Haltungsinformationen
Bursatella ocelligera (Bergh, 1902)
Seehasen (Gastropoda, Heterobranchia, Aplysiida) sind Weichtiere, die in gemäßigten, subtropischen oder tropischen Meeren leben. Keine Art lebt in Polarmeeren. Die meisten der etwa 80 bekannten Arten sind mittelgroß bis groß und ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Viele Seehasenarten besitzen gut entwickelte seitliche Körperfortsätze (sogenannte Parapoden), die es einigen Arten ermöglichen, sie als Flossen zum Schwimmen zu verwenden.
Die Gattung Bursatella enthält nur 4 beschriebene Arten:
Bursatella africana (Engel, 1926)
Bursatella hirsuta Nimbs & N. G. Wilson, 2020
Bursatella leachii Blainville, 1817
Bursatella ocelligera (Bergh, 1902)
Seehasen ernähren sich herbivor durch das Abgrasen des Algenrasen.
Typuslokalität zur Beschreibung von Bursatella ocelligera ist die Küste von Koh Chang, Südost-Thailand (25. Dezember 1899).
Etymologie: Das Artepitheton leitet sich vom lateinischen "ocellus" = „Äuglein“, oder „Augenfleck“ und "gera" = „tragend“, „führend“ ab und bedeutet somit „Augenflecken tragend“.
Die Originalbeschreibung basiert auf einem einzelnen Exemplar, das am 25. Dezember 1899 an der Küste von Koh Chang im südöstlichen Thailand gesammelt wurde. In Alkohol konserviert war es 35 mm lang, 12 mm hoch und 12 mm breit; die Rhinophoren waren 3 mm lang, die Mundtentakel 3,5 mm; der Kiemenschlitz maß 7 mm. Der Fuß war fast so lang wie der gesamte Körper, wobei der Schwanz 5,5 mm davon einnahm; die maximale Fußbreite betrug 9 mm, der Fußsaum war 1,5 mm breit.
Die Grundfarbe war gelblich-weiß und trat hier und da als kleine Flecken und schmale Streifen (insbesondere im vorderen Bereich) in Erscheinung, wurde jedoch größtenteils von dicht stehenden schwarzen Punkten verdrängt, die oft kleine Ringe bildeten.
Mittig zwischen Rhinophoren und Tentakel war auf jeder Seite ein feiner Augenfleck sichtbar; entlang der Körperseite verlief eine Reihe (insgesamt 6–7) unregelmäßig angeordneter augenähnlicher Flecken, ergänzt durch weitere 3–4 Flecken gleicher Art auf den Kiemen. Diese augenähnlichen Flecken waren rund oder oval und wiesen einen größten Durchmesser von 1,25 bis 1,5 mm auf; sie besaßen eine weißliche Pupille, die innen von einem bräunlich-gelben und außen von einem etwas breiteren hellen Ring eingefasst war.
Seehasen ernähren sich von Algen. Sie fressen dabei verschiedene Algen, Tang- und Seegrasarten. Dabei werden mit der Raspelzunge (Radula) Pflanzenteile abgeraspelt. Mit den Algen werden auch mikroskopische kleine Nahrungspartikel aufgenommen. Sie werden in der Aquaristik gerne bei Algenprobleme eingesetzt, bekommen aber mit dem Ende Ihrer Nahrung auch Ernährungsprobleme.
Zum Schutz vor Fressfeinden gibt es einige Arten die zusätzlich den Giftstoff Aplysiatoxin abspeichern. Dieses Aplysiatoxin ist ein Produkt der Cyanobakterien, welche auf bestimmten Seegrassorten wachsen. Diese werden bei der Aufnahme von Algen mit aufgenommen.
Seehasen sind nach einer meist schwierigen Eingewöhnungsphase gute Algenfresser und dabei auch wenig wählerisch in Bezug auf die Alge. Bei der Eingewöhnung sollte man unbedingt die Tropfenmethode anwenden, da sie extrem empfindlich gegen Dichteschwankungen sind.
So werden häufig neben den üblichen Fadenalgen, auch Wrangelia argus und sog. Schmieralgen nicht verschmäht.
Sind keine Algen mehr vorhanden, dann dauert es nicht lange und der Seehase verhungert.
Man kann ihm aber als Ersatzfutter auch überbrühten Salat anbieten, sollte sich dann aber auch nach einem Ersatzheim bemühen.
Achtung, wichtig:
Wenn Sie Seehasen halten möchten, dann sorgen Sie unbedingt für einen Schutz, damit die Tiere nicht in eine Strömungspumpe geraten und geschreddert werden.
Sterbende Seehasen sind in der Lage, den gesamten Fisch und Krustentierbestand innerhalb kurzer Zeit absterben zu lassen.
Wird der tote Seehase nicht rechtzeitig entdeckt, so muss unbedingt ein sehr großzügiger Wasserwechsel durchgeführt und zusätzlich mit Kohle gefiltert werden, um die freigewordenen Giftstoffe heraus zu filtern
Synonym:
Aclesia ocelligera Bergh, 1902 · unaccepted (original combination)
Seehasen (Gastropoda, Heterobranchia, Aplysiida) sind Weichtiere, die in gemäßigten, subtropischen oder tropischen Meeren leben. Keine Art lebt in Polarmeeren. Die meisten der etwa 80 bekannten Arten sind mittelgroß bis groß und ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Viele Seehasenarten besitzen gut entwickelte seitliche Körperfortsätze (sogenannte Parapoden), die es einigen Arten ermöglichen, sie als Flossen zum Schwimmen zu verwenden.
Die Gattung Bursatella enthält nur 4 beschriebene Arten:
Bursatella africana (Engel, 1926)
Bursatella hirsuta Nimbs & N. G. Wilson, 2020
Bursatella leachii Blainville, 1817
Bursatella ocelligera (Bergh, 1902)
Seehasen ernähren sich herbivor durch das Abgrasen des Algenrasen.
Typuslokalität zur Beschreibung von Bursatella ocelligera ist die Küste von Koh Chang, Südost-Thailand (25. Dezember 1899).
Etymologie: Das Artepitheton leitet sich vom lateinischen "ocellus" = „Äuglein“, oder „Augenfleck“ und "gera" = „tragend“, „führend“ ab und bedeutet somit „Augenflecken tragend“.
Die Originalbeschreibung basiert auf einem einzelnen Exemplar, das am 25. Dezember 1899 an der Küste von Koh Chang im südöstlichen Thailand gesammelt wurde. In Alkohol konserviert war es 35 mm lang, 12 mm hoch und 12 mm breit; die Rhinophoren waren 3 mm lang, die Mundtentakel 3,5 mm; der Kiemenschlitz maß 7 mm. Der Fuß war fast so lang wie der gesamte Körper, wobei der Schwanz 5,5 mm davon einnahm; die maximale Fußbreite betrug 9 mm, der Fußsaum war 1,5 mm breit.
Die Grundfarbe war gelblich-weiß und trat hier und da als kleine Flecken und schmale Streifen (insbesondere im vorderen Bereich) in Erscheinung, wurde jedoch größtenteils von dicht stehenden schwarzen Punkten verdrängt, die oft kleine Ringe bildeten.
Mittig zwischen Rhinophoren und Tentakel war auf jeder Seite ein feiner Augenfleck sichtbar; entlang der Körperseite verlief eine Reihe (insgesamt 6–7) unregelmäßig angeordneter augenähnlicher Flecken, ergänzt durch weitere 3–4 Flecken gleicher Art auf den Kiemen. Diese augenähnlichen Flecken waren rund oder oval und wiesen einen größten Durchmesser von 1,25 bis 1,5 mm auf; sie besaßen eine weißliche Pupille, die innen von einem bräunlich-gelben und außen von einem etwas breiteren hellen Ring eingefasst war.
Seehasen ernähren sich von Algen. Sie fressen dabei verschiedene Algen, Tang- und Seegrasarten. Dabei werden mit der Raspelzunge (Radula) Pflanzenteile abgeraspelt. Mit den Algen werden auch mikroskopische kleine Nahrungspartikel aufgenommen. Sie werden in der Aquaristik gerne bei Algenprobleme eingesetzt, bekommen aber mit dem Ende Ihrer Nahrung auch Ernährungsprobleme.
Zum Schutz vor Fressfeinden gibt es einige Arten die zusätzlich den Giftstoff Aplysiatoxin abspeichern. Dieses Aplysiatoxin ist ein Produkt der Cyanobakterien, welche auf bestimmten Seegrassorten wachsen. Diese werden bei der Aufnahme von Algen mit aufgenommen.
Seehasen sind nach einer meist schwierigen Eingewöhnungsphase gute Algenfresser und dabei auch wenig wählerisch in Bezug auf die Alge. Bei der Eingewöhnung sollte man unbedingt die Tropfenmethode anwenden, da sie extrem empfindlich gegen Dichteschwankungen sind.
So werden häufig neben den üblichen Fadenalgen, auch Wrangelia argus und sog. Schmieralgen nicht verschmäht.
Sind keine Algen mehr vorhanden, dann dauert es nicht lange und der Seehase verhungert.
Man kann ihm aber als Ersatzfutter auch überbrühten Salat anbieten, sollte sich dann aber auch nach einem Ersatzheim bemühen.
Achtung, wichtig:
Wenn Sie Seehasen halten möchten, dann sorgen Sie unbedingt für einen Schutz, damit die Tiere nicht in eine Strömungspumpe geraten und geschreddert werden.
Sterbende Seehasen sind in der Lage, den gesamten Fisch und Krustentierbestand innerhalb kurzer Zeit absterben zu lassen.
Wird der tote Seehase nicht rechtzeitig entdeckt, so muss unbedingt ein sehr großzügiger Wasserwechsel durchgeführt und zusätzlich mit Kohle gefiltert werden, um die freigewordenen Giftstoffe heraus zu filtern
Synonym:
Aclesia ocelligera Bergh, 1902 · unaccepted (original combination)






Dr. Ilze Keevy, Australien