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Podocerus jinbe Walhai-Flohkrebs

Podocerus jinbe wird umgangssprachlich oft als Walhai-Flohkrebs bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
12699 
AphiaID:
 
Wissenschaftlich:
Podocerus jinbe 
Umgangssprachlich:
Walhai-Flohkrebs 
Englisch:
Amphipod 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Podocerus (Gattung) > jinbe (Art) 
Erstbestimmung:
Tomikawa, Yanagisawa, Higashiji, Yano, Vader, 2019 
Vorkommen:
Zirkumglobal 
Meerestiefe:
0 - 1928 Meter 
Größe:
0,3 cm - 0,6 cm 
Temperatur:
21°C - 28°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Kommensalismus 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Podocerus brasiliensis
  • Podocerus chelonophilus
  • Podocerus fulanus
  • Podocerus hanapepe
  • Podocerus kleidus
  • Podocerus spongicolus
  • Podocerus talegus
  • Podocerus variegatus
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-01-13 11:22:41 

Haltungsinformationen

Was hat der größte Fisch der Welt, der Walhai (Rhincodon typus) mit dem miniaturhaften Flohkrebs Podocerus jinbe zu tun?
Nicht viel, würde man spontan denken, vielleicht gehört der Flohkrebs zur Speisekarte des Walhais, oder der Flohkrebs ist, so klein er auch sein mag, ein Parasit, der der Fisch piesackt?

Weit gefehlt!

Ein ausgewachsener Walhai kann bis zu 6.000 Liter Meerwasser mit einem riesigen Maul pro Stunde ansaugen und die hierin enthaltenen Kleistlebewesen, zu denen durchaus auch mal Fische gehören können, heraussieben und fressen.

Mehr zufällig haben Wissenschaftler aus Japan einem Walhai tief "ins Maul schauen können" und dabei eine sehr große Überraschung erlebt.

"Das Maul eines Walhais mag nicht die gastfreundlichste Umgebung für ein Zuhause sein, aber japanische Forscher haben herausgefunden, dass es keinen vergleichbareren Ort für eine neu entdeckte garnelenähnliche Kreatur gibt".
Die winzigen Bewohner - genannt Podocerus jinbe - sind eine Vielfalt von Gammaridea, eine Art, die für ihre Widerstandsfähigkeit in Umgebungen vom Hochgebirge bis zur Tiefsee bekannt ist.

Doch der leitende Forscher Ko Tomikawa, ein außerordentlicher Professor an der Universität Hiroshima, sagte, er sei "überrascht", sie im Maul eines Tieres zu finden.
Prof.Tomikawa sagte, es gebe aber gute Gründe dafür, dass die Spezies einen so unerwarteten Ort wählen könnte.

"Das Maul des Walhais ist wahrscheinlich ein guter Lebensraum, weil das frische Meerwasser, das sie zum Atmen brauchen, und auch die Nahrung regelmäßig einströmt, und es bietet auch einen sicheren Ort ohne Fressfeinde".

Die neue Art wurde entdeckt, nachdem Tomikawa von einem Aquarium in der südlichen Präfektur Okinawa kontaktiert wurde, dort war man neugierig darauf, was dort in einem Walhai zu leben schien.
Ungefähr 1.000 dieser Kreaturen wurden in den Kiemen des Hais gefunden.

Der Flohkrebs lebt scheinbar als harmloser Kommensale in den Kiemen des gigantischen Walhais und wird sicherlich ein weiteres Forschungsobjekt sein.

Literaturfundstelle:
Species Diversity 24: 209–216
Published online 25 October 2019
DOI: 10.12782/specdiv.24.209
A New Species of Podocerus (Crustacea: Amphipoda: Podoceridae) Associated with the Whale Shark Rhincodon typus
Autoren: Ko Tomikawa, Makio Yanagisawa, Takuo Higashiji, Nagisa Yano, und Wim Vader

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