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Selene setapinnis Atlantischer Mondfisch

Selene setapinnis wird umgangssprachlich oft als Atlantischer Mondfisch bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.


Profilbild Urheber Kevin Bryant, USA


Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Kevin Bryant, USA Kevin Bryant Please visit www.flickr.com for more information.

Eingestellt von AndiV.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13879 
AphiaID:
159647 
Wissenschaftlich:
Selene setapinnis 
Umgangssprachlich:
Atlantischer Mondfisch 
Englisch:
Atlantic Moonfish 
Kategorie:
Makrelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Actinopterygii (Klasse) > Perciformes (Ordnung) > Carangidae (Familie) > Selene (Gattung) > setapinnis (Art) 
Erstbestimmung:
(Mitchill, ), 1815 
Vorkommen:
Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Barbados, Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, Britische Jungferninseln, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Dominikanische Republik, Florida, Französisch-Guayana, Golf von Maine, Golf von Mexiko, Grenada, Guadeloupe, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Jamaika, Kanada, Kolumbien, Kuba, Mauritanien, Montserrat, Nicaragua, Niederländische Antillen, Ost-Atlantik, Ostküste USA, Panama, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Sint Eustatius und Saba, Süd-Amerika (Westlicher Atlantischer Ozean), Suriname, Trinidad und Tobago, Uruguay, Venezuela, Westliche Indische Inseln 
Meerestiefe:
0 - 110 Meter 
Größe:
40 cm - 60 cm 
Gewicht :
4,6 kg 
Temperatur:
12°C - 27,9°C 
Futter:
Fangschreckenkrebse (Stomatopoden), Insekten, Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische, Krill (Euphausiidae), Krustentiere, Langusten, Mysis (Schwebegarnelen), Nekton (im freien Wasserraum lebende Organismen), Räuberische Lebensweise, Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
LC Nicht bedroht 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2021-05-22 13:30:41 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Selene setapinnis besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Selene setapinnis bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Selene setapinnis aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Der Atlantischer Mondfisch hat einen beilförmigen Körper und eine langgezogene, platt wirkende hohe Stirn.
Es handelt sich hierbei um eine schwarmbildende Art, die gewöhnlich in Bodennähe von Binnengewässern vorkommt.
Juvenile Fische kommen in der Nähe der Oberfläche vor, bis zu 180 km vor der Küste, sie sind aber auch in Buchten und Flussmündungen anzutreffen.
Die Geschlechtsreife wird bei einer Gabellänge von etwa 13 cm erreicht, der Atlantischer Mondfisch ernährt sich von kleinen Fischen und Krebstieren.

Körper und Kopf sind silbrig, manchmal mit einem metallischen Blaustich, der auf dem Oberkörper, dem Kopf und der Schnauze ausgeprägter ist.
Ein schwacher dunkler Fleck ist am Rand des Operculums nahe dem oberen Rand zu erkennen, sowie ein schmaler schwarzer Bereich auf der Oberseite des Schwanzstiels.
Die Flossen der Tiere sind klar oder hyalin, mit einer dunklen oder olivgelben Tönung auf dem zweiten Rücken- und Schwanzflossenlappen, bei einigen. Jungtiere im Allgemeinen silbrig mit einem ovalen schwarzen Fleck über dem geraden Teil der Seitenlinie, der bei einigen Individuen bis zu einer Gabellänge von 9 cm bestehen bleibt, bei anderen aber bei 7 cm Länge verschwindet.

Insgesamt scheint die Erforschung der Art noch nicht hinreichend zu sein, da die Fachliteratur stark voneinander abweichende Informationen vergibt:

Größe:
Die Größenangaben variieren für adulte Tiere zwischen 30cm und 60cm!

Wassertiefe:
Die Wassertiefe für die Art variiert zwischen 50 Metern und 120 Metern!

Der Verzehr dieses Tiers kann die gefürchtete Ciguatera-Fischvergiftung auslösen.

Die Ursache liegt bei bestimmten Einzellern (Dinoflagellaten, wie z. B. Gambierdiscus toxicus), diese produzieren im Körper von harmlosen und ansonsten gut verträglichen Speisefischen Gifte, die beim Menschen zu verschiedenen Symptomen führen können:

Anfangs-Beschwerden: Schwitzen, Taubheitsgefühl und Brennen, vor allem im Mundbereich.
Später folgen Schüttelfrost, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Unterleibsschmerzen und Muskelkrämpfe. Parästhesien (Juckreiz, Kribbeln, Taubheitsgefühl) an den Lippen, der Mundschleimhaut und vor allen an Handinnenflächen und Fußsohlen, Taubheitsgefühle in Händen, Füßen sowie im Gesicht.

Lähmungen der Skelettmuskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, Schwindel und Koordinationsstörungen können auftreten. Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Frösteln und Schwitzen sind weitere Symptome. Allgemeines Schwächegefühl entsteht. Alkoholverzehr verschlimmert die Beschwerden.

Seltener sind lebensbedrohlicher Blutdruckabfall und Herzrasen (Tachykardie) oder das Gegenteil davon. Insgesamt ist die Erkrankung sehr selten, sie führt jedoch in etwa 7% aller Fälle zum Tod.

Achtung: Ein Gegengift existiert nicht!

Erste Hilfe:
Möglichst frühzeitig: Auspumpen des Magens, wenn nicht von selbst Erbrechen erfolgt
Aktivkohle (medizinische Kohle) geben zur Bindung der Giftstoffe: Dosierung ist 1 g / kg Körpergewicht.
Ausscheidung fördern: Als Akuttherapie kann der behandelnde Arzt eine Infusion von 20 % Mannitol (Zuckeralkohol) erfolgen. Der Wirkungsmechanismus ist unklar. Mannitol fördert die Urinausscheidung, deshalb darf diese Maßnahme erst nach Ergänzen von Flüssigkeit und Elektrolyten zur Vermeidung eines Kreislaufzusammenbruchs erfolgen.
Rehydratation mit Flüssigkeit und Elektrolyten ist sowieso eine sinnvolle Maßnahme, insbesondere nach Erbrechen und Durchfall.
Bei lebensbedrohlichen Situationen sollten Plasmaexpander gegeben werden, also Infusionen, die Volumen des Blutes vergrößern und über längere Zeit im Kreislauf verbleiben.

Eine Herz-Kreislauf-Symptomatik kann weitere ärztliche Maßnahmen erforderlich machen: Bei einer Verlangsamung des Herzschlages kann Atropin, bei einem Blutdruckabfall Dopamin gegeben werden.


Mehr Informationen finden Sie hier:

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/seite116.htm

Synonyme:
Vomer setapinnis (Mitchill, 1815)
Zeus setapinnis Mitchill, 1815

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Allgemein


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