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Conger conger Meeraal, Seeaal

Conger conger wird umgangssprachlich oft als Meeraal, Seeaal bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Es wird ein Aquarium von mindestens 50000 Liter empfohlen. Giftigkeit: Giftig.



Steckbrief

lexID:
4447 
AphiaID:
126285 
Wissenschaftlich:
Conger conger 
Umgangssprachlich:
Meeraal, Seeaal 
Englisch:
European Conger 
Kategorie:
Aalartige 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Congridae (Familie) > Conger (Gattung) > conger (Art) 
Erstbestimmung:
(Linnaeus, ), 1758 
Vorkommen:
Ägypten, Algerien, Azoren, Britische Inseln, Europäische Gewässer, Island, Isle of Man, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Madeira, Marokko, Mittelmeer, Ost-Atlantik, Portugal, Senegal, Sierra Leone, Skandinavien, Spanien, Straße von Gibralta, Tunesien, West Sahara 
Meerestiefe:
0 - 1171 Meter 
Größe:
100 cm - 300 cm 
Temperatur:
8°C - 18°C 
Futter:
Große Fische, Krustentiere, Räuberische Lebensweise, Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda 
Aquarium:
~ 50000 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Conger cinereus
  • Conger erebennus
  • Conger esculentus
  • Conger japonicus
  • Conger macrocephalus
  • Conger marginatus
  • Conger myriaster
  • Conger oceanicus
  • Conger oligoporus
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-09-23 22:44:32 

Gift


Conger conger ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Conger conger halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

(Linnaeus, 1758)

Der Conger erreicht eine maximale Länge von 3oo cm und kann dabei ein Gewicht von bis zu 110 Kilogramm erreichen, aus diesen Gründen natürlich kein Tier für das Heimaquarium.

Er kommt im östlichen Atlantik von Westafrika bis in die Biskaya und im Mittelmeer vor.
Vereinzelt ist die Art auch in der Nordsee bis zu den Färöern-Inseln und sogar Südnorwegen zu finden.

Zu seinen Futterfischen zählen der Pollack (Pollachius pollachius), der Kabeljau (Gadus morhua) und der Köhler (Pollachius virens), Fische, die selber eine Größe von bis zu 150 cm erreichen können.

Er ist ein besonderer Sportfisch, der oft in der Umgebung von Schiffwracks und Höhlen gefangen wird und dem Angler einen sehr heftigen Kampf liefert.

Der Meeraal zeichnet sich durch Giftstoffe im Blut als passiv giftiges Tier, ist aber gebraten oder frittiert ein geschätzter Speisefisch.

Das Bild steuerte Robert A. Patzner für das Meerwasser-Lexion bei.

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei (bestimmte Einzeller (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und gut verträgliche Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Anguilla conger (Linnaeus, 1758)
Anguilla obtusa Swainson, 1839
Conger communis Costa, 1844
Conger niger (Risso, 1810)
Conger rubescens Ranzani, 1840
Conger verus Risso, 1827
Conger vulgaris Yarrell, 1832
Leptocephalus candidissimus Costa, 1832
Leptocephalus conger (Linnaeus, 1758)
Leptocephalus gussoni Cocco, 1829
Leptocephalus inaequalis Facciolà, 1883
Leptocephalus lineatus Bonnaterre, 1788
Leptocephalus morrisii Gmelin, 1789
Leptocephalus pellucidus (Couch, 1832)
Leptocephalus spallanzani Risso, 1810
Leptocephalus stenops Kaup, 1856
Leptocephalus vitreus Kölliker, 1853
Muraena conger Linnaeus, 1758
Muraena nigra Risso, 1810
Ophidium pellucidum Couch, 1832
Ophisoma obtusa (Swainson, 1839)

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Anguilliformes (Order) > Congridae (Family) > Congrinae (Subfamily) > Conger (Genus)

Weiterführende Links

  1. Fishbase (multi)

Bilder

Allgemein

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