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Graneledone boreopacifica Tiefsee-Oktopus

Graneledone boreopacifica wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Oktopus bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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NOAA/Monterey Bay Aquarium Research Institute

Eingestellt von AndiV.
Bilddetail


Steckbrief

lexID:
7436 
Wissenschaftlich:
Graneledone boreopacifica 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Oktopus 
Englisch:
Graneledone boreopacifica 
Kategorie:
Tintenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Octopoda (Ordnung) > Megaleledonidae (Familie) > Graneledone (Gattung) > boreopacifica (Art) 
Erstbestimmung:
Nesis, 1982 
Vorkommen:
Golf von Kalifornien / Baja California, Nord-Pazifik 
Größe:
bis zu 10cm 
Temperatur:
°C - 4°C 
Futter:
Krustentiere, Zoobenthos (in der Bodenzone lebende Tiere) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2014-08-11 22:01:57 

Haltungsinformationen

Nesis, 1982

Bericht der Welt vom 30.07.2o14
"Vor der Küste Kaliforniens haben Forscher in 1400 Meter Tiefe ein besonders ausdauerndes Muttertier beobachtet: Ein Krakenweibchen bewacht seine Eier mehr als vier Jahre lang – ohne zu fressen.

Viereinhalb Jahre hat ein Krakenweibchen in Dauerdunkel und Kälte der Tiefsee ausgeharrt, um seine Eier bis zum Schlüpfen zu betreuen. Eine ähnlich lange Brutzeit sei von keinem anderen Tier bekannt, berichten Forscher um Bruce Robison vom Monterey-Bay-Forschungsinstitut (MBARI) in der Fachzeitschrift "PLOS ONE". Das Weibchen wurde demnach mit der Zeit immer dünner und bleicher – Kraken bleiben bei ihrem Gelege und fressen während der Brutphase kaum noch etwas.

Die Forscher hatten den knapp zehn Zentimeter langen Tiefsee-Oktopus (Graneledone boreopacifica) im Frühjahr 2007 mit einem ferngesteuerten Tauchroboter in etwa 1400 Meter Tiefe entdeckt. Beim nächsten Tauchgang vor der kalifornischen Küste einen Monat später war das Weibchen immer noch da und bewachte seinen Klumpen mit olivengroßen Eiern.

Dies blieb bei insgesamt 18 Tauchgängen binnen viereinhalb Jahren so. Die durchsichtigen Eier wurden zusehends größer, im Inneren ließen sich heranwachsende Oktopusse erkennen.

Frisches Wasser für den Nachwuchs

Das brütende Weibchen war an charakteristischen Narben stets als dasselbe zu erkennen. Das Tier wurde zusehends dünner und bleicher, vom Gelege entfernte es sich nie. Selbst wenn ein Krebs ganz nah an ihm vorbeischwamm oder -krabbelte, interessierte es sich offenbar nicht für die leichte Beute.

Dies ist das Tiefseekrakenweibchen, das viereinhalb Jahre lang seine Eier behütete und wärmte, ohne sich selbst vom Nest zu entfernen. Damit hält die Krakendame den Rekord

Dies ist das Tiefseekrakenweibchen, das viereinhalb Jahre lang seine Eier behütete und wärmte, ohne sich selbst vom Nest zu entfernen. Damit hält die Krakendame den Rekord

Stattdessen fächelte das Weibchen seinen Eiern immer wieder frisches Wasser zu und vertrieb potenzielle Feinde. Zuletzt war es im September 2011 zu sehen, im Monat darauf war es verschwunden – und vermutlich längst tot. Anhand der leeren Eikapseln schlossen die Forscher auf etwa 160 geschlüpfte Jungkraken.

Noch nie zuvor sei ein Tier beobachtet worden, das seine Eier so lange bebrütet, schreiben Robison und seine Kollegen.

Kraken sterben, wenn die Jungen geschlüpft sind.

Die ausgedehnte Brutperiode komme wahrscheinlich durch zwei Faktoren zustande: Die niedrige Temperatur in der Tiefsee verlangsame die Entwicklung der Eier. Zudem hätten Jungtiere bessere Überlebenschancen, wenn sie beim Schlüpfen bereits weit entwickelt seien.

Während der gesamten viereinhalb Jahre hatten die Forscher das Tier niemals beim Fressen beobachtet. Auch Flachwasser-Kraken fressen üblicherweise nicht, während sie ihre Eier bebrüten, und sterben nach dem Schlüpfen der Jungtiere. Die bislang längste bekannte Brutzeit eines Kraken lag bei 14 Monaten.

Mit einer Brutdauer von mehr als vier Jahren übertrifft Graneledone boreopacifica die übliche Lebensdauer der meisten sogenannten Kopffüßer, zu denen auch die Kraken gehören. Das Beispiel zeige, wie wenig über die Lebewesen der Tiefsee bekannt sei, ergänzen die Forscher."

Synonym:
Graneledone pacifica Voss & Pearcy, 1990


Classification: Biota > Animalia (Kingdom) > Mollusca (Phylum) > Cephalopoda (Class) > Coleoidea (Subclass) > Octopodiformes (Superorder) > Octopoda (Order) > Incirrata (Suborder) > Octopodoidea (Superfamily) > Octopodidae (Family) > Graneledone (Genus)

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