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Anthocauli Anthocaulibildung

Anthocauli wird umgangssprachlich oft als Anthocaulibildung bezeichnet. Die Haltung gilt als mittelschwer. Giftigkeit: Nicht giftig.



Steckbrief

lexID:
5915 
Wissenschaftlich:
Anthocauli 
Umgangssprachlich:
Anthocaulibildung 
Englisch:
Anthocauli 
Kategorie:
Vermehrung von Korallen 
Vorkommen:
Zuchttier 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
einfach 
Giftigkeit:
Nicht giftig 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2013-08-21 21:16:30 

Haltungsinformationen

triball2002 hatte folgende Frage gestellt und ein Bild einer Fungia hochgeladen:

Meine Fungia (sah zu Lebzeiten mal aus wie http://bit.ly/1eUNqqr) ist leider von 3 Monaten eingegangen. Jetzt sind seit einigen Wochen mehrere Polypen zu sehen. Was ist das?

Die Acanthocaulibildung ist eine besondere Vermehrungsstrategie von Fungia und Cycloseris Steinkorallen.

Man sollte, auch wenn es nicht sehr schön im Aquarium aussehen mag, tote Korallen von Fungia und Cycloseris Korallen nicht gleich aus dem Aquarium nehmen, da sich häufig neue Korallenpolypen aus dem toten Korallengewebe bilden.


Pilzkorallen der Familie Fungiidae gibt es in verschiedenen Farben, die wohl auffälligsten dürften orange - oder mehrfarbige Tiere sein. Je nach Spurenelemente und Wasserwerte lässt sich die Farbentwicklung der Tieres teilweise sicherlich beeinflussen aber die Grundfarbe wird immer bleiben.

Vermehrung durch Anthocaulibildung

Andreas Zöllner und Michael Mrutzek berichteten bereits in Publikationen vor vielen Jahren über die Vermehrung dieser Pilzkorallen. Diese Art der Vermehrung nennt man Anthocauli . Was bedeutet der Begriff Anthocauli ? Im griechischen übersetzt steht das Anthos für Blume oder Blüte und das kaulos für Stengel oder Stil. Zusammgesetzt bedeutet das Blumen/Blüten - Stil/Stengel. Also grob übersetzt Blumenstengel. Bei Anthocauli handelt es sich um stielartige Gebilde die aus dem Muttertier herauswachsen. Oft geht der Bildung dieser stielartigen Gebilde eine Schädigung voraus was das Muttertier zum absterben bringt. An diesen Gebilden, man könnte es auch als kleine Stile bezeichnen, bilden sich neue kleine Fungiakorallen die mit zunehmenden Wachstum vom Stil abbrechen und alleine weiterwachsen. Es dauert zwar seine Zeit, aber je grösser sie wird, desto schneller wachsen sie auch, bzw. nehmen wir das so wahr. Nachdem ein Tier abgebrochen ist, wächst am zurückgebliebenen Stil meist ein weitere kleine Pilzkoralle heran.


Diese Anthocaulibildung kann man nicht nur bei Fungia und Heliofungia beobachten, mit Herpolitha und Polyphyllia sind noch zwei Arten im Handel wo man diese Art der Vermehrung beobachten kann. Anzumerken ist das diese Beobachtungen aber weit seltener sind, was vermutlich auch mit der weit grösseren Verbreitung der Pilzkorallen zu tun hat. Nicht jeder teilt einfach so seine Tiere um herauszufinden ob sich Tiere vermehren, wie zum Beispiel damals Michael Mrutzek bei seinem Versuch an einer Pilzkoralle.

Das Wissen über die Anthocaulibildung ist auch wichtig für viele Aquarianer die Fungias und Co. im Aquarium halten. Denn viele wissen dies leider nicht und entsorgen ihre Tiere dann nachdem sie scheinbar kaputtgegangen sind. Dabei entwickeln sich aber die kleinen Ableger erst nach Wochen, teils auch erst nach mehreren Monaten.

Michael Mrutzek berichtete damals sowohl von einer Teilung einer Fungia mittels eine Säge und auch von einer künstlichen Manipulation der kleinen Pilzkorallen um sie zur Vermehrung mittels einer "Legebatterie" zu bekommen.

[Literaturhinweis: www.meeresaquaristik.de - Artikel- Pilzkoralle]





Weiterführende Links

  1. Korallenriff.de (de)

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