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Rhinomuraena quaesita Nasen-Muräne

Rhinomuraena quaesita wird umgangssprachlich oft als Nasen-Muräne bezeichnet. Bei der Haltung gibt es einige Dinge unbedingt zu beachten. Es wird ein Aquarium von mindestens 500 Liter empfohlen. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.



Steckbrief

lexID:
145 
Wissenschaftlich:
Rhinomuraena quaesita 
Umgangssprachlich:
Nasen-Muräne 
Englisch:
Black Leafnosed Moray Eel, Black Ribbon Eel, Ribbon Eel, Ribbon Moray 
Kategorie:
Muränen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Anguilliformes (Ordnung) > Muraenidae (Familie) > Rhinomuraena (Gattung) > quaesita (Art) 
Erstbestimmung:
Garman, 1888 
Vorkommen:
Amerikanisch-Samoa, Australien, China, Cookinseln, Französisch-Polynesien, Guam, Indonesien, Indopazifik, Japan, La Réunion, Malediven, Marshallinseln, Mauritius, Mikronesien, Neukaledonien, Nördliche Mariannen, Ost-Afrika, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Samoa, Seychellen, Taiwan, Tansania, Tonga, Tuamotu-Archipel, Weihnachtsinsel  
Meerestiefe:
1 - 67 Meter 
Größe:
120 cm - 130 cm 
Temperatur:
22°C - 27°C 
Futter:
Frostfutter (große Sorten), Futtergarnelen, Garnelen, Kleine Fische, Korallenfische aller Art, Muschelfleisch, Stinte 
Aquarium:
~ 500 Liter 
Schwierigkeitsgrad:
kein Anfängertier 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
Rote Liste:
LC nicht gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2017-06-16 09:36:04 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Rhinomuraena quaesita besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Rhinomuraena quaesita bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Rhinomuraena quaesita aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Garman, 1888

Im Riffaquarium sehr gut zu pflegen, aber nicht mit Garnelen zu vergesellschaften.
Auch kleine Fische könnten zur Beute zählen.
Friedlicher, langsamer Fresser, sollte gezielt gefüttert werden, tlw. nicht einfach ans Futter zu bringen.

Bei Wohlbefinden zeigt sie sich öfters in ihrer ganzen Schönheit.
Braucht sehr gutes Aquarienwasser (Voraussetzung im Riffaquarium).

Gräbt sich nicht in den Sand ein, wie bei de Graaf beschrieben, sondern lebt genauso versteckt wie alle Muränen.
Sehr friedliches Tier, nur wenn Garnelen im selben Aquarium sind, könnten diese zu Beute werden.

Das Aquarium sollte gut gegen Ausbruch gesichert sein, da Muränen jeden Ausgang finden.

Leider nicht sehr oft im Handel.
Wandelt sich von schwarz (Jungtier) zu blau (erwachsen) und später gelb.
Mit etwa 60 cm färben sie sich das erst Mal.

Synonyme:
Rhinomuraea quaesita Garman, 1888
Rhinomuraena ambonensis Barbour, 1908

Systematik: Biota > Animalia (Kingdom) > Chordata (Phylum) > Vertebrata (Subphylum) > Gnathostomata (Superclass) > Pisces (Superclass) > Actinopterygii (Class) > Anguilliformes (Order) > Muraenidae (Family) > Muraeninae (Subfamily) > Rhinomuraena (Genus)



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Allgemein

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Haltungserfahrung von Benutzern

Horus am 07.12.17#12
Ich halte seit vielen Jahren Nasenmuränen, aktuell ein Paar mit unterschiedlicher Färbung und leicht abweichendem Körperbau in einem 650-Liter-Aquarium mit 1,40 Meter maximale Kantenlänge. Es scheint sich allerdings um zwei verschiedene Unterarten zu handeln; die hellblaue mit etwa 1 Meter Länge und großen gelben Nasenflügeln stammt vermutlich aus dem ostafrikanischen Raum, die andere (schwarz mit deutlich kleineren cremefarbenen Nasenflügeln und ebenfalls 1 Meter Länge) stammt wohl aus der Region um Bali. Die Bali-Muräne ist zudem deutlich schlanker und hat auch keine Gelbfärbung am Kopf, während die hellblaue im vorderen Bereich eine deutliche Linienzeichnung aufweist, die mitunter silbrig-blau schimmert.
Beide Muränen haben lange Zeit nach dem Kauf nicht gefressen, bei der einen sind drei Wochen dokumentiert, bei der später hinzugesetzten sogar 14 Wochen! Sie hat aber in diesem Zeitraum kaum abgenommen, vermutlich wegen des insgesamt sehr trägen Stoffwechsels und der relativ seltenen Bewegungsphasen. Inzwischen fressen beide Muränen sehr gut, im Durchschnitt 3 bis 5 Stinte pro Woche, verteilt auf zwei Fütterungen. Es gibt immer mal wieder kurze Diätphasen bei beiden, die aber kaum länger als eine Woche dauern. Im gleichen Becken werden etwa 20 Felsengarnelen mit einer Länge zwischen 3 und 6 cm gehalten, die ursprünglich mal als Lebendfutter vorgesehen waren. Allerdings kümmern sich die Muränen in keiner Weise um die Garnelen, die ihrerseits auch nicht vor direktem Körperkontakt mit den Muränen zurückschrecken.
Die Angaben zum Farbwechsel bei Nasenmuränen kann ich durch eigene Beobachtungen nicht bestätigen. Es ist keineswegs so, dass nur Jungtiere bis etwa 60 cm schwarz gefärbt sind, wie gelegentlich zu lesen. Im Gegenteil: Ich habe ein erwachsenes dunkelblau gefärbtes Tier gekauft, welches innerhalb von 6 Monaten bei paarweiser Haltung einen Farbwechsel nach schwarz vollzogen hat.
Falls es sich nicht um eine eigene Unterart oder Farbmorphe handelt, sind die wissenschaftlich aufgearbeiteten Beobachtungen aus dem Vivarium Karlsruhe und aus dem Schönbrunner Zoo in Wien sehr aufschlussreich. In beiden Fällen wurden Eiablagen bei Nasenmuränen beobachtet und dokumentiert, in einem Fall sogar bis zum Larvenstadium in der dritten Woche. Bemerkenswert dabei war der Umstand, dass die beiden ausgewachsenen Partner (mit etwa 120 cm Länge) zuvor eine schwarzgelbe Umfärbung durchgemacht haben. Ein an der Farbe festzumachender Geschlechts-Dimorphismus war nicht zu erkennen. Lediglich ein etwas mehr gekrümmter Nasenrücken unterschied das Männchen äußerlich sichtbar vom Weibchen.
Die Hinweise zum Ausbruchsverhalten von Nasenmuränen sind überaus ernst zu nehmen. Die Tiere finden jede noch so kleine Öffnung, wenn sie größer als etwa 6 mm ist, und zwängen sich hindurch. Zu beachten ist auch, dass bei offenen Strömungspumpen der Lamellenabstand des Schutzkorbs nicht zu groß sein darf. Die Tiere verletzen sich leider häufig, wenn sie auf ihren Streifzügen durchs Aquarium über die Pumpen schwimmen und der dünne Schwanz zwischen die Lamellen gesogen wird. Ein Schutzkorb mit maximal 5 mm Maschenweite ist daher Pflicht!

MichaW am 15.06.17#11
Hallo, ich pflege diese schöne Muräne nun schon ca. 2,5 Jahren. Mit der Fütterung hatte ich Glück! Habe sie schon futterfest von meinem Händler bekommen. Leider hat sie unregelmäßig Hunger. Kam schon vor das sie fast zwei Wochen nichts wollte und dann wieder drei Tage hintereinander einen ganzen Stint verspeist. Futter nimmt sie nur Stinte zu sich! Muss sie gezielt füttern, da sie nicht die Schnellste beim fressen ist. Die restlichen Aquariumbewohner läßt sie in Ruhe. Sie lebte lange Zeit mit einer Putzergarnele, einem Segelflossen-Doktorfisch inkl. Feilenfisch unter einer Riffplatte. Eine richtig interessante WG. Vor ca. 4 Monaten hat sich nun ein Rotfeuerfisch (ca. 15cm) dazu gesellt. Jetzt wird es natürlich sehr eng, aber sie akzeptieren sich. Gefärbt hat sie sich bis Heute nicht, hat mitlerweilen eine Länge von ca. 1,10m. Hat auch schon verschiedene Höhen und Tiefen im Aquarium überstanden. Zeigt sich vorwiegend in der Abenddämmerung in ihrer vollen Pracht und Länge.
Also ich würde die Muräne als leichten Pflegling bezeichnen. Man sollte am Anfang ihre Fressgewohnheiten gut beobachten, dann sollte es auch in einem Gemeinschaftsbecken funktionieren.
Maximator am 19.07.12#10
Ich habe diese Muräne seit ca. 2 Monaten. Am Anfang war es wirklich zu verzweifeln. Die Muräne ist öfters herum geschwommen bzw. hat aber auch die Versteckmöglichkeiten (Plastikrohr) sofort angenommen. Nur mit dem Futter war es ein Problem. Sie kam beim Füttern heraus und hat aber nichts angenommen. Weder Stint, noch Mysis, noch Rotaugenbrut, noch Garnelenfleisch. Das ging so für 3 Wochen und sie wurde dünner und dünner. (im Aquariengeschäft hatte sie nach einiger Zeit tadellos gefressen).
Als letztes Mittel hab ich dann gefrorene Riesenscampi aus dem Supermarkt gekauft und die klein gemacht. Am Anfang auch kein Interesse. Aber dann kam mir eine Kardinalsgarnele zu Hilfe. Sie hatte das Stück gepackt und wollte es fortziehen. Da kam bei der Muräne anscheinend Futterneid auf und sie hat es genommen. Seitdem frisst sie ganz normal und nimmt das Futter direkt vom Futterstab weg.
Die richtigen Garnelen ( 2 Lysmata amboinensis sowie 2 Kardinalsgarnelen leben mit ihr in der selben Felsenburg und sie tut weder den Garnelen noch meinen Fischen etwas. Im Gegenteil, wenn die Muräne aus ihrem Loch kommt, schwimmt mein Traumkaiserfisch mit ihr durchs Becken.)

Fazit: Sehr schwer in der Eingewöhnung ans Futter zu bringen. Wenn aber Futterannahme erreicht dann ein sehr schöner und eigentlich auch leichter Pflegling
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