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Physalia utriculus Indopazifische Portugiesische Galeere, Blue Bottle

Physalia utriculus wird umgangssprachlich oft als Indopazifische Portugiesische Galeere, Blue Bottle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Giftig.


Profilbild Urheber Simon Grove, Australia

Bluebottle Physalia utriculus, Hamish Saunders Trust survey of Clarke Island, Banks Strait, Tasmania, December 2014 CC BY Simon Grove


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Simon Grove, Australia . Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18253 
AphiaID:
387269 
Wissenschaftlich:
Physalia utriculus 
Umgangssprachlich:
Indopazifische Portugiesische Galeere, Blue Bottle 
Englisch:
Indo-Pacific Portuguese Man-of-war, Blue Bottle 
Kategorie:
Hydrozoen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Hydrozoa (Klasse) > Siphonophorae (Ordnung) > Physaliidae (Familie) > Physalia (Gattung) > utriculus (Art) 
Erstbestimmung:
(Gmelin, ), 1788 
Vorkommen:
Australien, Hawaii, Indischer Ozean, Neuseeland, Pazifischer Ozean 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Küstengewässer, Meerwasser, Strand 
Größe:
bis zu 16cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Räuberische Lebensweise 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Giftig 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-04-05 19:57:27 

Gift


Physalia utriculus ist (sehr) giftig und das Gift kann Sie unter Umständen töten!!!
Wenn Sie Physalia utriculus halten möchten, informieren Sie sich vor dem Kauf über das Gift und dessen Wirkung. Bewahren Sie einen Zettel mit der Telefonnummer des Giftnotrufs und allen nötigen Informationen zu dem Tier neben Ihrem Aquarium auf, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Telefonnummern des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: Giftinformationszentrum-Nord
Übersicht Europa: European Association of Poisons Centres and Clinical Toxicologists

Dieser Hinweis erscheint bei giftigen, sehr giftigen und auch Tieren, deren Gift Sie sofort töten kann. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte. Bitte wägen Sie daher das Risiko für sich UND Ihr Umfeld sehr genau ab, und handeln Sie nie leichtfertig!

Haltungsinformationen

Physalia utriculus (Gmelin, 1788)

Indopazifische Portugiesische Galeere (Physalia utriculus), auch Blaue Flasche genannt, ist eine marine Hydrozoe aus der Ordnung der Staatsquallen (Siphonophorae) und kommt im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean vor. Eine gasgefüllte Blase ermöglicht es ihr, an der Wasseroberfläche zu treiben, angetrieben von Strömungen, Gezeiten und einem Segel an der Blasenspitze. Ein einzelner langer Tentakel mit giftigen Nesselzellen, der unterhalb der Schwimmblase hängt, dient dem Tier zum Beutefang.. Sie kann Menschen schmerzhafte Verletzungen zufügen, wenn sie an Stränden angetroffen wird, wo sie manchmal in großer Zahl strandet.

Beschreibung
Wie die Atlantische Portugiesische Galeere (Physalia physalis) ähnelt auch die Indopazifische Portugiesische Galeere einer Qualle, ist aber eine Staatsqualle, ein Zusammenschluss spezialisierter Organismen, die kooperativ zusammenarbeiten. Sie besteht aus vier separaten Kolonien von Polypen und Medusen. Die Kolonie besteht aus einem gasgefüllten Polypen, der sie über Wasser hält, und drei weiteren Polypentypen: Gastrozooiden, Gonozooiden und Dactylozooiden. Die Dactylozooiden bilden Tentakel, die unter der Wasseroberfläche hängen und Beute aufspüren, angreifen und zur Verdauung zu den Gastrozooiden ziehen. Die Gonozooiden liegen neben den Gastrozooiden und bilden die Fortpflanzungsorgane der Kolonie, von denen aus sie Eier oder Spermien verbreiten.

Physalia utriculus unterscheidet sich von der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis) durch die geringere Größe ihres Schwimmkörpers (16 cm gegenüber 30 cm) und durch einen einzelnen langen Fangtentakel. Wie ihre größere Verwandte tritt auch Physalia utriculus häufig in Schwärmen auf.

Verbreitung
Physalia utriculus ist weniger weit verbreitet als die größere Art Physalia physalis, aber die häufigste Art an australischen Küsten. Sie kommt auch in hawaiianischen Gewässern vor, wo sie als ‘ili mane‘o oder palalia bezeichnet wird.

Exemplare von Physalia utriculus werden gelegentlich an Strände gespült, wo ihre giftigen Nesselkapseln unter feuchten Bedingungen wochen- oder monatelang wirksam bleiben können Physalia utriculus ist für die meisten gemeldeten Verletzungen an australischen Stränden verantwortlich. An der Ostküste Australiens werden jährlich 10.000 bis 30.000 Stiche durch Tiere der Gattung Physalia gemeldet. Die meisten Vorfälle ereignen sich an der Ostküste, nur etwa 500 in westlichen und südlichen Gewässern. An den Ostküsten, die starken Nordostwinden ausgesetzt sind, werden im Sommer die meisten großen Ansammlungen von Tieren angespült, an den Süd- und Westküsten im Winter. Im Gegensatz zu Physalia physalis, die bereits Schwimmern das Leben gekostet hat, sind keine Todesfälle durch Stiche von Physalia utriculus bekannt.

Die Atlantische Portugiesische Galeere Physalia physalis ist eine größere Form der Portugiesischen Galeere; ihre Schwimmblase kann bis zu 25 cm lang werden, und sie besitzt bis zu fünf Fangarme. Im Vergleich dazu besitzt Physalia utriculus eine markante, leuchtend blaue Schwimmblase von etwa 2–16 cm Länge und einen bis zu 10 m langen, tiefblauen Fangarm.

Achtung: Bitte machen Sie daher einen sehr großen Bogen um die Portugiesische Galeere. Ein allergischer Schock mit Atemstillstand und Herzversagen sind die Folgen und es muss sofort ein Arzt hinzugezogen werden!

Die Gattung beinhaltet aktuell nur vier beschriebene Arten:
Species Physalia megalista Lesueur & Petit, 1807
Physalia minuta Church & Dunn in Church et al., 2025
Species Physalia physalis (Linnaeus, 1758)
Species Physalia utriculus (Gmelin, 1788)

Synonymised names
Medusa utriculus Gmelin, 1788 · unaccepted (basionym)

Weiterführende Links

  1. Atlas of Living Australia (en). Abgerufen am 05.04.2026.
  2. Global genomics of man-o’-war (Physalia) reveals ocean surface biodiversity (en). Abgerufen am 06.04.2026.
  3. New Zealand's venomous creatures (en). Abgerufen am 05.04.2026.
  4. Wikipedia (en). Abgerufen am 05.04.2026.

Bilder

Allgemein


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