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Vanacampus vercoi Vercos Seenadel

Vanacampus vercoi wird umgangssprachlich oft als Vercos Seenadel bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


Steckbrief

lexID:
15802 
AphiaID:
283130 
Wissenschaftlich:
Vanacampus vercoi 
Umgangssprachlich:
Vercos Seenadel 
Englisch:
Flinder's Pipefish, Little Pipefish, Vercos Pipefish , Verco's Pipefish 
Kategorie:
Seenadeln 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Teleostei (Klasse) > Syngnathiformes (Ordnung) > Syngnathidae (Familie) > Vanacampus (Gattung) > vercoi (Art) 
Erstbestimmung:
(Waite & Hale, ), 1921 
Vorkommen:
Endemische Art, Süd-Australien 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
2 - 3 Meter 
Habitate:
Geröllböden, Gezeitenkanäle, Gezeitentümpel / Felsenpools 
Größe:
bis zu 10,5cm 
Temperatur:
16°C - 17.9°C 
Futter:
Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2023-06-10 19:14:20 

Haltungsinformationen

Vanacampus vercoi ist eine selten vorkommende Seenadel, die nur in Südaustralien vorkommt.

Der Körper der Seenadel ist bräunlich mit 4 - 6 hellen schmalen Streifen auf dem Rücken und einem dunklen Streifen auf der Vorderseite jedes Körperrings.7
Auf dem unteren Teil des Kiemendeckels sind oft helle Flecken oder Streifen zu sehen.

Vanacampus vercoi bewohnt flache subtidale Makroalgen- und Seegraswiesen (Posidonia und Zostera), Gezeitentümpel, Gezeitenkanäle und Geröllhabitate, wo sich die Seenadel von kleinen Krebstieren, die auf dem Substrat und zwischen Algen und Seegrasblättern zu finden sind, ernährt.
Mysidacea sind eine wichtige Nahrungsquelle für Jungtiere
Vanacampus verco ist ovovivipar (bringt lebende Junge zur Welt); die Eier werden von den Männchen in einem geschlossenen Beutel an der Unterseite des Schwanzes direkt hinter der Afterflosse ausgebrütet.
Die Körperringe sind in einem frühen Stadium vorhanden, die Afterflosse ist reduziert.
Verco's Seendel hat eine kürzere Schnauze, weniger Rüsselringe und weniger Subdorsalringe als andere Arten der Gattung Vanacampus.
Sie kann auch mit zwei anderen kurzschnäuzigen Arten verwechselt werden: Kaupus costatus und Pugnaso curtirostris.
Vanacampus vercoi hat weniger Rückenflossenstrahlen als Kaupus costatus (19-21 gegenüber 30-36) und unterscheidet sich von Pugnaso curtirostris durch eine geringere Anzahl von Rüsselringen (16 gegenüber 18) und durch einen vollständigen Opercularkamm.

Die Art ist nach dem australischen Biologen und Malakologen Joseph Verco (1851-1933) benannt worden.

Synonyme:
Corythoichthys flindersi Scott, 1957
Syngnathus vercoi Waite & Hale, 1921

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.


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