , er wird selten Größer als 50 mm und lebt meist in Tiefen um 40 – 50 Meter.

Obwohl Mitglieder der Familie gemeinhin als Kalmare bezeichnet werden sind sie eigentlich keine „echten“ Kalmare.
Sie sehen aus wie eine Kombination zwischen Krake und Tintenfisch sind aber tatsächlich enger mit dem „echten“ Tintenfisch verwandt.
Wie Tintenfische, können sie sich in den Sand eingraben.
Wie Kraken, halten sie sich meist auf dem Grund auf statt im freien Wasser zu schwimmen.
Man findet sie von der oberen Gezeitenzone bis zu Tiefen von 300 Metern.

Tagsüber graben sie sich in Sand oder Schlamm, nur die Augen schauen aus dem Sand, um nach Fressfeinden Ausschau zu halten.

Sie graben sich durch ein Blasen eines Wasserstrahls unter ihren Körper in den Sand und werfen sich anschließend mit zweien ihrer Arme Sand über den Kopf, fertig ist das „Selbstbegräbnis“.

Man findet sie sowohl im nördliche Atlantik bis zur Arktis als auch im Pazifik und dem tropischen westlichen Atlantik.

Kommt es bei dieser Art zur Paarung, sterben beide Tiere, sowohl Male als auch Female wenig später.
Das Weibchen legt zwischen 25-50 Eier, die etwa 1 cm Durchmesser haben, auf Muschelschalen, Schwämmen oder der Unterseite überhängender Felsen, dann stirbt sie.

Die Brutdauer der Eier beträgt zwischen 4 bis 9 Monate.
Die Eikapseln müssen robust und langlebig sein, um die Embryonen so lange zu schützen.
Leere Eikapseln sind in fließendem Wasser für weitere sechs Monate ohne sichtbaren Verfall gehalten worden.
Die Eier erhalten, wie zuvor schon beschrieben, keine „elterliche Fürsorge“.

Rossia macrosoma wurde schon erfolgreich in Kaltwasser-Aquarien (8 – 10° C) gehalten.
Sie ernähren sich fast ausschließlich von lebenden Garnelen.


Klasse: Cephalopod
Ordnung: Sepioida
Familie: Sepiolidae
Spezie: Rossia macrosoma


hma

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

Chrysokoll am 12.04.10#1
Im „CEPHALOPODS OF THE WORLD“ No.4 Volume 1. “Chambered Nautiluses and Sepioids” von 2005 ab Seite 183 stehen weiterführende Informationen zu dieser Art. Auf zu anderen Arten und Gattungen steht in dem Buch eine Menge! Sehr empfehlenswert, wer sich mit CEPHALOPODS befassen möchte!

Zum Beispiel :
Synonym: Sepiola macrosoma
Exakte und sehr ausführliche Beschreibung (hier: Diagnostische Merkmale) mit Abbildungen.
Größe: Die Mantellänge ist bis zu 85 mm groß; normalerweise aber 20-60 mm. Die Weibchen werden größer als die Männchen, und Langlebigkeit ist etwa 12 Monaten. Kleinste Geschlechtsreife Männchen hat 30 mm Mantellänge; das kleinste Weibchen 35 mm Mantellänge.

Vorkommen: sandiger und schlammiger Untergrund in einem Tiefenbereich von 32 bis 899 m (werden auch an der Wasseroberfläche gefangen);
Sie ziehen in der Regel in tiefere Gewässer, besonders im Winter, und steigend auf in flachere Gewässer um zu laichen.
Das meiste des vorliegenden Wissens basiert auf den Beobachtungen aus den westlichen Mittelmeer und Studien im Labor.
Im westlichen Mittelmeerraum führt Rossia macrosoma saisonale Wanderungen zwischen tieferen Küstengewässer im Winter und flacheren Küstengebieten für den Rest des Jahres. Größere Tiere wandern zeitiger im Jahr als kleinere Exemplare. Ausgewachsene Männchen (im Alter von 7 bis 8 Monate) führen 85 bis 100 Spermatophoren (Samenpakete) mit sich; Weibchen (8 bis 11 Monaten) haben rund 120 bis 150 Eier in ihren Eierstöcken. Leichen mehrmals. Die Laichzeit erstreckt sich Wahrscheinlich über das ganze Jahr im gesamten Mittelmeerraum, mit Spitzenwerten in Frühjahr und Herbst. Die Paarung erfolgt, wenn das Männchen das Weibchen an der "Hals"-Region ergreift um das Hectocotylus (männliches Fortpflanzungsorgan) in ihre Mantelhöhle einzuführen.
Die Eier haben einen Durchmesser von 7 bis 8 mm und werden in kleinen Gruppen von 30 bis 40 auf Muschelschalen (z.B. der Pinna sp.) oder anderen festen Substraten befestigt. Das Schlüpfen erfolgt nach 45 Tagen bei Temperaturen von etwa 16 º C (oder später, wenn das Wasser kühler ist).

Interesse für die Fischerei: Rossia macrosoma ist eine Tierart mit relativ geringer wirtschaftlicher Bedeutung, Beifang in Grundschleppnetze in zwischen 200 und 400 m Tiefe. Das Fleisch ist lecker, aber schwer zu erhalten.

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