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Chthamalus malayensis Malaysische Seepocke

Chthamalus malayensis wird umgangssprachlich oft als Malaysische Seepocke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Rajas Shrikoli, Indien

Chthamalus malayensis,Harnai Beach 2026 (CC BY)


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Rajas Shrikoli, Indien Rajas Shrikoli (CC BY). Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18561 
AphiaID:
535124 
Wissenschaftlich:
Chthamalus malayensis 
Umgangssprachlich:
Malaysische Seepocke 
Englisch:
Malaysian Barnacle 
Kategorie:
Seepocken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Thecostraca (Klasse) > Balanomorpha (Ordnung) > Chthamalidae (Familie) > Chthamalus (Gattung) > malayensis (Art) 
Erstbestimmung:
Pilsbry, 1916 
Vorkommen:
Andamanen und Nikobaren, Australien, China, Indien, Indischer Ozean, Indonesien, Madagaskar, Malaysia, Ost-Afrika, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Vietnam 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Felsküsten, Gezeitenzone, Küstengewässer, Meerwasser 
Größe:
0,3 cm - 1,0 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Filtrierer, Plankton (pflanzliche und tierische Mikroorganismen), Suspensionsfresser (Schwebstofffresser) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
  • Chthamalus angustitergum
  • Chthamalus angustiterum
  • Chthamalus bisinuatus
  • Chthamalus dalli
  • Chthamalus fissus
  • Chthamalus fragilis
  • Chthamalus montagui
  • Chthamalus proteus
  • Chthamalus stellatus
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-08-21 19:46:51 

Haltungsinformationen

Chthamalus malayensis Pilsbry, 1916

Seepocken (Balanidae) sind Rankenfüßer, die zur Gruppe der Krebse gehören. Es handelt sich um sessile Tiere, die im adulten Zustand ihren Aufenthaltsort nicht mehr wechseln können. Äußerlich sichtbar sind lediglich ihre Kegel und die zu Rankenfüßen umgebildeten Gliedmaßen. Chthamalus ist eine häufige Gattung von Seepocken, die im oberen Gezeitenbereich der felsigen Gezeitenzone weltweit vorkomm). Chthamalus wird oft als Modellorganismus in Gezeitenstudien verwendet, da sie lokal häufig vorkommt und als Bewohner des oberen Gezeitenbereichs nahe ihrer physiologischen Grenze lebt. Daher kann sie als potenzieller Indikator für frühe Anzeichen biotischer Reaktionen auf den Klimawandel dienen.

Beschreibung Chthamalus malayensis: Stiel fehlt; Körperlänge 3–10 mm; Basis häutig. Schale länglich-oval bis schildförmig, weiß bis grau, bestehend aus gewöhnlich 4 Platten. Innenfläche der Wand glatt und weiß-grau bis blassviolett; Öffnung drachenförmig. Operculum-Platten symmetrisch; Gelenkverbindung der Opercular-Klappen tief; Unterrand kammartig gezähnt, drei große Borsten am Rand; Cirri I mit konischen Dornen; Cirri II mit mehrspitzigen Borsten und basaler Schutzstruktur.Die Außenschale von Chthamalus malayensis weist vom unteren Bereich bis zum Apex eine ausgeprägte und recht gleichmäßige Rippung auf.

Chthamalus malayensis ist eine im Gezeitenbereich weit verbreitete Seepockenart des Indo-West-Pazifiks. Chthamalus malayensis besiedelt felsige Küsten und ist extrem widerstandsfähig gegenüber Austrocknung und Hitze. Die Seepocke besiedelt daher vor allem die obere Gezeitenzone (Supralitoral/ Eulitoral), die bei Ebbe oft stundenlang trocken liegt.

Wie alle Seepocken filtert Chthamalus malayensis bei Flut Plankton und organische Schwebstoffe mit ihren fächerartigen Rankenfüßen aus dem Wasser.

Genetische Untersuchungen haben festgestellt, dass es sich bei Chthamalus malayensis um einem Artenkomplex bestehend aus vier regionalen Kladen. handelt. Die geografische Verbreitung der vier Kladen zeigt einen starken Zusammenhang mit den Meeresoberflächentemperaturen und den Strömungssystemen.
Die vier Kladen werden wie folgt unterteilt:
1. Die Indo-Malayische (IM) Klade ist in der tropischen Äquatorialregion weit verbreitet, einschließlich des Indischen Ozeans,
der Malaiischen Halbinsel und Nord-Borneos.
2. Die Südchinesische (SC) Klade (TW) kommt in tropischen bis subtropischen Regionen vor, wobei erstere entlang der Küsten Südchinas, Vietnams, Thailands und der westlichen Philippinen unter dem Einfluss des Südchinesischen Warmwasserstroms verbreitet ist.
3. Die TW-Klade ist in Taiwan endemisch.
4. Die Christmas-Island-Klade (CI) ist auf Christmas Island beschränkt.

Weiterführende Links

  1. researchgate (en). Abgerufen am 21.08.2026.
  2. tb.plazi.org (en). Abgerufen am 21.08.2026.

Bilder

Allgemein


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