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Spheciospongia vesparium Tölpelkopfschwamm

Spheciospongia vesparium wird umgangssprachlich oft als Tölpelkopfschwamm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber iNaturalist Open Source Software

Foto: Bahia Honda State Park, Monroe County, Florida USA

(c) Tom Kennedy / CC BY / iNaturalist / 13.08.2013
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers iNaturalist Open Source Software

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18140 
AphiaID:
170566 
Wissenschaftlich:
Spheciospongia vesparium 
Umgangssprachlich:
Tölpelkopfschwamm 
Englisch:
Loggerhead Sponge 
Kategorie:
Meeresschwämme 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Porifera (Stamm) > Demospongiae (Klasse) > Clionaida (Ordnung) > Clionaidae (Familie) > Spheciospongia (Gattung) > vesparium (Art) 
Erstbestimmung:
(Lamarck, ), 1815 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Bahamas, Belize, Beringmeer, Bonaire, Britische Jungferninseln, Florida, Golf von Mexiko, Große Antillen, Karibik, Kolumbien, Kuba, Niederländische Antillen, Nord-West-Atlantik, Ostküste USA, Puerto Rico, Saint Vincent und die Grenadinen, San Salvador, Turks- und Caicosinseln, Venezuela 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
5 - 18 Meter 
Habitate:
Felsenriffe, Felsige, harte Meeresböden, Korallenriffe, Lagunen, Meerwasser / Salzwasser 
Größe:
30 cm - 150 cm 
Temperatur:
23.7°C - 28.3°C 
Futter:
Bakterien (Bakterioplankton), Filtrierer, Mikroalgen, Organische Schwebstoffe, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Suspensionsfresser (Schwebstofffresser) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Spheciospongia albida
  • Spheciospongia alcyonoides
  • Spheciospongia areolata
  • Spheciospongia australis
  • Spheciospongia capensis
  • Spheciospongia carnosa
  • Spheciospongia congenera
  • Spheciospongia digitata
  • Spheciospongia excentrica
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-26 13:51:22 

Haltungsinformationen

Wie durch die Strömungsdynamik vorhergesagt, ist die Filtrationsrate eines Schwamms umso größer, je größer die Oscula-Fläche (d. h. die Querschnittsfläche des Ausströmungssiphons) ist (Morganti et al., 2021) – und ihre Filtrationsleistung kann enorm sein.
Beispielsweise kann ein 1 kg schwerer Loggerhead-Schwamms (Speciospongia vesparium) täglich 24.000 Liter Wasser filtern (Vogel, 1994) oder das 50.000-fache seines Gewebevolumens (Reiswig, 1971) und dabei entfernen sie 6 % der DOM im Meerwasser (Letourneau et al., 2020).

Spheciospongia vesparium gehört zu den Meeresschwämmen mit der größte Biomasse aller Schwammarten in den Gewässern um Florida, und ist in der Lage, pro Tag 24.000 Liter Meereswasser zu filtern, eine Leistung, die den wenigsten Menschen überhaupt bekannt ist.
Um einen Vergleich anzubieten:
Ein 8 x 3 Meter großer Pool, der in größeren Garten gerne eingebaut wird, kann 30. 000 Liter Wasser fassen, unser Meeresschwamm ist also fast in der Lage, dieses Becken jeden Tag durchzufiltern!

Spheciospongia vesparium kommt in den Farben schwarz, anthrazit oder dunkelgrau vor, jedoch oft weitgehend mit hellem Sediment und Algenbewuchs bedeckt.
Die Osculen sind in der Regel schwarz., die Innenfarbe ist identisch.

Der Meeresschwamm bildet große, breite, fassartigen Formen aus, die wie ein Autoreifen aussehen kann, manchmal kann er auch grob kugelförmig sein.
Nachwachsende, abgerissene Exemplare können stark unregelmäßig sein, haben aber eine charakteristische Farbe, Oberfläche und Konsistenz.
In frühen Wachstumsstadien graben sie Kalkstein aus und können als dicke Verkrustungen oder niedrige, massive Hügel erscheinen.

Die Oberfläche von Spheciospongia vesparium ist glatt, nicht porös, mit Ansammlungen kleiner Einströmöffnungen (Poresiebe), manchmal jedoch unregelmäßig rau.

Konsistenz: das Gewebe des Meeresschwamms ist fest und nur leicht komprimierbar.

Spheciospongia vesparium kommt häufig auf harten, küstennahen, flachen Böden und auf Seegraswiesen vor, seltener auf flachen Riffen.
Das interne Kanalsystem des Meeresschwamms beherbergt eine reichhaltige, vielfältige Fauna von Wirbellosen, darunter Schnappgarnelen (Alpheidae), Amphipoden, Ophiuroiden und Polychaeten.

Durch Schnappgarnelen erzeugte Wasserimpulse drücken kleine Sedimentwolken durch Porensiebe nach außen, was möglicherweise zur Erhaltung des Kanalsystems beiträgt.
Bei extrem niedriger Tide und flacher See kann die Ausströmung der flachsten Schwämme die Meeresoberfläche stören.

Synonyme:
Alcyonium vesparium Lamarck, 1815 · unaccepted (genus transfer)
Cliona cribrosa (Schmidt, 1870) · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Heterocliona cribraria Verrill, 1907 · unaccepted (genus transfer and junior synonym)
Hymeniacidon pulvinatus Bowerbank, 1872 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Papillina cribrosa Schmidt, 1870 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Poterion atlantica George & Wilson, 1919 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Prianos tierneyi de Laubenfels, 1953 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Pseudosuberites melanos de Laubenfels, 1934 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Spheciospongia othello de Laubenfels, 1950 · unaccepted (junior synonym)
Spheciospongia vesparia · unaccepted (misspelling of species name)
Spheciospongia vesparium typica Vicente, Rützler & Carballeira, 1991 · unaccepted (junior synonym)
Spirastrella andrewsi George & Wilson, 1919 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Spirastrella pulvinata (Bowerbank, 1872) · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Spongia dysoni Carter, 1882 · unaccepted (genus transfer & junior synonym)
Thalysias vesparia (Lamarck, 1814) · unaccepted (genus transfer)

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