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Haplosyllis gula Schwammwurm

Haplosyllis gula wird umgangssprachlich oft als Schwammwurm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dan Schofield, UK

Haplosyllis gula,North West Point - West Bay Cemetery (Grand Cayman), KY-WB, KY 2026 (CC BY)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dan Schofield, UK . Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
6801 
AphiaID:
131321 
Wissenschaftlich:
Haplosyllis gula 
Umgangssprachlich:
Schwammwurm 
Englisch:
Sponge Worm, Sponge Threadworm 
Kategorie:
Würmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Annelida (Stamm) > Polychaeta (Klasse) > Phyllodocida (Ordnung) > Syllidae (Familie) > Haplosyllis (Gattung) > gula (Art) 
Erstbestimmung:
Treadwell, 1924 
Vorkommen:
Barbados, Cayman Inseln, Karibik, Kolumbien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
6 - 73 Meter 
Habitate:
Epibiont (auf anderen Organismen lebend), Meerwasser 
Größe:
2,5 cm - 5,0 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Parasitäre Lebensweise / Schmarotzer, Schwämme 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Haplosyllis aciculata
  • Haplosyllis agelas
  • Haplosyllis amphimedonicola
  • Haplosyllis anthogorgicola
  • Haplosyllis aplysinicola
  • Haplosyllis basticola
  • Haplosyllis brevicirra
  • Haplosyllis carmenbritoae
  • Haplosyllis cephalata
  • Haplosyllis chaetafusorata
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-02-20 20:21:45 

Haltungsinformationen

Haplosyllis gula Treadwell, 1924

Typuslokalität zur Beschreibung von Haplosyllis gula ist die Karibik, Westindische Inseln, Barbados, Shoal Bank, etwa 3 Meilen westlich von Needham Point.

Etymologie: Das Artepitheton „gula“, lateinisch für „Völlerei“, bezieht sich darauf, dass der Großteil des Typusmaterials mit dem Pharynx an der Körperoberfläche anderer Polychaeten befestigt war: „Sie waren in der Regel an der Körperwand und nicht an Cirren befestigt und wurden offensichtlich durch eine starke Saugwirkung des Pharynx gehalten, denn wenn sie abgerissen wurden, zeigte sich die Anheftungsstelle an der Körperwand als deutlich erkennbare Papille“.

Beschreibung: Körper durchscheinend, schlank, zerbrechlich,klein, 3–4 mm lang, etwa 0,3 mm breit ohne Parapodien, mit 26–31 Segmenten. Vorderende breit, zum Hinterende hin allmählich dünner werdend, mit breitem Pharynx, Farbe blass gelb.

Es wird vermutet, dass es sich bei Haplosyllis gula um einen ektoparasitären Polychaeten handeln könnte, wobei der breite Pharynx der Art eine Anpassung an diese Lebensweise darstellt. Dass die meisten Typusexemplare an anderen Polychaeten befestigt waren, scheint jedoch ein Zufallsbefund gewesen zu sein. Es wird jedoch auch in eine andere Richtung vermutet: Anstatt ektoparasitär auf anderen Polychaeten zu leben, scheinen die Exemplare eher als Symbionten eines oder mehrerer Schwämme zu leben.

Lebensraum: Aus einem Schwammgrund geborgen. Die Exemplare von Haplosyllis gula waren „an der Oberfläche von Fragmenten von Leodice longicirrata Webster, an einer kleinen Glyceridenart und an einer weiteren Syllide befestigt, wobei die meisten Exemplare jedoch auf der Leodice gefunden wurden“.

Man muss schon recht genau hinsehen, um die parastischen kleinen Würmer genau erkennen zu können.Die Würmer sind weiß und können eine maximale Länge von einigen Zentimetern erreichen. Sie befallen das Oberflächensubstrat von Schwämmen wie z.B. Neofibularia nolitangere, bohren ihren Saugrüssel in den Schwamm und ernähren sich von seinen Körperflüssigkeiten.

Sollten die Schwämme im Aquarium auftauchen, dann müssen die Würmer entfernt werden.

Weiterführende Links

  1. researchgate (en). Abgerufen am 20.02.2026.

Bilder

Allgemein


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