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Variola louti Mondsichel-Juwelenbarsch

Variola louti wird umgangssprachlich oft als Mondsichel-Juwelenbarsch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
2696 
AphiaID:
218304 
Wissenschaftlich:
Variola louti 
Umgangssprachlich:
Mondsichel-Juwelenbarsch 
Englisch:
Common Lyretail-cod, Coronation Grouper, Coronation Trout, Fairy Cod, Lunar Tail Rock Cod, Lunartailed Cod, Lunar-tailed Cod, Lunar-tailed Rock-cod, Lyre-tail Cod, Moontail Seabass, Yellowedged Lyretail, Yellow-edged Lyretail 
Kategorie:
Zackenbarsche 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Serranidae (Familie) > Variola (Gattung) > louti (Art) 
Erstbestimmung:
(Forsskål, ), 1775 
Vorkommen:
Ashmore- und Cartierinseln, Ägypten, Amerikanisch-Samoa, Andamanensee, Australien, Australinseln (Tubuai-Inseln und Bass-Inseln), Bali, Banggai-Inseln, Borneo (Kalimantan), Brunei Darussalam, Chagos-Archipel, China, Cookinseln, Djibouti, Eritrea, Fidschi, Flores, Französisch-Polynesien, Gambierinseln, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Golf von Aden, Golf von Akaba, Golf von Oman / Oman, Great Barrier Riff, Guam, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Israel, Java, Jemen, Jordanien, Kenia, Kiribati, Kokos-Keelinginseln, Komodo, Komoren, La Réunion, Lakkadivensee, Linieninseln, Lord Howe Insel, Madagaskar, Malaysia, Malediven, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Mauritius, Mosambik, Myanmar (ehem. Birma), Nauru, Neukaledonien, Niue, Nördliche Mariannen, Ogasawara-Inseln, Ost-Afrika, Palau, Papua, Papua-Neuguinea, Persischer Golf, Philippinen, Pitcairn Gruppe, Queensland, Raja Ampat, Rapa, Rotes Meer, Ryūkyū-Inseln, Salomon-Inseln, Samoa, Saudi-Arabien, Seychellen, Spratly-Inseln, Sri Lanka, Süd-Afrika, Sudan, Sulawesi, Sumatra, Taiwan, Tansania, Tasmansee, Thailand, Timor-Leste, Togian-Inseln, Tokelau, Tonga, Tuamotu-Archipel, Tuvalu, United States Minor Outlying Islands, Vanuatu, Wake-Atoll, Wallis und Futuna, Weihnachtsinsel , Westlicher Indischer Ozean 
Meerestiefe:
3 - 300 Meter 
Größe:
bis zu 83cm 
Temperatur:
22°C - 27,2°C 
Futter:
Felsgarnelen, Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krabben, Krill (Euphausiidae), Mysis (Schwebegarnelen) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-02-21 14:41:20 

Haltungsinformationen

(Forsskål, 1775)

Dieses Foto entstand vor Makadi Beach (Rotes Meer).
Der Mondsichel-Juwelenbarsch ist ein riffverbundener, standorttreuer Barsch, der in einem Tiefenbereich zwischen 3 - 300 m lebt.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Epinephelus louti (Forsskål, 1775)
Labrus punctulatus Lacepède, 1801
Perca louti Forsskål, 1775
Serranus cernipedis Miranda Ribeiro, 1913
Serranus flavimarginatus Rüppell, 1830
Serranus longipinna Swainson, 1839
Serranus louti (Forsskål, 1775)
Serranus luti Valenciennes, 1828
Serranus melanotaenia (Bleeker, 1857)
Serranus phaenistomus Swainson, 1839
Serranus punctulatus (Lacepède, 1801)
Serranus roseus Valenciennes, 1828
Variola longipinna Swainson, 1839
Variola melanotaenia Bleeker, 1857
Variola punctulatus (Lacepède, 1801)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Perciformes (Order) > Percoidei (Suborder) > Serranidae (Family) > Epinephelinae (Subfamily) > Variola (Genus) > Variola louti (Species)

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