Anzeige
Fauna Marin GmbH aquaiOOm.com Tunze.com compact-lab Tropic Marin Meerwasser24.de

Emydocephalus ijimae Seeschlange

Emydocephalus ijimae wird umgangssprachlich oft als Seeschlange bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Giftig.



Steckbrief

lexID:
12391 
AphiaID:
344037 
Wissenschaftlich:
Emydocephalus ijimae 
Umgangssprachlich:
Seeschlange 
Englisch:
Ijima's Sea Snake, Ijima's Turtle-headed Sea Snake, Japanese Egg-eating Sea Snake, Banded Sea Snake 
Kategorie:
Reptilien 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Reptilia (Klasse) > Squamata (Ordnung) > Elapidae (Familie) > Emydocephalus (Gattung) > ijimae (Art) 
Erstbestimmung:
Stejneger, 1898 
Vorkommen:
China, Japan, Nord-West-Pazifik, Okinawa, Ostchinesisches Meer, Ryūkyū-Inseln, Südchinesisches Meer, Taiwan 
Meerestiefe:
0 - 40 Meter 
Größe:
75 cm - 100 cm 
Temperatur:
22°C - 29°C 
Futter:
Fischeier, Kleine Fische, Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-07 11:52:56 

Gift


Emydocephalus ijimae ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Emydocephalus ijimae halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Für Taucher, Schnorchler und Badegäste gilt bei Seeschlangen immer folgende Regel: Kommen Sie den Schlangen nicht zu nahe und fassen Sie die Tiere niemals an!!

Durch Bisse dieser Schlange können postsynaptische Neurotoxine, sehr starke Nervengifte, in den menschlichen Blutkreislauf gelangen können, und einen sofortigen Krankenhausaufenthalt zwingend erforderlich macht.
Eine Nichtbehandlung eines Bisses führt in der Regel zum Tod des Menschen.

Emydocephalus ijimae ist ein Nahrungsspezialist, der ausschließlich Fischeier frisst, und sie scheint Eier bevorzugen, die von Arten wie Mönchsfischen, Schleimfische und Grundeln an Korallen und Felsen abgelegt werden.

Die Schlange kommt in flachen Küstengewässern in Verbindung mit Korallen- und Felsriffen vor, und scheint stark standortgebunden zu sein sie verteilt sich wahrscheinlich nicht oft zwischen den von ihr bevorzugten Standorten.

Eine wissenschaftliche Markierungs- und Wiedererlangungsstudie wurde drei Jahre lang an einer Population der Seeschlange im flachen Küstenwasser der Insel Zamamamijima im Zentrum von Ryukyus, Japan, durchgeführt. Die relativ hohe Wiedereroberung (47% von 167 markierten Schlangen) deutet darauf hin, dass E. ijimae eine besonders philopatrische Art unter den Seeschlangen ist.
Das Geschlechterverhältnis (männlich: weiblich) beträgt ca. 1,6:1, es wird geschätzt, dass Männchen und Weibchen ihre Fortpflanzungsaktivität im zweiten oder dritten Sommer und im dritten Frühjahr nach der Geburt beginnen. Es wird angenommen, dass die Häufigkeit der weiblichen Fortpflanzung von Jahr zu Jahr variiert, oder noch seltener.
Die Seeschlange Emydocephalus ijimae hat keine anderen funktionellen Zähne als Oberkieferzähne und Pterygoidozähne im Kiefer!

Benannt wurde die Seeschlange zu Ehren von Prof. Isao Ijima, Science College, Imperial University, Tokyo.
Synonym: Aipysurus annulatus

Achtung:
Eine wichtige Information Gifte.de
http://www.gifte.de/Gifttiere/emydocephalus_ijimae.htm

Toxine: Es sind postsynaptische Neurotoxine gefunden worden. Möglicherweise sind Myotoxine enthalten, die aber nicht bestimmt wurden.

Symptome: Jeder Biss durch eine Seeschlange gilt innerhalb der ersten sechs Stunden, wegen einer möglichen Myolyse, als lebensgefährlich. Allgemeine Anzeichen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, abdominelle Schmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufstörungen bis Kollaps.

Maßnahmen: Alle Patienten müssen mindestens 24 Stunden klinisch überwacht werden. Es macht Sinn die Patienten zu sedieren. Hier ist die "pressure/ immobilization-technique" anzuwenden. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Es kann notwendig werden den Patienten zu intubieren und zu beatmen. Es existiert ein Antivenin. Die Gabe ist in der Klinik, nach Weisung einer Giftnotrufzentrale und entsprechend schwerer Symptomatik, zu entscheiden.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

0 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen

Unterhaltung

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Emydocephalus ijimae

Der letzte Beitrag in der Unterhaltung über Emydocephalus ijimae