Haltungsinformationen
Ilyella gigas (Schmarda, 1859)
Typuslokalität zur Beschreibung von Ilyella gigas ist Sri Lanka.
Der Körper ist abgeflacht und erreicht eine Länge von etwa 10 cm. Der Rücken ist mit zahlreichen dunkelbraunen oder schwarzen Flecken bedeckt. Körperform oval, Vorderende etwas breiter als Hinterende. Dorsale Grundfarbe cremeweiß mit unterschiedlich großen braunen Sprenkeln, die über den gesamten Rücken verteilt sind und sich in der Mittellinie konzentrieren, welche eine schmale braune Mittellinie bildet.
Man findet die Tiere oft langsam kriechend in Gezeitentümpeln oder unter Geröll versteckt, sowohl tagsüber als auch nachts.Bei der Jagd umschlingt der Wurm seine Beute und stülpt dann seinen Rachen aus, um die Verdauung außerhalb des Körpers zu ermöglichen. Gelegentlich kann man im Gezeitenbereich Bilder von Plattwürmern beobachten, die kleine Krebse jagen.
Ilyella gigas ist ein räuberischer Strudelwurm, der sich auf das Erbeuten von Krabben und Knallkrebsen spezialisiert hat. Der Strudelwurm erbeutet seine Opfer hauptsächlich in Gezeitenpools.
Das sich Ilyella gigas auf Krustentiere als Nahrung spezialisiert hat (Hauptnahrung ist Actaeodes tomentosus), ist ungewöhnlich und ist auch der Wissenschaft neu. Zahlreiche Strudelwurmarten fressen Seescheiden, Moostierchen und andere sessile Organismen. Unter ihnen gibt es aber auch Muschel-, Seepocken-, Schuppenwurm- und Gehäuseschneckenfresser.
Nachdem Ilyella gigas ein Krebstier mit seinem membranösen, aber stark gekräuselten Pharynx gefangen hat, umschließt er seine Beute mit der hinteren Körperhälfte. Der Pharynx verdaut das Krebstier extern. Erbeutet wurden nachweislich u.a. Felsenkrabben (Actaeodes tomentosus), Dekorateurkrabben (Camposcia retusa), eine Dunkelfingerkrabbe (Eriphia scabricula) und eine Knallkrebsart (Alpheus strenus) in Gezeitentümpeln sowohl tagsüber als auch nachts. In allen Fällen wurden die Beutetiere ohne wirksamen Widerstand verzehrt, was darauf hindeutet, dass Ilyella gigas möglicherweise narkotische Sekrete freisetzt, die beim Beutefang wirken.
In einer Laborstudie aus dem Jahr 2024 wurden von Ilyella gigas auch Einsiedlerkrebse, Süßwassergarnelen und Leptodius sanguineus gefressen! Die Studie aus 2024 kommt zu der Erkenntnis (übersetzt aus dem Englischen): Wie weit verbreitet die Prädation von Einsiedlerkrebsen durch Plattwürmer weltweit ist, ist derzeit unklar. Unsere Ergebnisse unterstreichen jedoch, dass ihre Ernährung vielfältiger ist als bisher angenommen und bei weiteren Arten und an weiteren Standorten dokumentiert werden sollte.
Die Gattung Ilyella beinhaltet aktuell nur drei beschriebene Arten:
Ilyella gigas (Schmarda, 1859)
Ilyella purpurea Stummer-Traunfels, 1933
Ilyella yrsa Marcus & Marcus, 1968
Synonyme:
Centrostomum gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Discoplana gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Discoplana subviridis Plehn, 1896 · unaccepted
Euplana gigas (Schmarda, 1859) · unaccepted
Euplana subviridus (Plehn, 1896) · unaccepted
Leptoplana gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Leptoplana lactea (Stimpson, 1857) · unaccepted
Leptoplana subviridis Plehn, 1896 · unaccepted
Susakia badiomaculata Kato, 1934 · unaccepted
Susakia subviridis (Plehn, 1896) · unaccepted
Typuslokalität zur Beschreibung von Ilyella gigas ist Sri Lanka.
Der Körper ist abgeflacht und erreicht eine Länge von etwa 10 cm. Der Rücken ist mit zahlreichen dunkelbraunen oder schwarzen Flecken bedeckt. Körperform oval, Vorderende etwas breiter als Hinterende. Dorsale Grundfarbe cremeweiß mit unterschiedlich großen braunen Sprenkeln, die über den gesamten Rücken verteilt sind und sich in der Mittellinie konzentrieren, welche eine schmale braune Mittellinie bildet.
Man findet die Tiere oft langsam kriechend in Gezeitentümpeln oder unter Geröll versteckt, sowohl tagsüber als auch nachts.Bei der Jagd umschlingt der Wurm seine Beute und stülpt dann seinen Rachen aus, um die Verdauung außerhalb des Körpers zu ermöglichen. Gelegentlich kann man im Gezeitenbereich Bilder von Plattwürmern beobachten, die kleine Krebse jagen.
Ilyella gigas ist ein räuberischer Strudelwurm, der sich auf das Erbeuten von Krabben und Knallkrebsen spezialisiert hat. Der Strudelwurm erbeutet seine Opfer hauptsächlich in Gezeitenpools.
Das sich Ilyella gigas auf Krustentiere als Nahrung spezialisiert hat (Hauptnahrung ist Actaeodes tomentosus), ist ungewöhnlich und ist auch der Wissenschaft neu. Zahlreiche Strudelwurmarten fressen Seescheiden, Moostierchen und andere sessile Organismen. Unter ihnen gibt es aber auch Muschel-, Seepocken-, Schuppenwurm- und Gehäuseschneckenfresser.
Nachdem Ilyella gigas ein Krebstier mit seinem membranösen, aber stark gekräuselten Pharynx gefangen hat, umschließt er seine Beute mit der hinteren Körperhälfte. Der Pharynx verdaut das Krebstier extern. Erbeutet wurden nachweislich u.a. Felsenkrabben (Actaeodes tomentosus), Dekorateurkrabben (Camposcia retusa), eine Dunkelfingerkrabbe (Eriphia scabricula) und eine Knallkrebsart (Alpheus strenus) in Gezeitentümpeln sowohl tagsüber als auch nachts. In allen Fällen wurden die Beutetiere ohne wirksamen Widerstand verzehrt, was darauf hindeutet, dass Ilyella gigas möglicherweise narkotische Sekrete freisetzt, die beim Beutefang wirken.
In einer Laborstudie aus dem Jahr 2024 wurden von Ilyella gigas auch Einsiedlerkrebse, Süßwassergarnelen und Leptodius sanguineus gefressen! Die Studie aus 2024 kommt zu der Erkenntnis (übersetzt aus dem Englischen): Wie weit verbreitet die Prädation von Einsiedlerkrebsen durch Plattwürmer weltweit ist, ist derzeit unklar. Unsere Ergebnisse unterstreichen jedoch, dass ihre Ernährung vielfältiger ist als bisher angenommen und bei weiteren Arten und an weiteren Standorten dokumentiert werden sollte.
Die Gattung Ilyella beinhaltet aktuell nur drei beschriebene Arten:
Ilyella gigas (Schmarda, 1859)
Ilyella purpurea Stummer-Traunfels, 1933
Ilyella yrsa Marcus & Marcus, 1968
Synonyme:
Centrostomum gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Discoplana gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Discoplana subviridis Plehn, 1896 · unaccepted
Euplana gigas (Schmarda, 1859) · unaccepted
Euplana subviridus (Plehn, 1896) · unaccepted
Leptoplana gigas Schmarda, 1859 · unaccepted
Leptoplana lactea (Stimpson, 1857) · unaccepted
Leptoplana subviridis Plehn, 1896 · unaccepted
Susakia badiomaculata Kato, 1934 · unaccepted
Susakia subviridis (Plehn, 1896) · unaccepted






Béatrice Serventi