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Bacillariophyta Kieselalgen

Bacillariophyta wird umgangssprachlich oft als Kieselalgen bezeichnet. Haltung im Aquarium: Mittel. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen.



Steckbrief

lexID:
2321 
Wissenschaftlich:
Bacillariophyta 
Umgangssprachlich:
Kieselalgen 
Englisch:
diatoms 
Kategorie:
Mikroalgen 
Stammbaum:
Chromista (Reich) > Bacillariophyta (Stamm) > (Klasse) > (Ordnung) > (Familie) > Bacillariophyta (Gattung) > (Art) 
Erstbestimmung:
Haeckel, 1878 
Futter:
Zooxanthellen / Licht 
Aquarium:
~ 50 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Mittel 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2007-07-17 15:51:29 

Haltungsinformationen

Ein Thema, das man nicht so schnell abhandeln kann.
Kieselalgen im Meerwasseraquarium entstehen durch den Silicatanteil im Wasser.
Gerade Aquarianer, die ohne Osmoseanlage arbeiten, haben meist einen recht hohen Wert.

Ja selbst diejenigen, die Osmosewasser nehmen, sind nicht so ganz davor geschützt, kein Silicat einzubringen.

Manuela und Robert haben zum Beispiel im Leitungswasser einen Silicatgehalt von 11 mg/L (hat sich in 5 Jahren verdoppelt).
Mit Osmosewasser liegt der Silicatgehalt noch immer bei 1,0 mg.
Ein Ergebniss, das durchaus reicht, um immer mal wieder braune Beläge auf dem Boden zu bekommen.

Nun kann man dagegen halten, dass im Meerwasser selbst Werte bis zu 3 mg/L Wasser nachgewiesen werden.
Das stimmt sicherlich.
Allerdings ist die Biologie im Meer halt immer noch etwas anderes, als bei uns in den kleinen bis kleinsten Minitümpeln :-)

Mitnichten ist es auch so, dass wir alle Tiere pflegen, die Silicat brauchen.
Denken wir nur mal an die vielen Schnecken, oder einfach nur an Doktoren aus der Ctenochaetus- Gruppe.
Diese nehmen Kieselalgen bewusst und gerne mit auf.

Dennoch sind wir heute der Meinung, dass wir kein Silicat ins Wasser einbringen sollten.
Vor allem dann nicht, wenn man nach Wasserwechseln oder andern Wasserzugaben (Verdunstungswasser) braune Beläge beobachtet.

In vielen Salzmischungen ist auch heute noch genug Silicat enthalten, welches für das Überleben der Tiere, die von Kieselalgen abhängig sind, durchaus reicht.

Wenn man nun immer wieder Probleme mit braunen Belägen hat, sollte man zuerst einmal sicherstellen, wie hoch der Wert ist.

Ausnahme ist hier sicherlich die sog. Einfahrphase.
In dieser Zeit ist ein Auftreten von brauen Belägen ganz normal und gehört auch dazu.
Frische Glasaquarien begünstigen anfänglich das Wachstum.
Diese Kieselalgen verschwinden aber in der Regel in den ersten Wochen wieder.

Oftmals werden aber andere Algenprobleme gerne den Kieselalgen zugeschoben.
Meist sind sie aber nicht daran schuld. Wesentlich öfter haben Aquarianer Probleme mit Cyanobakterien und Dinoflagellaten.
Als Problemlöser kann hier das Produkt Silicarbon genannt werden, sowie das Ausgangswasser (Leitungswasser oder Osmosewasser) durch einen Silicatfilter auf 0 Silicat zu bringen.
Sie werden sehen, die braunen Beläge lassen schnell nach.

Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

Benjamin am 18.07.07#1
Erst mal Kompliment die Einführung ist Hervorragend geworden , da weiß ich fast nichts mehr zu sagen ( Was bei mir zugegebener Weise selten vorkommt ) . Eines aber vielleicht doch : " Zu den Silicatabsorberharzen möchte ich anführen , daß es ähnlich wie bei anderen Nachfiltern evtl. zu Kanalbildungen kommen kann , was dann das Harz schneller erschöpft scheinen läßt . Ich werde jedenfalls mal einen Versuch in einen Wirbelbettfilter machen , ob es dann länger hält , ehe es erschöpft ist . Das System betreibe ich schon länger , mit Phosphatabsorber , erfolgreich , in einem umgebauten Ratz - Kalkrührer . "
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