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Macrodactyla doreensis Korkenzieher-Anemone

Macrodactyla doreensis wird umgangssprachlich oft als Korkenzieher-Anemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Es wird ein Aquarium von mindestens 1000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
879 
AphiaID:
288167 
Wissenschaftlich:
Macrodactyla doreensis 
Umgangssprachlich:
Korkenzieher-Anemone 
Englisch:
Corkscrew Tentacle Sea Anemone, Long-tentacle Anemone 
Kategorie:
Anemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Actiniaria (Ordnung) > Actiniidae (Familie) > Macrodactyla (Gattung) > doreensis (Art) 
Erstbestimmung:
(Quoy & Gaimard, ), 1833 
Vorkommen:
Australien, Indonesien, Japan, Malaysia, Marshallinseln, Neuguinea (Westneuguinea & Papua-Neuguinea), Papua-Neuguinea, Philippinen, Singapur, Vietnam 
Meerestiefe:
1 - 19 Meter 
Größe:
40 cm - 50 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 1000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-10-16 08:58:10 

Haltungsinformationen

(Quoy & Gaimard, 1833)

Die Korkenzieher-Anemone (Macrodactyla doreensis) lebt auf Sandböden zwischen Fels- und Korallenriffen. Bei Gefahr zieht sie sich in das Substrat zurück. Sie sollte daher auch auf dem Sandboden eingebracht werden. Hierzu sollte man die Strömung abstellen um ihr das befestigen zu ermöglichen. Die Schichthöhe des Bodengrundes sollte dabei nicht zu knapp bemessen sein.

Anemonen sollten niemals in ganz frische Aquarien eingebracht werden. Sie benötigen daher ein schon biologisch gereiftes System. Die Korkenzieher Anemone ist etwas empfindlicher als z.b. die Kupferanemone. Daher sollte man beim Kauf schon darauf achten dass der Fuss der Anemone unverletzt ist. Ebenso sollte das Tier einen sichtbar gesunden Eindruck machen und nicht schlaff herum hängen.

Sie lebt grundsätzlich über ihre eingelagerten Zooxanthellen, also vom Licht, nimmt aber auch Frostfutter an. Sie ist in der Lage vorbei schwimmendes Plankton (Artemis, Mysis) zu fangen.

Folgende Anemonenfische akzeptieren sie in der Natur als Partner:
Amphiprion chrysogaster, Amphiprion clarkii, Amphiprion perideraion, Premnas biaculeatus,

Die Vermehrung von Anemonen erfolgt entweder über die Vervielfältigung Teilung oder über eine sexuelle Vermehrung. In der Natur haben sie eine sehr lange Lebenserwartung und können zum je nach Art durchaus auch über hundert Jahre alt werden.

Haltungserfahrungen:
von Timmy Grohrock: Die Anemone ist leicht haltbar und sehr standortreu.
Einmal an den gewünschten Platz gesetzt, bleibt sie dort.
Meine 2 Amphiprion ocellaris nahmen sie ohne Probleme als Wirtsanemone an.
Gefüttert wird sie nicht direkt, schnappt sich aber mit ihren knapp 10 cm langen Tentakel Artemien und sonstiges Futter aus dem Wasser.
Sie steht bei mir direkt in der Strömungsrichtung vom Strömungskreisel und kriegt so alle 12 Sekunden die volle Strömung ab.
Das macht ihr aber nichts aus, im Gegenteil, ich meine, sie fühlt sich jetzt wohler, nachdem ich die Kreisel eingebaut habe.
Die Korkenzieher-Anemone gibt es diversen Farben, wie braun, beige, grün oder lila-rosa.

Angefügt von Robert: Nach dem Vortrag von Torsten Spier möchten wir ergänzen, dass die von Timmy geschilderte Standorttreue eher die berühmte Ausnahme ist, und diese Anemone in anderen Aquarien fast nur am wandern ist.

Synonyme:
Actinia doreensis Quoy & Gaimard, 1833
Antheopsis doreensis (Quoy & Gaimard, 1833)
Anthopleura gelam (Haddon & Shackleton, 1893)
Cereactis doreyensis (Quoy & Gaimard, 1833)
Condylactis gelam Haddon & Shackleton, 1893
Macrodactyla doorensis
Macrodactyla doreenensis
Macrodactyla gelam
Paractis doreyensis


Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Cnidaria (Phylum) > Anthozoa (Class) > Hexacorallia (Subclass) > Actiniaria (Order) > Nynantheae (Suborder) > Thenaria (Infraorder) > Endomyaria (Superfamily) > Actiniidae (Family) > Macrodactyla (Genus) > Macrodactyla doreensis (Species)

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

milestone am 25.02.12#12
Ich halte seit kurzem eine Macrodactyla. Diese Anemonen brauchen einen ziemlich tiefen Bodengrund. Dort wo mein Tier sitzt ist der Boden gut 6cm hoch und sie hat sich meiner Meinung nach bis ganz unten durchgegraben und man sieht jetzt schon den ganzen Tentakelkranz auf dem Sand liegen und die Mundscheibe ist im Niveau etwas weiter unten.
Die Position ist direkt neben einem Stein und den Platz hat sie sich selbst ausgesucht, denn ich setzte sie nur ein klein wenig an eine andere Stelle auf den Boden und hatte ihr eine kleine Grube in den Sand gegraben. Scheint ihr neben dem Stein besser zu gefallen.
PteraPat am 21.10.11#11
Die Macrodactyla kam circa vor 2 Jahren in mein Aquarium und wurde mir vom Händler als einfache und wunderschöne Anemone verkauft: Sie war schneeweiss hatte einen Durchmesser von 12 cm und hat mich deshalb einiges gekostet.
Bis heute hat Sie mir so einige kleine Fehler verziehen, einen Umzug schadlos mitgemacht und prangt mit ihren 45cm Durchmesser immer noch aus der gleichen Steinhöhle heraus, in der ich sie erstanden habe.
Leider hat Sie sich im Verlaufe der Zeit umgefärbt und hat eine blassbraune, bis hellgrüne Färbung angenommen, die weissen Zeichnungen aber beibehalten.
Immer wieder bekommt Sie einige Futterstücke direkt in die Tentakel gelegt, die Sie sofort umschliesst und in ihren Mund führt.
Wirklich sehr beeindruckend und schön!
Tolles, einfaches und wunderbares Tier!
sasori am 07.09.11#10
Ich möchte darauf hinweisen, dass man beim Kauf wirklich den Fuss genau anschauen soll. Meine hatte mehrere kleine Verletzungen am Fuss, sah aber schön aus beim Händler. Im Becken wanderte sie nonstop, stand auf dem Kopf und machte sich nirgendwo fest. Nach paar Tagen verstarb sie dann, sie nahm meine Ocellaris mit in den Tod, wahrscheinlich wurden sie beim Angleichen vergiftet.
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