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Gyrosmilia interrupta Großpolypige Steinkoralle

Gyrosmilia interrupta wird umgangssprachlich oft als Großpolypige Steinkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Es wird ein Aquarium von mindestens 200 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Dr. John Edward Norwood "Charlie" Veron, Australien

Gyrosmilia interrupta. Tanzania. This species usually occurs as small colonies on reef slopes and in crevices. Photograph: Charlie Veron.


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Dr. John Edward Norwood "Charlie" Veron, Australien . Please visit www.coralsoftheworld.org for more information.

Eingestellt von robertbaur.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
2783 
AphiaID:
207496 
Wissenschaftlich:
Gyrosmilia interrupta 
Umgangssprachlich:
Großpolypige Steinkoralle 
Englisch:
Stony Coral 
Kategorie:
Steinkorallen LPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Euphylliidae (Familie) > Gyrosmilia (Gattung) > interrupta (Art) 
Erstbestimmung:
(Ehrenberg, ), 1834 
Vorkommen:
Aldabra-Gruppe, Eritrea, Indischer Ozean, Kenia, La Réunion, Madagaskar, Mauritanien, Mosambik, Rotes Meer, Saudi-Arabien, Süd-Afrika, Tansania, Westlicher Indischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 30 Meter 
Habitate:
Geschützte Riffe, Korallenriffe, Meerwasser, Riffverbunden 
Größe:
bis zu 50cm 
Temperatur:
23°C - 28°C 
Futter:
Phytoplankton (Pflanzliches Plankton), Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 200 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nachzucht ist möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-03-10 20:01:27 

Nachzuchten

Die Nachzuchten von Gyrosmilia interrupta sind möglich. Leider ist die Anzahl an Nachzuchten noch nicht groß genug, um die Nachfrage des Handels zu decken. Wenn Sie sich für Gyrosmilia interrupta interessieren, fragen Sie dennoch Ihren Händler nach Nachzuchten. Sollten Sie Gyrosmilia interrupta bereits besitzen, versuchen Sie sich doch selbst einmal an der Aufzucht. Sie helfen so die Verfügbarkeit von Nachzuchten im Handel zu verbessen und natürliche Bestände zu schonen.

Haltungsinformationen

Gyrosmilia interrupta (Hemprich & Ehrenberg, 1834)

Merkmale Gyrosmilia interrupta: Die Kolonien sind submassiv oder laminar mit freien Rändern. Sie erreichen üblicherweise einen Durchmesser von bis zu 0,5 Metern. Die Täler sind etwa 8 Millimeter breit und neigen dazu, sich zum Kolonierand hin auszubreiten und zu gabeln. Die Septen sind gleichmäßig verteilt und ragen hervor. Sie bilden einen dünnen Grat entlang der Wände und fallen in den Talzentren steil ab. Es sind keine Säulen vorhanden. Die Tentakel werden nur nachts ausgefahren.

Farbe: Unverwechselbares, einheitliches Grünlich-Graubraun.

Ähnliche Arten: Meandrina meandrites. Siehe auch Oulophyllia crispa, die Täler ähnlicher Breite aufweist.

Lebensraum: Flache Riffgebiete, geschützt vor starker Brandung.

Taxonomischer Hinweis: Gyrosmilia interrupta ist die einzige Art der Gattung Gyrosmilia.

WoRMS gibt als Beschreibung von Gyrosmilia interrupta folgendes an (übersetzt aus dem Englischen): Die Kolonien erreichen einen Durchmesser von bis zu 30 cm. Sie wachsen krustenförmig und werden selten höher als 3 cm. Die Täler sind etwa 8 mm breit oder schmaler, und die Septen benachbarter Täler treffen oft am oberen Rand der dünnen Wand aufeinander, wo ihre Kontaktlinie durch einen dünnen Grat markiert ist. Die Septen sind leicht seitlich gekrümmt und haben einen Radius von 2–3 mm über der Wandoberkante. Sie fallen steil ab, und es ist keine Columella vorhanden. Die Art ist in mittleren bis tiefen Tiefen an allen Riffhängen häufig anzutreffen. Sie bevorzugt Nischen und kleine Löcher im Riff, wodurch sie trotz ihrer relativen Häufigkeit eher unauffällig ist. Sie kommt gleichermaßen häufig an mäßig trüben wie auch an klaren Riffhängen vor. Lebende Korallen sind stets braun gefärbt. Die Tentakel sind tagsüber eingezogen.

Die Kolonien sind kreisförmig und leicht gewölbt und weisen gewundene, strahlenförmig verlaufende Täler auf. Das leichte Skelett weist die für Plerogyra und Physogyra typischen vergrößerten Septen auf, jedoch fehlen deren charakteristische Bläschen. Farbe: meist schokoladenbraun, gelegentlich mit grünlichem Schimmer. Lebensraum: vielfältig.

Gemäß WoRMS ist Gyrosmilia interrupta Wirt des Ektoparasiten:
Xarifia apertipes Humes & Dojiri, 1983 Ecological interactions: ectoparasitic

Gyrosmilia interrupta taucht mit Sicherheit auch im Handel auf, wird aber leicht verwechselt mit den Korallen Ctenella chagius und Meandrina meandrites. Sie ist die einzige Art der Gattung. Sie ist in der Einschätzung zur Haltung zu sehen wie viele Hirnkorallen der Gattung Favia und Favites oder auch Goniastrea. Sie wird allerdings bis zu einem halben Meter groß, was man in kleineren Becken mit berücksichtigen sollte.

Haltung:Durchaus Boden- bis Mittellichtzone bei mässigen bis zeitweise turbulenten Strömungen, die nicht direkt auf das Tier gerichtet sein sollten.

Sie leben über die eingelagerten Zooxanthellen sind aber auch in der Lage kleinstes planktonisches Futter zu fangen und zu verwerten. Oft führt das natürlich zu besserem Wachstum und damit besserem Stand der Koralle im Aquarium.Empfindlich reagieren sie auf Bohr- und Fadenalgen, die ihr Wachstum stören können.

Synonym:
Manicina interrupta Hemprich & Ehrenberg, 1834 · unaccepted > superseded combination (basionym)

Weiterführende Links

  1. Corals of the World (en). Abgerufen am 07.08.2020.

Bilder

Allgemein


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