Haltungsinformationen
Sicyonia lancifer (Olivier, 1811)
Felsgarnelen der Familie Sicyoniidae sind benthisch lebende Penaeiden, die lediglich die einzige Gattung *Sicyonia* mit 52 bekannten Arten umfassen. Sie sind vorwiegend in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet und kommen von Flachwasserbereichen bis in Tiefen von 1000 m vor.
Sicyonia lancifer besiedelt Weichsubstrate wie Sand- und Schlammböden. Ihr Tiefenverbreitungsgebiet reicht von flachen Gewässern (25 m) bis in eine Tiefe von 200 m, wobei sie meist in weniger als 100 m Tiefe anzutreffen ist. Sie ist vorwiegend nachtaktiv und gräbt sich tagsüber wahrscheinlich in den Sand ein. Wenn sie hervorkommt, bewegt sie sich oft auf dem Meeresboden fort, wobei ihr Hinterleib (Abdomen) stark nach oben gekrümmt ist.
Die Körperfärbung ist bräunlich mit weißen Streifen und schwarzen Punkten. Zwei markante schwarze Flecken befinden sich auf der
Dorsalseite des ersten Abdominalsegments.
Sicyonia lancifer hat im gesamten Verbreitungsgebiet keine oder nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei. Die Garnele ist Beifang in der Schleppnetzfischerei vor der Küste des nördlichen Tamil Nadu (Indien).
Der Artname"lancifer" bedeutet „Lanzenträger“ oder „eine Lanze tragend“.
Das Ökosystem des Mittelmeers ist durch die biologische Invasion gebietsfremder Arten – eingeschleppt über den Suezkanal und die Straße von Gibraltar – erheblichen Veränderungen der Fauna und Flora unterworfen. Seit der Eröffnung des künstlichen Suezkanals im Jahr 1869 findet ein stetiger Zustrom indo-pazifischer Arten (der sogenannten Lessepsschen Arten) in das Mittelmeer statt. Der Nachweis von *Sicyonia lancifer* in diesem Gebiet – das erste derartige Vorkommen im Mittelmeer – bestätigt das typische Ausbreitungsmuster sogenannter lessepsischer Arten: Diese etablieren sich zunächst im Levantischen Meer und breiten sich von dort aus schrittweise nach Westen und Norden in Richtung Ionisches und Ägäisches Meer aus.
Sicyonia lancifer ist gemäß WoRMS Wirt des Ektoparasiten Parapenaeon sicyoniae An, Markham & Li, 2015.
Synonyme:
Hippolyte cristatus De Haan, 1844 · unaccepted > junior subjective synonym
Palaemon lancifer Olivier, 1811 · unaccepted > superseded combination
Sicyonia cristata (De Haan, 1844) · unaccepted > superseded combination
Sicyonia lancifera (Olivier, 1811) · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling
Direct children (1)
Variety Sicyonia lancifer var. japonica Balss, 1914 accepted as Sicyonia japonica Balss, 1914 (unaccepted > superseded combination)
Felsgarnelen der Familie Sicyoniidae sind benthisch lebende Penaeiden, die lediglich die einzige Gattung *Sicyonia* mit 52 bekannten Arten umfassen. Sie sind vorwiegend in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet und kommen von Flachwasserbereichen bis in Tiefen von 1000 m vor.
Sicyonia lancifer besiedelt Weichsubstrate wie Sand- und Schlammböden. Ihr Tiefenverbreitungsgebiet reicht von flachen Gewässern (25 m) bis in eine Tiefe von 200 m, wobei sie meist in weniger als 100 m Tiefe anzutreffen ist. Sie ist vorwiegend nachtaktiv und gräbt sich tagsüber wahrscheinlich in den Sand ein. Wenn sie hervorkommt, bewegt sie sich oft auf dem Meeresboden fort, wobei ihr Hinterleib (Abdomen) stark nach oben gekrümmt ist.
Die Körperfärbung ist bräunlich mit weißen Streifen und schwarzen Punkten. Zwei markante schwarze Flecken befinden sich auf der
Dorsalseite des ersten Abdominalsegments.
Sicyonia lancifer hat im gesamten Verbreitungsgebiet keine oder nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei. Die Garnele ist Beifang in der Schleppnetzfischerei vor der Küste des nördlichen Tamil Nadu (Indien).
Der Artname"lancifer" bedeutet „Lanzenträger“ oder „eine Lanze tragend“.
Das Ökosystem des Mittelmeers ist durch die biologische Invasion gebietsfremder Arten – eingeschleppt über den Suezkanal und die Straße von Gibraltar – erheblichen Veränderungen der Fauna und Flora unterworfen. Seit der Eröffnung des künstlichen Suezkanals im Jahr 1869 findet ein stetiger Zustrom indo-pazifischer Arten (der sogenannten Lessepsschen Arten) in das Mittelmeer statt. Der Nachweis von *Sicyonia lancifer* in diesem Gebiet – das erste derartige Vorkommen im Mittelmeer – bestätigt das typische Ausbreitungsmuster sogenannter lessepsischer Arten: Diese etablieren sich zunächst im Levantischen Meer und breiten sich von dort aus schrittweise nach Westen und Norden in Richtung Ionisches und Ägäisches Meer aus.
Sicyonia lancifer ist gemäß WoRMS Wirt des Ektoparasiten Parapenaeon sicyoniae An, Markham & Li, 2015.
Synonyme:
Hippolyte cristatus De Haan, 1844 · unaccepted > junior subjective synonym
Palaemon lancifer Olivier, 1811 · unaccepted > superseded combination
Sicyonia cristata (De Haan, 1844) · unaccepted > superseded combination
Sicyonia lancifera (Olivier, 1811) · unaccepted > misspelling - incorrect subsequent spelling
Direct children (1)
Variety Sicyonia lancifer var. japonica Balss, 1914 accepted as Sicyonia japonica Balss, 1914 (unaccepted > superseded combination)






Scott & Jeanette Johnson, Kwajalein Unterwater