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Launsina tanyae Tanyas Fadenschnecke

Launsina tanyae wird umgangssprachlich oft als Tanyas Fadenschnecke bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Jenvit Seriburi

Launsina tanyae,Pacific Ocean, Okinawa, JP 2026


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Jenvit Seriburi Jenvit Seriburi. Please visit www.inaturalist.org for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18405 
AphiaID:
Wissenschaftlich:
Launsina tanyae 
Umgangssprachlich:
Tanyas Fadenschnecke 
Englisch:
Tanya's Nudibranch 
Kategorie:
Nacktschnecken 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Mollusca (Stamm) > Gastropoda (Klasse) > Nudibranchia (Ordnung) > Flabellinidae (Familie) > Launsina (Gattung) > tanyae (Art) 
Erstbestimmung:
Ekimova, Carmona, Mikhlina, Grishina, Stanovova, Schepetov, Hoover, De Souza-Canal, K. O. Kuznetsov & Á. Valdés, 2026 
Vorkommen:
China, Japan, Okinawa, Vietnam 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
bis zu 1,0cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Es liegen keine gesicherten Informationen vor, Hydrozoonpolypen, Karnivor (fleischfressend), Nahrungsspezialist 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-06-13 19:50:40 

Haltungsinformationen

Launsina tanyae Ekimova, Carmona, Mikhlina, Grishina, Stanovova, Schepetov, Hoover, De Souza-Canal, K. O. Kuznetsov & Á. Valdés, 2026

Die Gattung Launsina beinhaltet aktuell gemäß WoRMS nur zwei beschriebene Arten:
Launsina rubropurpurata (Gosliner & Willan, 1991)
Launsina tanyae Ekimova, Carmona, Mikhlina, Grishina, Stanovova, Schepetov, Hoover, De Souza-Canal, K. O. Kuznetsov & Á. Valdés, 2026

Eine kleine Fadenschnecke mit einer Länge von bis zu 10 mm. Der Körper ist schmal und langgestreckt, wobei sich das Hinterende verjüngt. Der Notalrand ist vollständig reduziert. Die vorderen Ecken des Fußes sind verlängert, tentakelartig und gekrümmt. Die Mundtentakel sind lang und schmal. Die Rhinophoren sind dicht lamelliert (mit 13 Lamellen), konisch geformt und etwa halb so lang wie die Mundtentakel.

Die Cerata sind in deutlichen Gruppen auf flachen Erhebungen angeordnet; sie sind kurz und spindelförmig. Die erste Gruppe umfasst bis zu 7 Cerata, die zweite Gruppe 4 und die nachfolgenden Gruppen jeweils 2. Die Mitteldarmdrüse füllt fast das gesamte Volumen der Cerata aus.

Die Grundfarbe des Körpers ist einheitlich rosa-violett, mit sehr wenigen undurchsichtig-weißen Sprenkeln, die auf den Notalrand und den hinteren Rückenbereich beschränkt sind. Die Mundtentakel sind an der Basis magentafarben und haben undurchsichtig-weiße Spitzen. Die Rhinophoren weisen einen dreifarbigen Verlauf auf: weiß an der Basis, gelb in der Mitte und orange an der Spitze. Die Cerata sind leuchtend orange mit roten Cnidosäcken.

Verbreitung
Der Typusfundort ist Nok Island vor Nha Trang, Südchinesisches Meer, Vietnam (20 m Tiefe). In der Originalbeschreibung (Ekimova et al., 2026) wurden keine weiteren Fundorte genannt, jedoch wurden Exemplare mit ähnlicher Färbung von den japanischen Ogasawara-Inseln (Bonin-Inseln) gemeldet. Exemplare, die zuvor aus Japan unter den Namen „Flabellina rubropurpurata“ oder „Samla rubropurpurata“ gemeldet wurden, sind dieser Art zuzuordnen.

Etymologie
Das Art-Epitheton *tanyae* ehrt Tatiana (Tanya) Antokhina, eine russische Meeresbiologin und Taucherin, die das Typusmaterial gesammelt hat und maßgeblich zur Sammlung und ökologischen Erforschung von Nacktkiemern in tropischen und borealen Meeren beigetragen hat.

Anmerkungen
Der Gattungsname *Launsina* leitet sich von Laun-Sina ab, der philippinischen Göttin des östlichen Himmels, der Sterne und der Meere; ihr wird zugeschrieben, während der Trockenzeit Sonnenlicht und kühle Winde zu bringen sowie vor schweren Taifunen zu schützen. Diese Art wurde lange Zeit mit Launsina rubropurpurata verwechselt (Typuslokalität: Madang, Papua-Neuguinea; Exemplare aus Neukaledonien wurden von Ekimova et al. [2026] als der Originalbeschreibung entsprechend bestätigt). Äußerlich unterscheidet sie sich durch eine hellere, rosa-purpurne Grundfärbung, spärliche, undurchsichtig-weiße Sprenkel, die auf den Rand des Notums und den hinteren Rückenbereich beschränkt sind (im Gegensatz zu dichten Sprenkeln, die bei Launsina rubropurpurata den gesamten Rücken bedecken), sowie durch dreifarbige Rhinophoren (weiß-gelb-orange bei Launsina tanyae, gegenüber zweifarbig weiß-orange bei Launsina rubropurpurata).

Mitglieder der Gattung ernähren sich als Nahrungsspezialisten von bestimmten Hydrozoonpolypen. Die genaue Nahrung von Launsina tanyae ist nicht bekannt.

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