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Undaria pinnatifida Wakame

Undaria pinnatifida wird umgangssprachlich oft als Wakame bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland

© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland, Bild aus den Niederlanden


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland Please visit www.natuurlijkmooi.net for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
6260 
AphiaID:
145721 
Wissenschaftlich:
Undaria pinnatifida 
Umgangssprachlich:
Wakame 
Englisch:
Wakame 
Kategorie:
Braunalgen 
Stammbaum:
Chromista (Reich) > Ochrophyta (Stamm) > Phaeophyceae (Klasse) > Laminariales (Ordnung) > Alariaceae (Familie) > Undaria (Gattung) > pinnatifida (Art) 
Erstbestimmung:
(Harvey) Suringar, 1873 
Vorkommen:
Adria (Mittelmeer), Argentinien, Britische Inseln, China, Europäische Gewässer, Golf von Kalifornien / Baja California, Golf von Mexiko, Japan, Korea, Mexiko (Ostpazifik), Mittelmeer, Nordsee, Russland, Spanien, Tasmanien 
Meerestiefe:
Meter 
Größe:
100 cm - 300 cm 
Temperatur:
°C - 19°C 
Futter:
Fotosynthese 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-01-01 12:33:20 

Haltungsinformationen

(Harvey) Suringar, 1872

Die Braunalge Wakame (Undaria pinnatifida) stammt ursprünglich aus dem Japanischen Meer, wo die Alge intensiv für den menschlichen Verzehr abgebaut wurde und wird.
Die Alge bildet sehr dichte und hohe Tangwälder, die anderen Algen und Pflanzen einen gnadenlosen Wettbewerb und das Licht nehmen und so auch verdrängen.

Durch den Bewuchs von Schiffsrümpfen und die anschließende Verteilung der Sporen begann die opportunistische Alge ihren Siegeszug um die Welt und wird heute als invasive Spezies eingestuft, die einheimische Algen und Pflanzen aufgrund ihrer extremen Anpassungsfähigkeit verdrängt.

Undaria pinnatifida bewächst hauptsächlich harte Oberflächen wie Felsen und Steine, nimmt aber auch sehr leicht unnatürlichen Gegenstände wie Seile, Pylone, Bojen, die Rümpfe von Schiffen und Schiffsausrüstung an.

Bei dieser Alge findet ein sogenannter Generationswechsel statt, die Alge durchläuft eine makroskopische Phase und eine mikroskopische Phase.
In der makroskopischen Phase werden die sogenannten goldbraune Sporophyten und in der mikroskopischen Phase Gametophyt ausgebildet.

Aquaristisch (außer als Zusatzfuttermittel) ist die Alge höchstens für große Schauaquarien interessant, wirtschaftlich hat sie inzwischen einen hohen Wert, sie
ist nach Nori die wichtigste japanische Speisealge und gilt als Delikatesse.

Wissenschaftler suchen nach Methoden, das ungehemmte Wachstum der Algen über die Weltmeere einzuschränken.

Wakame (von Peter Pigl, im Dezember 2002)
Über die Probleme, des an sich völlig problemlosen Gastes in unseren Aquarien, dem Palettendoktor, gibt es ja genug Erfahrungsberichte.
Und über Salat, Spinat, - usw. ja auch.

Zuerst eine Bemerkung zum Grünzeug.
Ich habe des öfteren Korallenriffe auf den Malediven und am Roten Meer besucht.
Trotz der unglaublichen Vielfalt der damals (bis 1998) noch halbwegs funktionierenden Korallenriffe ist mir doch etwas nie über den Weg gelaufen - ein Salatkopf oder Spinat oder Löwenzahn oder .....

Vor ca. 2 Jahren KONNTE ich ganz einfach nicht anders - ein Import von Palettendoktor bei meinem Zoohändler war ganz einfach ZU SCHÖN.
Und seither schwimmen drei davon bei mir herum. Sie sind mit ca. 10cm Körperlänge auch nicht sehr klein gewesen und die Kaufentscheidung wurde auch wider "besseren Wissens" von mir getroffen.
Aber alles, was ich jemals über diese Tiere gelesen - und ja auch erwartet - habe wurde ad absurdum geführt.
KEINE stressbedingte Krankheit (bei einem Aquarienumbau haben sie sogar notgedrungen zwei Tage mal in einem Eimer gelebt), die Farbe der Tiere ist nach wie vor unglaublich intensiv und es sind keinerlei Anzeichen von "Löchern" im Kopfbereich zu sehen (dazu ist der Zeitraum eventuell auch zu kurz).

Sie leben mit einigen anderen "Pflanzenfressern" und Weichkorallen zusammen in einem Aquarium und sind sicher die schönsten und dabei problemlosesten Fische, die ich je gepflegt habe.
Das alles ist vielleicht Glück, vielleicht hat das aber auch mit der Ernährung zu tun.

Algen sind ganz einfach mit "Landgemüse“ nicht zu vergleichen und wahrscheinlich damit auch nicht zu ersetzten.
In diesem Zusammenhang möchte ich nur auf den hohen Jodgehalt verweisen, zu einer anderen Sache etwas später im Text.
Aufgrund dieser Tatsache verfüttere ich seit Jahren hauptsächlich Wakame (täglich) und gelegentlich Nori sowie 2x wöchentlich Artemia
o.ä.

Zu Wakame, das anscheinend unbekannte Futtermittel:
Wakame kennt eigentlich jeder der schon mal japanisch essen war, das ist schlichtweg getrockneter Seetang.
Der wird einfach einige Stunden (über Nacht) in handwarmes ! FRISCH ! - Wasser gelegt und ist dann recht weich und optisch frischem Seetang zum verwechseln ähnlich.

Das Zeug ist unglaublich praktisch und wird von Doktorfischen und Kollegen (Diademseeigel!) sehr gerne genommen; eigentlich benehmen sich die Burschen ja wie süchtig.

Jodhaltig!
Er löst sich nicht auf wie Nori (sind ja richtige Blätter) und kann den ganzen Tag über angeknabbert werden, ist getrocknet sehr haltbar und somit ohne Probleme immer vorhanden bzw. einfach und lange aufzubewahren.
Zu kaufen (wie auch Nori) in japanischen Spezialitätengeschäften und 100g um ca. 4,- € sind sicher mit 15 - 20 Salatköpfen vergleichbar.

Achtgeben, dass diese Produkte NUR getrocknet wurden - die gibt es nämlich auch vorgewürzt bzw. geröstet.
Die Warnung bezüglich des hohen Jodgehaltes auf der Packung (zumindest ist diese in Österreich drauf), ist ja bei jeder Alge angebracht und im gegenständlichem Zusammenhang eher positiv zu bewerten ,da diese Art der Jodversorgung den natürlichen Bedürfnissen entsprechen sollte.

Dem Lebensraum entspricht dieses Futter jedenfalls wesentlich eher als Banane und Karotte.

Eine Überlegung zu Diskussion:
Algengewebe enthält SEHR VIEL „Frisch“ - Wasser, Algen sind ja keineswegs salzig.
Dass Meeresfische nicht direkt trinken können, sondern den Flüssigkeitsbedarf über Haut und Futter decken, ist bekannt.

Für sehr viele Tiere – die sind in jeder Tiergruppe zu finden - stellt das Futter ja die einzige Wasserversorgung dar.
Ein gutes Beispiel – gleiches Milieu - ist hier der Delphin, der Wasser ausschließlich über seine Nahrung aufnimmt.
Es ist nicht einzusehen, dass diese Quelle vom biologischem Mechanismus „Fisch“ ignoriert wird bzw. für ihn zweitrangig ist.

Etwas ganz provokantes: Können unsere Fische verdursten bzw. an Wassermangel leiden?
Ich denke da vor allem an überwiegende Ernährung mit Trockenfutter, wozu ich jetzt auch Nori zählen möchte, aber auch an den wesentlich geringeren Wassergehalt von Salat und ähnlicher Pflanzen.
Und wenn sich manche darüber freuen, was ihre Fische nicht alles gerne fressen - Bananen und so, dann sollten sie doch mal in einem Korallenriff mit einem Brötchen schnorcheln.
Die absolute LIEBLINGSPEISE von Korallenfischen (vom Doktorfisch bis zum Riesendrücker) ist nämlich das Weißbrot vom Frühstück!

Ach ja:
Wakame in Reisessig, etwas Zucker und Salz sowie heller Sojasauce mariniert, plus einige Stück Krebsfleisch oder gekochter Krake sowie dünn geschnittene Salatgurke dazu ist ganz prima - natürlich für Frauchen und/oder Herrchen!
Nur werden dann 100g nicht ganz so lange reichen :-)

Die Braunalge Wakame (Undaria pinnatifida) ist nach Nori die wichtigste japanische Speisealge und gilt als Delikatesse.
Sie wurde erfolgreich in der Bretagne eingeführt und wird seitdem auch dort kultiviert.
Eine ähnliche Art ist Alaria esculenta, die auch in Europa bekannt war und gegessen wurde.
Beide Arten gedeihen im strömungsreichen Wasser unterhalb der Gezeitengrenze.

Synonyme:
Alaria amplexicaulis Martens, 1866
Alaria pinnatifida Harvey, 1860
Ulopteryx pinnatifida (Harvey) Kjellman, 1885
Undaria pinnatifida f. distans (Miyabe & Okamura) Yendo
Undaria pinnatifida f. narutensis Yendo
Undaria pinnatifida f. subflabellata Suringar
Undaria pinnatifida f. typica Yendo
Undaria pinnatifida var. distans Miyabe & Okamura
Undaria pinnatifida var. elongata Suringar, 1872
Undaria pinnatifida var. vulgaris Suringar, 1872

Weiterführende Links

  1. Algae Base (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  2. Delivering Alien Invasive Species In Europe (DAISIE) (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  3. Global invasive species database (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  4. Homepage Anne Frijsinger & Mat Vestjens (en). Abgerufen am 19.08.2020.
  5. World Register of Marine Species (WoRMS) (en). Abgerufen am 19.08.2020.

Bilder

Allgemein

© Anne Frijsinger & Mat Vestjens, Holland, Bild aus den Niederlanden
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