Anzeige
Fauna Marin GmbH aquarioom.com Aqua Medic Kölle Zoo Aquaristik Cyo Control

Pontomyia sp. Marine Zuckmücke

Pontomyia sp. wird umgangssprachlich oft als Marine Zuckmücke bezeichnet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Profilbild Urheber Muelly

Pontomyia sp., Weibchen, eingestellt in "Was ist das" von Thomas @Kurominos




Eingestellt von Muelly.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
18003 
AphiaID:
504070 
Wissenschaftlich:
Pontomyia sp. 
Umgangssprachlich:
Marine Zuckmücke 
Englisch:
Marine Midge 
Kategorie:
Andere Krebstiere 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Hexapoda (Klasse) > Diptera (Ordnung) > Chironomidae (Familie) > Pontomyia (Gattung) > sp. (Art) 
Erstbestimmung:
Edwards, 1926 
Vorkommen:
Australien, Fidschi, Indischer Ozean, Indopazifik, Karibik, Malaysia, Malediven, Marshallinseln, Neukaledonien, Queensland (Ost-Australien), Samoa, Taiwan, Weihnachtsinsel 
Meereszone:
Intertidal (Eulitoral), Gezeitenzone zwischen der Hoch- und Niedrigwasserlinie, die vom Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägt ist -bis 15 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
Meter 
Habitate:
Gezeitentümpel / Felsenpools, Gezeitenzone, Meerwasser 
Größe:
0,1 cm - 0,3 cm 
Temperatur:
°C - 28°C 
Futter:
Algen , Detritus (totes organisches Material) 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
  • Pontomyia cottoni
  • Pontomyia natans
  • Pontomyia oceana
  • Pontomyia pacifica
 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-12-30 13:08:54 

Haltungsinformationen

Pontomyia sp. Edwards, 1926

Pontomyia ist eine Gattung flugunfähiger Meeresmücken aus der Unterfamilie Chironominae der Familie Chironomidae. Insekten in marinen Lebensräumen sind äußerst selten, und ihre Flugunfähigkeit, der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus und die extrem kurze Lebensdauer der adulten Tiere (weniger als drei Stunden) machen diese Mücken zu einer Besonderheit unter den Insekten. Sie kommen an den Küsten von Inseln im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean vor.

Pontomyia weisen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen besitzen sehr lange Antennen, die vermutlich der Weibchensuche dienen. Die mittleren Beine sind kurz und enden in kräftigen Klauen, mit denen sie die Weibchen während der Paarung festhalten. Die langen, dünnen Vorder- und Hinterbeine dienen nicht der Fortbewegung. Ihre fleischigen, nicht-membranösen Flügel dienen nicht dem Flug, sondern funktionieren wie Ruder, um sie über die Meeresoberfläche zu treiben. Weibchen sind larvenartig, völlig flügellos und besitzen keine funktionsfähigen Beine zur Fortbewegung.

Obwohl Männchen gut entwickelte Augen haben, sind diese bei den Weibchen stark reduziert. Funktionale Mundwerkzeuge fehlen bei adulten Tieren beider Geschlechter. Männchen jagen Weibchen, und sobald sie eines gefunden haben, halten sie sich mit ihren mittleren Beinen an ihm fest, während die Paarung stattfindet. Nach der Paarung stirbt das Männchen, und das Weibchen produziert einen sinkenden Eistrang, der an Korallen oder Steinen haftet. Nachdem sie ihre Eier abgelegt hat, stirbt auch das Weibchen, und der Lebenszyklus beginnt von Neuem.

Die Gattung wurde 1926 von Edwards anhand von Exemplaren aus Samoa beschrieben. Die Gattung beinhaltet aktuell gemäß WoRMS nur vier beschriebene Arten:
Pontomyia cottoni Womersley, 1937
Pontomyia natans Edwards, 1926
Pontomyia oceana Tokunaga, 1964
Pontomyia pacifica Tokunaga, 1932

Es handelt sich um eine marine Insektengattung. Mitglieder der Gattung sind weit verbreitet an den Küsten von Inseln im Indopazifik, und wurden bisher selten im Atlantik und in der Karibik gefunden.

Meeresmücken haben eine kurze Lebensspanne von nur ca. 30 Tagen, die sie größtenteils als Larve verbringen. Bei ihrer Erstbeschreibung nahm man an, dass sie ausschließlich im Subtidal leben, doch es stellte sich heraus, dass zumindest die erwachsenen Männchen ihr gesamtes Leben, etwa 180 Minuten an der Wasseroberfläche verbringen.

Die erwachsenen Weibchen verwandeln sich in Larven, die Mücken ähneln. Da es sich um Mücken handelt, sehen sie Maden ähnlich, denn im Grunde sind sie es ja auch. Während ihrer kurzen Lebensspanne leben Männchen und Weibchen größtenteils in einem selbstgebauten Algenröhrchen oder Kokon und ernähren sich von Algen oder Meeresabfällen. Männchen verwandeln sich in an der Wasseroberfläche schwimmende Mücken. Sie leben nur zur Fortpflanzung als ausgewachsene Tiere und sterben danach.

Die Art Pontomyia natans ist im Indischen und Pazifischen Ozean weit verbreitet, und sein Lebenszyklus ist etwas besser erforscht als der anderer Arten. Die adulten Tiere leben weniger als drei Stunden. Männchen sterben kurz nach der Paarung, Weibchen nach der Eiablage. Männchen besitzen lange Antennen, die mittleren Beine sind kurz und enden in Klauen. Die stummeligen Flügel dienen ihnen als Ruder zum Schwimmen an der Wasseroberfläche. Die Weibchen sind larvenartig, ohne Flügel oder funktionsfähige Beine. Die Eier werden spiralförmig in Gezeitentümpeln abgelegt und sinken dort auf den Meeresgrund. Die Larven ernähren sich von Algen und Meerespflanzen. Das Schlüpfen der adulten Tiere ist an den Mondzyklus, vor allem bei Ebbe, gekoppelt; die Mücken werden von Licht angezogen.

Für die Beschreibung von Pontomyia natans sind Wissenschaftler zur Beschaffung der zu untersuchenden Tiere wie folgt vorgegangen (siehe verlinktes Paper) : ... die Schwärmenden Organismen wurden unter Scheinwerfern beobachtet, die in der Dämmerung zwischen 18:00 und 19:00 Uhr auf die Wasseroberfläche gerichtet waren. Die Tiere wurden durch Abfischen mit einem feinmaschigen Netz über die Meeresoberfläche gesammelt...

Anmerkung des Teams vom Meerwasser-Lexikon.de : Meeresinsekten gehören nicht zum "üblichen Besatz" von Meerwasseraquarien, scheinen aber ab und zu als Blinde Passagiere mit dem Kauf Lebender Steine, Korallen und Co. in Meerwasseraquarien vorzukommen. Vermutlich wurden Eier oder Larven, die an Korallen oder Lebendgestein im Indopazifik haften, gesammelt und gelangen so in Aquarien. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen einen neuen Artikel über "Meeresmücken" in unsere marine Datenbank aufzunehmen.

Weiterführende Links

  1. coralmagazine (en). Abgerufen am 30.12.2025.
  2. RAFFLES BULLETIN OF ZOOLOGY S (en). Abgerufen am 30.12.2025.
  3. researchgate (en). Abgerufen am 30.12.2025.
  4. Wikipedia (de). Abgerufen am 30.12.2025.
  5. Wikipedia (en). Abgerufen am 30.12.2025.
  6. youtube - Pontomyia Männchen am rumflitzen (de). Abgerufen am 30.12.2025.
  7. youtube - Pontomyia Paarung + Eiablage (de). Abgerufen am 30.12.2025.
  8. youtube - Pontomyia Schlupf eines Männchens (de). Abgerufen am 30.12.2025.
  9. youtube - Pontomyia Schlupf eines Weibchens (de). Abgerufen am 30.12.2025.

Bilder

Männlich


Weiblich


Laich


Paarung


Allgemein


Erfahrungsaustausch

vor 6 Tage#2
ca nach 2 Tagen nach der Eiablage Schlüpfen die Larven
verhalten sich wie gewöhnliche rote Mückenlarven und schwimmen nachts auf in der typischen schwimmweise und werden dann von der Strömung erfasst und mitgenommen
am 31.12.25#1
erster "Schwarm Flug" startet am 29.12 bei Zunehmenden Mond ( Mond ist vom Aquarium aus durch das Fenster sichtbar)

- erste Männchen erscheinen als Puppen um ca 15 :00 treiben aber hektisch zuckend und von Licht angezogen als puppen herum
- wird das Aquarium licht ausgeschalten schwimmen alle puppen Richtung Mond and die Seite des Beckens / bleibt die Beleuchtung an verteilen sich die puppen gleichmäßig
- ca um 15 :25 schlüpfen dann die ersten Männchen aus den puppen die gesamte Prozedur dauert nur wenige Sekunden (2-6)
- Männchen sind weiß/grau ihr Hinterleib ist mit grüner Flüssigkeit ( Sperma??) gefüllt
- es kommt auch zu fehl Häutungen/schlupf wo Männchen halb in der Hülle stecken bleiben scheint aber in der Masse recht selten vorzukommen

- bis jetzt bei allen Schwärmen sterben die ersten Männchen bereits and Altersschwäche und werden durch neue ersetzt ( Männchen kommen eher stoßweiße)
- um ca 17 :30 erscheinen zaghaft die ersten Weibchen erkennbar an den großen langestreckten puppen im Gegensatz zu den Männchen deren puppen oft ne Zeitlang herumtaumeln und schwimmen verlieren die Weiblichen Puppen keine Zeit kaum an der Oberfläche angekommen beginnt der Schlupf der ebenso wie bei den Männchen nur wenige Sekunden braucht

Weibchen sind etwa doppelt so lang wie die Männchen (ohne die Fühler/Beine der Männchen mitzurechnen)
Sie sind Larvenförmig ohne sichtbare Flügel,Beine (sehen einfach aus wie Maden) sie sind gefüllt mit Orangen eiern die durch die haut scheinen und als Oranger fleck sichtbar ist

wenn die Weibchen mit ihrer Häutung fertig sind Treiben sie an der Wasseroberfläche und werden zumeist recht schnell von einem Männchen gefunden
die Männchen schwimmen ähnlich wie Wasserläufer alles an das and der Oberfläche treibt in der Hoffnung es sei ein Weibchen
es scheint auch keine aktive suche nach Weibchen zu geben da die Männchen generell einfach kreuz und quer herumflitzen und einfach alles anfliegen was treibt
da wenn Weibchen anwesend sind ( an der Oberfläche Treibend) nicht alle Männchen sich direkt in dessen Richtung bewegen
Männchen düsen auch mehrfach einfach an Weibchen vorbei oder finden Weibchen die in einer ruhigeren ecke sind erst gar nicht bzw schwerer /später

die Paarung selbst geht recht schnell von Gange so wie alles in ihrem leben
sobald ein Männchen ein Weibchen gefunden hat wird es sofort mit den hinteren Fortsätzen umschlungen und die Paarung findet statt welche nur etwa 2-6 Sekunden dauert
Sofort nach der Paarung beginnt das Weibchen mit der Eiablage worauf sie binnen weniger Sekunden alle Eier auf einmal in einem Strang ablegt
Manche Weibchen bäumen sich leicht von der Wasseroberfläche ( immer noch treibend) auf und legt die Eier ab die dann wie ein Ball am oberen ende sitzen bevor sie umkippt und die Eier ins Wasser fallen zumeist immer noch an den leeren im sterben liegenden Körper des Weibchens hängend
dieser Treibt weiterhin an der Oberfläche herum bevor er nach einiger Zeit sehr langsam mitsamt der Eier Schnur absinkt (womöglich wie die Art sich in der Natur an neuen Orten verbreitet)

es Scheit zwei Typen von Männchen zu geben

Typ 1 Flitzt über das Wasser und paart sich mit den Weibchen sofort nach der Paarung lässt es ab und beginnt mit der suche nach einem weiteren Weibchen
Typ 2 hält das Weibchen nach der Paarung fest und flitzt mit ihr im Schlepptau über das Wasser diese Weibchen beginnen erst mit der Eiablage nachdem sie vom Männchen wieder losgelassen werden
trifft so ein Männchen welches bereits ein Weibchen mit sich herumzieht auf ein weiteres wird dieses vorne gepackt und ebenfalls mitgenommen eine Paarung findet aber erst statt wenn das vorherige Weibchen losgelassen wurde worauf nach der Paarung das zweite Weibchen herumgetragen wird


------------------------------------------------------------------------------------------

ab einer Gewissen Zeit schlüpfen keine neuen Männchen mehr
bis dahin sind zumeist 3-4 Generationen von Männchen puppen geschlüpft wovon zumeist 1 -2 gestorben sind bevor je ein Weibchen auftauchte
es tauchen auch noch lange nachdem die letzten Männchen gestorben sind Weibchen auf diese Treiben dann lange an der Oberfläche und legen ohne Paarung keine Eier ab
da diese auch noch am nächsten Tag leblos und mit eiern gefüllt an der Oberfläche treiben
2 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
Alle anzeigen und mitreden!

Was ist das?

Nachfolgend eine Übersicht an Was ist das? Einträgen, die erfolgreich bestimmt und diesem Eintrag zugeordnet worden. Ein Blick auf die dortigen Unterhaltungen ist sicherlich interessant.