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Chironex blakangmati Würfelqualle

Chironex blakangmati wird umgangssprachlich oft als Würfelqualle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Sehr giftig.


Profilbild Urheber Dr. Iffah Iesa, Singapur

Foto: Singapur


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. Iffah Iesa, Singapur

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18376 
AphiaID:
1889094 
Wissenschaftlich:
Chironex blakangmati 
Umgangssprachlich:
Würfelqualle 
Englisch:
Box Jellyfish 
Kategorie:
Würfelquallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Cubozoa (Klasse) > Chirodropida (Ordnung) > Chirodropidae (Familie) > Chironex (Gattung) > blakangmati (Art) 
Erstbestimmung:
Iessa, Lewis Ames, Yap & Huang, 0 
Vorkommen:
Südchinesisches Meer 
Meerestiefe:
Meter 
Größe:
bis zu 10cm 
Futter:
Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Sehr giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-05-26 19:29:09 

Gift


Chironex blakangmati ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Chironex blakangmati halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Sie sind sehr klein, kaum zu sehen und extrem giftig, Chironex-Würfelqualle, dennoch stellen diese kleinen Qualle eine große Gefahr für den Menschen dar.
Rettungsschwimmer an den Küsten Australiens gehen bewusst vorsichtig mit den Gifttieren und möglichen Vernesselungen um, indem sie Feinstrumpfhosen über Kopf, Brust, Arme und Beine ziehen.
Die Nesselzellen der Würfelquallen können diesen feinen Textilstoff nicht durchdringen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Ein interessanter Vergleich:
Der Super-Predator, der Ozeane. neben den Orkas, der Weiße Hai, ist pro Jahr weltweit für etwa 10 tödliche Unfälle mit Menschen verantwortlich, und die Menschen vor Ort sind in Aufruhr und Angst, Strände werden mit Hai-Warnschilder ausgestattet und Einheimische und Touristen meiden diese Strände.

Die kleinen Chironex-Würfelquallen sind pro Jahr für ca. 100 Tote verantwortlich, also für zehnmal so viele Tote, dennoch liest man in der Presse viel weniger über die Würfelquallen.
Klar ist aber, je mehr Menschen ein besseres Verständnis der Biodiversität und Saisonalität giftiger Würfelquallen entwickeln, umso mehr wird dies dazu beitragen können, das Risiko zu mindern, das die Würfelquallen für die menschliche Gesundheit und Sicherheit bei maritimen Aktivitäten wie Baden, Schnorcheln, Tauchen und anderen Wassersporttätigkeiten darstellen.

Die Erstbeschreibung der neue Würfelquallenart Chironex blakangmati wurde am 15. Mai 2026 veröffentlicht, sie wurde um Sentosa Island, Palawan Beach, in der Straße von Singapur
gesammelt, nachdem Strandungen gemeldet worden waren, und zwar durch Mitarbeiter der Sentosa Beach Patrol, Mitglieder der Öffentlichkeit oder Mitarbeiter des National Parks Board Singapore (NParks).

Chironex blakangmati ist eine mehrarmige Würfelqualle, genau wie ihre Schwesterarten
Chironex indrasaksajiae Sucharitakul, 2017
Chironex yamaguchii Lewis & Bentlage, 2009
Chironex fleckeri Southcott, 1956

Chironex blakangmati besitzt mit eine konische bis quaderförmige Glocke und sieben Tentakel pro Pedalium.
Die Glocke ist transparent, gelblich mit leicht opaken inneren Strukturen, wobei die hahnkammartigen Magensäckchen durch die Glocke sichtbar sind, sie erreicht einen Durchmesser von knapp 10cm.
Die Tentakel sind transparent bis khakifarben, mit dunkleren Schattierungen je nach Kontraktionsgrad, ihre Gesamtlänge konnte nicht ermittelt werden, da die gesammelten Exemplare unterschiedlich stark beschädigt und die Tentakel abgeschnitten waren, exakte Größenangaben werden in der Zukunft aber sicher benannt werden, gleiches wird für die Tiefenverbreitung und die dazugehörigen Wassertemperaturen gelten.

Es ist somit mehr als verständlich, dass diese Würfelqualle im Wasser für Badende kaum sichtbar ist.

Etymologie. Der Name dieser Art leitet sich aus dem Bahasa Melayu ab, einer in der Region gesprochenen austronesischen Sprache und der Landessprache Singapurs, und bezieht sich auf die Insel Sentosa, auf der das Tier gesammelt wurde. Die Insel Sentosa wurde früher als „Pulau Blakang Mati“ bezeichnet, was so viel wie „Insel des Todes dahinter“ bedeutet; daher ist „blakangmati“ als Bezeichnung für den geografischen Ort ein Substantiv in Apposition.

Wir bedanken uns besonders herzlich bei Dr. Iffah Iesa, der uns ein großartiges Foto der Würfelqualle.

Bilder

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