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Choeroichthys latispinosus Muiron Seenadel

Choeroichthys latispinosus wird umgangssprachlich oft als Muiron Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Steckbrief

lexID:
15851 
AphiaID:
277993 
Wissenschaftlich:
Choeroichthys latispinosus 
Umgangssprachlich:
Muiron Seenadel 
Englisch:
Muiron Pipefish, Muiron Island Pipefish, Muiron Islands Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Choeroichthys (Gattung) > latispinosus (Art) 
Erstbestimmung:
Dawson, 1978 
Vorkommen:
Endemische Art, Östlicher Indischer Ozean, West-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
1 - 8 Meter 
Habitate:
Korallenriffe, Koralline Böden, Korallenbruch, Meerwasser, Riffverbunden 
Größe:
bis zu 5cm 
Temperatur:
°C - 25°C 
Futter:
Karnivor (fleischfressend), Krustentiere, Krustentierlarven, Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
DD ungenügende Datengrundlage 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2025-03-20 12:08:50 

Haltungsinformationen

Choeroichthys latispinosus Dawson, 1978

Die Muiron Seenadel bewohnt Korallenriff-Schutthänge um die Muiron Islands, West-Australien als endemische Art.

Die Seenadel ist insgesamt braun, ihre Kiefer zeigen eine unregelmäßiger heller Sprenkelung sowie einige Flecken an anderen Stellen der Schnauze.
Auf der mittlere Rückenlinie befinden sich drei helle Flecke, auf der Rückenseite des Rumpfes und der Schwanzflosse befinden sich ebenfalls helle Flecken.
Unterhalb der Mitte der Rückenflosse sind unregelmäßige helle Sprenkelungen zu sehen, die Rückenflosse selber ist schmal schwarz oder braun gesäumt.
Alle Flossen dunkel pigmentiert, die Rückenflosse ist nicht zweifarbig.

Choeroichthys latispinosus unterscheidet sich von den anderen Arten der Gattung durch einen vorspringenden, zurückgebogenen, stacheligen anterolateralen Rüsselrücken.

Etymologie:
Der Gattungsname "Choeroichthys" kommt aus dem Griechischen "choiros" (Schwein) dem Griechischen "ichthys" (Fisch).
Der Artname "latispinosus" leitet sich vom lateinischen "atus" (Seite) und "spinosus" (dornig) ab und bezieht sich auf den vorspringenden seitlichen Schnauzenrücken.

Ähnliche Arten:
Choeroichthys brachysoma, hat aber eine weniger tiefe Schnauze, der die seitlichen Stacheln an der Spitze fehlen.
Choeroichthys smithi hat einen Rückenflossenstrahl weniger und einen kürzeren Rückenflossenansatz

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. FishBase (multi). Abgerufen am 07.08.2023.
  2. Fishes of Australia (en). Abgerufen am 07.08.2023.

Bilder

Allgemein


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