Haltungsinformationen
Pontomyia sp. Edwards, 1926
Pontomyia ist eine Gattung flugunfähiger Meeresmücken aus der Unterfamilie Chironominae der Familie Chironomidae. Insekten in marinen Lebensräumen sind äußerst selten, und ihre Flugunfähigkeit, der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus und die extrem kurze Lebensdauer der adulten Tiere (weniger als drei Stunden) machen diese Mücken zu einer Besonderheit unter den Insekten. Sie kommen an den Küsten von Inseln im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean vor.
Pontomyia weisen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen besitzen sehr lange Antennen, die vermutlich der Weibchensuche dienen. Die mittleren Beine sind kurz und enden in kräftigen Klauen, mit denen sie die Weibchen während der Paarung festhalten. Die langen, dünnen Vorder- und Hinterbeine dienen nicht der Fortbewegung. Ihre fleischigen, nicht-membranösen Flügel dienen nicht dem Flug, sondern funktionieren wie Ruder, um sie über die Meeresoberfläche zu treiben. Weibchen sind larvenartig, völlig flügellos und besitzen keine funktionsfähigen Beine zur Fortbewegung.
Obwohl Männchen gut entwickelte Augen haben, sind diese bei den Weibchen stark reduziert. Funktionale Mundwerkzeuge fehlen bei adulten Tieren beider Geschlechter. Männchen jagen Weibchen, und sobald sie eines gefunden haben, halten sie sich mit ihren mittleren Beinen an ihm fest, während die Paarung stattfindet. Nach der Paarung stirbt das Männchen, und das Weibchen produziert einen sinkenden Eistrang, der an Korallen oder Steinen haftet. Nachdem sie ihre Eier abgelegt hat, stirbt auch das Weibchen, und der Lebenszyklus beginnt von Neuem.
Die Gattung wurde 1926 von Edwards anhand von Exemplaren aus Samoa beschrieben. Die Gattung beinhaltet aktuell gemäß WoRMS nur vier beschriebene Arten:
Pontomyia cottoni Womersley, 1937
Pontomyia natans Edwards, 1926
Pontomyia oceana Tokunaga, 1964
Pontomyia pacifica Tokunaga, 1932
Es handelt sich um eine marine Insektengattung. Mitglieder der Gattung sind weit verbreitet an den Küsten von Inseln im Indopazifik, und wurden bisher selten im Atlantik und in der Karibik gefunden.
Meeresmücken haben eine kurze Lebensspanne von nur ca. 30 Tagen, die sie größtenteils als Larve verbringen. Bei ihrer Erstbeschreibung nahm man an, dass sie ausschließlich im Subtidal leben, doch es stellte sich heraus, dass zumindest die erwachsenen Männchen ihr gesamtes Leben, etwa 180 Minuten an der Wasseroberfläche verbringen.
Die erwachsenen Weibchen verwandeln sich in Larven, die Mücken ähneln. Da es sich um Mücken handelt, sehen sie Maden ähnlich, denn im Grunde sind sie es ja auch. Während ihrer kurzen Lebensspanne leben Männchen und Weibchen größtenteils in einem selbstgebauten Algenröhrchen oder Kokon und ernähren sich von Algen oder Meeresabfällen. Männchen verwandeln sich in an der Wasseroberfläche schwimmende Mücken. Sie leben nur zur Fortpflanzung als ausgewachsene Tiere und sterben danach.
Die Art Pontomyia natans ist im Indischen und Pazifischen Ozean weit verbreitet, und sein Lebenszyklus ist etwas besser erforscht als der anderer Arten. Die adulten Tiere leben weniger als drei Stunden. Männchen sterben kurz nach der Paarung, Weibchen nach der Eiablage. Männchen besitzen lange Antennen, die mittleren Beine sind kurz und enden in Klauen. Die stummeligen Flügel dienen ihnen als Ruder zum Schwimmen an der Wasseroberfläche. Die Weibchen sind larvenartig, ohne Flügel oder funktionsfähige Beine. Die Eier werden spiralförmig in Gezeitentümpeln abgelegt und sinken dort auf den Meeresgrund. Die Larven ernähren sich von Algen und Meerespflanzen. Das Schlüpfen der adulten Tiere ist an den Mondzyklus, vor allem bei Ebbe, gekoppelt; die Mücken werden von Licht angezogen.
Für die Beschreibung von Pontomyia natans sind Wissenschaftler zur Beschaffung der zu untersuchenden Tiere wie folgt vorgegangen (siehe verlinktes Paper) : ... die Schwärmenden Organismen wurden unter Scheinwerfern beobachtet, die in der Dämmerung zwischen 18:00 und 19:00 Uhr auf die Wasseroberfläche gerichtet waren. Die Tiere wurden durch Abfischen mit einem feinmaschigen Netz über die Meeresoberfläche gesammelt...
Anmerkung des Teams vom Meerwasser-Lexikon.de : Meeresinsekten gehören nicht zum "üblichen Besatz" von Meerwasseraquarien, scheinen aber ab und zu als Blinde Passagiere mit dem Kauf Lebender Steine, Korallen und Co. in Meerwasseraquarien vorzukommen. Vermutlich wurden Eier oder Larven, die an Korallen oder Lebendgestein im Indopazifik haften, gesammelt und gelangen so in Aquarien. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen einen neuen Artikel über "Meeresmücken" in unsere marine Datenbank aufzunehmen.
Pontomyia ist eine Gattung flugunfähiger Meeresmücken aus der Unterfamilie Chironominae der Familie Chironomidae. Insekten in marinen Lebensräumen sind äußerst selten, und ihre Flugunfähigkeit, der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus und die extrem kurze Lebensdauer der adulten Tiere (weniger als drei Stunden) machen diese Mücken zu einer Besonderheit unter den Insekten. Sie kommen an den Küsten von Inseln im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean vor.
Pontomyia weisen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen besitzen sehr lange Antennen, die vermutlich der Weibchensuche dienen. Die mittleren Beine sind kurz und enden in kräftigen Klauen, mit denen sie die Weibchen während der Paarung festhalten. Die langen, dünnen Vorder- und Hinterbeine dienen nicht der Fortbewegung. Ihre fleischigen, nicht-membranösen Flügel dienen nicht dem Flug, sondern funktionieren wie Ruder, um sie über die Meeresoberfläche zu treiben. Weibchen sind larvenartig, völlig flügellos und besitzen keine funktionsfähigen Beine zur Fortbewegung.
Obwohl Männchen gut entwickelte Augen haben, sind diese bei den Weibchen stark reduziert. Funktionale Mundwerkzeuge fehlen bei adulten Tieren beider Geschlechter. Männchen jagen Weibchen, und sobald sie eines gefunden haben, halten sie sich mit ihren mittleren Beinen an ihm fest, während die Paarung stattfindet. Nach der Paarung stirbt das Männchen, und das Weibchen produziert einen sinkenden Eistrang, der an Korallen oder Steinen haftet. Nachdem sie ihre Eier abgelegt hat, stirbt auch das Weibchen, und der Lebenszyklus beginnt von Neuem.
Die Gattung wurde 1926 von Edwards anhand von Exemplaren aus Samoa beschrieben. Die Gattung beinhaltet aktuell gemäß WoRMS nur vier beschriebene Arten:
Pontomyia cottoni Womersley, 1937
Pontomyia natans Edwards, 1926
Pontomyia oceana Tokunaga, 1964
Pontomyia pacifica Tokunaga, 1932
Es handelt sich um eine marine Insektengattung. Mitglieder der Gattung sind weit verbreitet an den Küsten von Inseln im Indopazifik, und wurden bisher selten im Atlantik und in der Karibik gefunden.
Meeresmücken haben eine kurze Lebensspanne von nur ca. 30 Tagen, die sie größtenteils als Larve verbringen. Bei ihrer Erstbeschreibung nahm man an, dass sie ausschließlich im Subtidal leben, doch es stellte sich heraus, dass zumindest die erwachsenen Männchen ihr gesamtes Leben, etwa 180 Minuten an der Wasseroberfläche verbringen.
Die erwachsenen Weibchen verwandeln sich in Larven, die Mücken ähneln. Da es sich um Mücken handelt, sehen sie Maden ähnlich, denn im Grunde sind sie es ja auch. Während ihrer kurzen Lebensspanne leben Männchen und Weibchen größtenteils in einem selbstgebauten Algenröhrchen oder Kokon und ernähren sich von Algen oder Meeresabfällen. Männchen verwandeln sich in an der Wasseroberfläche schwimmende Mücken. Sie leben nur zur Fortpflanzung als ausgewachsene Tiere und sterben danach.
Die Art Pontomyia natans ist im Indischen und Pazifischen Ozean weit verbreitet, und sein Lebenszyklus ist etwas besser erforscht als der anderer Arten. Die adulten Tiere leben weniger als drei Stunden. Männchen sterben kurz nach der Paarung, Weibchen nach der Eiablage. Männchen besitzen lange Antennen, die mittleren Beine sind kurz und enden in Klauen. Die stummeligen Flügel dienen ihnen als Ruder zum Schwimmen an der Wasseroberfläche. Die Weibchen sind larvenartig, ohne Flügel oder funktionsfähige Beine. Die Eier werden spiralförmig in Gezeitentümpeln abgelegt und sinken dort auf den Meeresgrund. Die Larven ernähren sich von Algen und Meerespflanzen. Das Schlüpfen der adulten Tiere ist an den Mondzyklus, vor allem bei Ebbe, gekoppelt; die Mücken werden von Licht angezogen.
Für die Beschreibung von Pontomyia natans sind Wissenschaftler zur Beschaffung der zu untersuchenden Tiere wie folgt vorgegangen (siehe verlinktes Paper) : ... die Schwärmenden Organismen wurden unter Scheinwerfern beobachtet, die in der Dämmerung zwischen 18:00 und 19:00 Uhr auf die Wasseroberfläche gerichtet waren. Die Tiere wurden durch Abfischen mit einem feinmaschigen Netz über die Meeresoberfläche gesammelt...
Anmerkung des Teams vom Meerwasser-Lexikon.de : Meeresinsekten gehören nicht zum "üblichen Besatz" von Meerwasseraquarien, scheinen aber ab und zu als Blinde Passagiere mit dem Kauf Lebender Steine, Korallen und Co. in Meerwasseraquarien vorzukommen. Vermutlich wurden Eier oder Larven, die an Korallen oder Lebendgestein im Indopazifik haften, gesammelt und gelangen so in Aquarien. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen einen neuen Artikel über "Meeresmücken" in unsere marine Datenbank aufzunehmen.






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