Haltungsinformationen
Der Artname "madagascarensis" bezieht sich auf die Typuslokalität zur Beschreibung von Stylophora madagascarensis.
Merkmale Stylophora madagascarensis: Die Kolonien besitzen dünne (bis zu 5 mm Durchmesser), gerade und kompakte Äste. Die Koralliten stehen dicht gedrängt und gleichmäßig an den Astseiten und -enden. An den Astenden bilden sich leichte Hauben. Sie besitzen kleine, griffelartige Säulen und sechs primäre Septen, die mit den Säulen verwachsen sind. Das Coenosteum ist mit feinen Stacheln bedeckt. Die Tentakel sind tagsüber nicht ausgefahren.
Farbe: Einheitlich hellbraun, manchmal mit rosafarbenen Astbasen.
Ähnliche Arten: Stylophora subseriata, die weniger dicht gedrängte Äste und weniger dicht gedrängte Koralliten aufweist. Siehe auch Stylophora pistillata, die dickere und weniger kompakte Äste besitzt.
Lebensraum: Flache Riffgebiete mit leichter Wellenbewegung und geschützte Lagunen.
Korallen der Gattung Stylophora:
Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus. Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten. Aber neben Montipora und Acropora ist natürlich auch Pocillopora sowie Stylophora für die Aquaristik interessant.
Eine Identifizierung der unterschiedlichen Stylophora ist nicht in jedem Fall leicht, wenn man sich mal die Bilder auf AIMS anschaut.
Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung in der Regel weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten über Abschäumung und Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit besserer Beleuchtung und besserer Calciumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf. Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.
Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur, und ihr Erscheinungsbild durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ändern.Man muss allerdings festhalten, dass die Korallen der Gattung Stylophora so ein wenig in der Mitte liegen. Sie sind zum Teil einfacher als viele Montipora und Acropora-Arten, wobei man ihnen allerdings die gleichen Bedingungen geben sollte.
Zu den wichtigen Parametern gehören:
Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen benötigen eine sehr hohe Lichtstärke.
Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.
Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung Stylophora vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad.
Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.
Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte.
Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeignet.
Wasserparameter:
Spurenelemente, (Kalzium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.
Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an.Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist, wie frisches Wasser. Steinkorallen mögen es nicht in einer gelben Brühe zu stehen.
Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.
Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.
Alle genannten Steinkorallen lassen sich durch Fragmentation vermehren. Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier – und Umweltschutzes den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten. Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen in der Natur. Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat. So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.


AndiV