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Candidella imbricata Tiefsee-Gorgonie

Candidella imbricata wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Gorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Foto: Kelvin Seamount, New England Seamounts, Nord-Atlantik

Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Prof. Dr. Les Watling, Hawaii Bilddetail


Steckbrief

lexID:
13195 
AphiaID:
125406 
Wissenschaftlich:
Candidella imbricata 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Gorgonie 
Englisch:
Shingled Tree Coral, Gorgonian 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Primnoidae (Familie) > Candidella (Gattung) > imbricata (Art) 
Erstbestimmung:
(Johnson, ), 1862 
Vorkommen:
Bermuda, Biscaya, Brasilien, Dominikanische Republik, Europäische Gewässer, Florida, Golf von Mexiko, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Karibik, Kuba, Madeira, Martinique, Mittelmeer, Ost-Atlantik, Portugal, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Süd-Atlantik, West-Atlantik 
Meerestiefe:
514 - 2139 Meter 
Größe:
bis zu 25cm 
Temperatur:
3,66°C - 12,5°C 
Futter:
Azooxanthellat, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Meeresschnee, Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2020-08-14 18:13:36 

Haltungsinformationen

In den Tiefen unserer Ozeane, dort, wohin kein Mensch ohne besonders gebaute und ausgestattete Unterwasserfahrzeuge (ROV, AUV, UUV) gelangen kann, leben Tiere, die in Schönheit und Anmut ihren tropische Vettern in nichts nachstehen müssen, allerdings in ständiger Dunkelheit.

Die Tiefsee-Gorgonie Candidella imbricata lebt in großen Tiefen in sehr kaltem Wasser und wurde u.a. auf dem Kelvin Seamount, einem erloschenen Unterwasservulkan, der zur den New England Seamounts im Nord-Atlantik gehört, und auf den Corner Rise Seamounts, im nördlichen Atlantik östlich der New England Seamounts, gefunden.
Weitere Funde dieser Gorgonie stammen von den San Pablo,- Muir,- und den Manning Seamounts, die ebenfalls zur Gruppe der New England Seamounts gehören.

Interessant ist, dass diese Gorgonie oft von Weichkorallen, z.B. durch Primnoidae, hier die epibiotisch lebende Weichkoralle Gorgoniapolynoe caeciliae (Fauvel, 1913), und Mengen des Polychaeten-Wurms (Gorgoniapolynoe caeciliae) besiedelt werden.
Die genauen Gründe für diese Besiedelung sind noch nicht vollständig geklärt (Vorteile bei der Ernährung, Schutz vor Fressfeinden...).

Die Gorgonie besitzt keinen internen Zooxanthellen und muss ihre Lebensenergie daher durch den Fang von passendem Zooplankton und Meeresschnee decken.

Aufgrund der Tiefenverbreitung wird die Koralle nicht in den Handel gelangen, zudem wäre es nur mit sehr großem technischem Aufwand möglich, ihr die notwenigen Lebensbedingungen zu bieten.
Über solchen Sinn oder Unsinn lässt sich bekanntlich streiten, aber warum etwas pflegen, dass immer Dunkelheit benötigt und nicht betrachtet werden kann und soll?
Letztlich wäre eine solche Koralle finanziell wohl nicht käuflich, da die Beschaffungskosten immens wären.

Wir bedanken uns herzlich bei Prof. Dr. Les Watling aus Hawaii für die Erlaubnis, seine Fotos nutzen zu dürfen.

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