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Ausbleichen durch Zooxanthellenausstoß aufgrund zu kaltem Wasser Ausbleichen durch Zooxanthellenausstoß aufgrund zu kaltem Wasser

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Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers NOAA's Office of Ocean Exploration and Research Bilddetail


Steckbrief

lexID:
10955 
Wissenschaftlich:
Ausbleichen durch Zooxanthellenausstoß aufgrund zu kaltem Wasser 
Umgangssprachlich:
Ausbleichen durch Zooxanthellenausstoß aufgrund zu kaltem Wasser 
Englisch:
Cold water bleaching 
Kategorie:
Krankheiten 
Stammbaum:
(Reich) > (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Ausbleichen (Gattung) > durch Zooxanthellenausstoß aufgrund zu kaltem Wasser (Art) 
Vorkommen:
Florida 
Temperatur:
16°C - 19°C 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-08-06 22:00:49 

Haltungsinformationen

Das Ausbleichen der Korallen in den tropisch-warmen Riffen der Welt, besonders betroffen war und ist das Great Barrier Reef in Australien, wurde durch steigende Wassertemperaturen in Folge der "El Niño"-Klimaanomalie ausgelöst, diverse Berichte der Tagespresse haben regelmäßig über die Schädigungen der Korallen berichtet.

Für viele Aquarianer gänzlich neu ist allerdings der sogenannte "Cold water bleaching", das Ausstoßen von Zooxanthellen in Folge von zu kalten Wasser, dokumentiert anhand der Steinkorallen Pocillopora damiscornis, Pocillopora verrucosa, Pocillopora meandrina und Pocillopora capitata in den Gewässern um Florida und im Golf von Kalifornien in den USA.

Das erste Auftreten des "Cold water bleaching" wurde 1988 /1989 bekannt und führte bei einem großen Teil der untersuchten Steinkorallen zu einem stressbedingten Ausstoßen der lebenswichtigen Zooxanthellen und einem Absterben großer Bestände der heimischen Pocillopora-Steinkorallen.
Einige wenige Kolonien begannen nach etwa 5 Monaten mit dem Wiederaufbau der zerstörten Bereiche, anderen Kolonien waren für immer verloren.

2006 und 2008 kühlte sich das Meereswasser wiederum ab und es kam zu regionalen Zerstörungen der Korallenpopulationen zwischen 10 %, 60 % und bis zu 90% der beobachteten Pocillopora-Bestände.

Die gemessenen Wassertemperaturen lagen dabei zwischen 16°C und 19°C.

Es gab allerdings Pocillopora-Bestände, die nur in sehr begrenztem Umfang von den abgesenkten Wassertemperaturen gestresst wurden, Untersuchungen dieser Korallen zeigten das Vorhandensein der Zooxanthellen Symbiodinium glynni, einem Bakterium, dass eine gewisse Resistenz gegen kalten Wasser entwickeln konnte.

Korallenkolonien, die Zooxanthellen des Typs C1b-c besaßen, waren hingegen deutlich anfälliger, blichen schnell aus und starben komplett ab.

Die Untersuchungen in Florida und im Golf von Kalifornien belegten, dass Korallenverluste durch Ausbleichen aufgrund von zu kaltem Wasser ein bis zwei Mal so stark sein können, wie das Ausbleichen und die Zerstörung in zu warmen tropischen Wasser!

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