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Wunderpus photogenicus Wunderpus

Wunderpus photogenicus wird umgangssprachlich oft als Wunderpus bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Es wird ein Aquarium von mindestens 2500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Giftig.



Steckbrief

lexID:
1911 
Wissenschaftlich:
Wunderpus photogenicus 
Umgangssprachlich:
Wunderpus 
Englisch:
Wunderpus octopus 
Kategorie:
Tintenfische 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Cephalopoda (Klasse) > Octopoda (Ordnung) > Octopodidae (Familie) > Wunderpus (Gattung) > photogenicus (Art) 
Erstbestimmung:
Hochberg, Norman & Finn, 2006 
Vorkommen:
Brunei Darussalam, Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, Philippinen, Salomon-Inseln, Timor-Leste, Vanuatu, Vietnam 
Meerestiefe:
0 - 20 Meter 
Größe:
15 cm - 45 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Garnelen, Kleine Fische, Lebendfutter, Nahrungsspezialist 
Aquarium:
~ 2500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Giftig 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-04-05 20:21:49 

Gift


Wunderpus photogenicus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Wunderpus photogenicus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Hochberg, Norman & Finn, 2006

Der Wunderpus wurde bisher in flachen Gewässern vor Bali, Nordsulawesi, den Philippinen und im Osten Vanuatus gefunden. Er wurde im Jahr 2006 wissenschaftlich beschrieben

Diese Fotos stammen von Peter Staudacher (www.riff-aqua-zoo.de). Er hält einen Wunderpus, der nur sehr sehr selten in den Handel kommt.

Von Hannes Kirchhauser (Vivarium Karlsruhe) gibt es dazu eine Abhandlung in DER MEERWASSERAQUARIANER (Ausgabe 3/2005). Diese möchten wir jedem, der sich für die Octopuss-Art interessiert, ans Herz legen.

Interessanterweise trägt der Wunderpus sein Streifenmuster dauerhaft und "spielt" lediglich mit dem Farbkontrast.
Andere Krakenarten können sich bekanntlich sehr gut tarnen – diese hier wohl nicht.

Bis heute ist nicht bekannt, ob der Wunderpus giftig sein könnte – was auf Grund seiner auffälligen Erscheinung fast zu vermuten wäre.

Hannes Kirchhauser wollte das jedoch nicht austesten :-) (Was wir sehr gut verstehen können...)

Die Ernährung des Wunderpus ist einfach.
Er nimmt Garnelen und sonstige Krebstiere, aber auch kleine Fische. Hierbei spannt er sich auf wie ein Netz und lässt sich über das Beutetier sinken. Wir hoffen, dass wir von Peter Staudacher oder Hannes Kirchhauser noch Genaueres hierzu hören...

Ein seltenes und interessantes Tier, das zweifelsohne von Anfängern nicht gehalten werden sollte!

Einen tollen Bericht über die Fortpflanzung dieses Tieres finden Sie im Koralleheft 77 vom Oktober 2012, Seite 52 - 60.

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Mollusca (Phylum) > Cephalopoda (Class) > Coleoidea (Subclass) > Octopodiformes (Superorder) > Octopoda (Order) > Incirrata (Suborder) > Octopodoidea (Superfamily) > Octopodidae (Family) > Wunderpus (Genus)

Weiterführende Links


Bilder

Larve

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Allgemein

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Erfahrungsaustausch

Chrysokoll am 16.12.09#3
Bezüglich den Unterscheidungsmerkmalen zwischen Thaumoctopus mimicus (Norman und Hochberg, 2005) und Wunderpus photogenicus (Hochberg, Norman und Finn, 2006) habe ich mal ein Link beigefügt:

calphotos.berkeley.edu

Regina S. am 15.06.07#2
Ich habe den Wunderpus das erste mal im Vivarium
Karlsruhe gesehen. Durch Zufall haben wir nun einen durch unseren Aquaristik-Händler bekommen. Wir füttern ihm hauptsächlich lebende Garnelen, Seelachs, Muscheln...er scheint nicht wirklich wählerisch zu sein. Scheu ist er auf keinen Fall. Zur eventuellen Giftigkeit des Tieres, würde es mich nicht wundern, wenn er absolut ungiftig wäre. Viele Tiere, die komplett wehrlos sind ahmen andere nach, die sehr giftig sind, um mögliche Fressfeinde zu irritieren oder zu täuschen. z.b. die ungiftige Königsnatter imitiert die Korallenotter. Im Tintenfischführer von Mark Norman ist auch die Mimikrykrake aufgeführt, die eine Seeschlange imitiert. Der Wunderpus kann sich tarnen wie ein Rotfeuerfisch. Also alle ziemlich giftige Gesellen. Bei der Königsnatter weiß man von ihrer Ungiftigkeit. Also wieso sollten es der Wunderpus und Kumpane nicht genauso machen? Wenns funktioniert?!
riff-aqua-zoo am 18.04.06#1
Das wichtigste bei dem Wunderpus ist, das im Becken genug Sauerstoff vorhanden ist. Auf den letzten Bild kann man erkennen, daß ich in sein Becken einen Lindenholzausströmer an einen Stein befestigt habe, der Tag und Nacht die Sauerstoffversorgung gewährleistet. Schöner Nebeneffekt ist, daß er damit sehr gut spielen kann. Er läßt sich von den Blasen"massieren wie in einem Wirlpool". 1 - 2 mal die Woche bekommt er eine Garnele, die er bis zu einer Stunde beobachtet und verfolgt. Er ist sehr Neugierig und manchmal habe ich das Gefühl, er studiert mich genau so wie ich ihn. Zur giftigkeit kann ich nur sagen, daß es für mich positiv ausging:
Nach dem der Wunderpus gefressen hat nehme ich die Schalen der Garnele mit blosser Hand heraus. Einmal merkte ich, daß mich irgendetwas am Arm berührt hat und ziehe blitzartig meine Hand heraus, doch leider umklammerte der Wunderpus diesen. Nachdem ich das bemerkt hatte, steckte ich den Arm mit dem Tier daran wieder ins Wasser und löste ihn mit einem Holzstäbchen vorsichtig ab. Der Wunderpus hatte keinen schaden, ich aber hatte einen riesen Schreck.
Daher gehe ich davon aus, daß dieses wunderschöne und interssante Tier nicht giftig, oder in keinster Weise angriffslustig ist, sonst wäre ich nicht bloß mit einem Schreck davon gekommen.
Peter Staudacher
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