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Metallogorgia melanotrichos Tiefsee-Gorgonie

Metallogorgia melanotrichos wird umgangssprachlich oft als Tiefsee-Gorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nicht für Heimaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
12534 
AphiaID:
125355 
Wissenschaftlich:
Metallogorgia melanotrichos 
Umgangssprachlich:
Tiefsee-Gorgonie 
Englisch:
Deep Sea Fan, Deep Sea Coral, Deep Sea Pen, Pink Parasol Coral 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Chrysogorgiidae (Familie) > Metallogorgia (Gattung) > melanotrichos (Art) 
Erstbestimmung:
(Wright & Studer, ), 1889 
Vorkommen:
Azoren, Bahamas, Europäische Gewässer, Hawaii, Karibik, Kingmanriff, Mittelmeer, Neuseeland, Nord-Atlantik, Nord-Pazifik, Ostchinesisches Meer, Ostküste USA, Palmyra-Atoll, Spanien, West-Atlantik , West-Australien 
Meerestiefe:
277 - 1813 Meter 
Größe:
bis zu 100cm 
Temperatur:
2,3°C - 13°C 
Futter:
Azooxanthellat, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Meeresschnee , Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Nicht für Heimaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-11-09 18:49:26 

Haltungsinformationen

Wir bedanken uns ganz herzlich für das erstklassige Foto von Paragorgia johnsoni bei Prof. Dr. Les Watling aus Hawaii, die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2004/2005 und wurde mit Unterstützung durch die NOAA Office of Ocean Exploration auf dem Manning Seamount, weit von der Ost-Küste der USA.
Ganz sicher sind die Vorkommensorte dieser Gorgonie noch nicht vollständig bekannt, dies ist der teilweise immensen Wassertiefe geschuldet, diese Tiere kommen in Tiefen bis zu knapp 2 Kilometern auf sogenannten Tiefseebergen, z.B. in den New England Seamounts vor, und werden dann nur mit technischer Hilfe durch ein ROV entdeckt, fotografiert und gesammelt.
Da in diese gewaltigen und kalten Tiefen kein Sonnenlicht mehr vordringen kann, müssten diese Korallen sich auf den Fang von Plankton spezialisiert haben, um die notwenige Lebensenergie zu gewinnen.
Paragorgia johnsoni erreicht dies durch eine sehr große, fächer-netzartige Oberflächenstruktur, ideal um Plankton aus der Strömung einzufangen
Oftmals ernähren sich Tiefseekorallen durch einen kontinuierlich absinkenden Meeresschnee.

Zur Namensgebung: der Gattungsname "Metallogorgia" mag durch die stark metallisch goldglänzende Farbe der Kolonie gewählt worden sein.
Die Farbe der Polypen sind weiß.

Sehr Interessant ist zudem die Lebensgemeinschaft mit dem Schlangenstern Ophiocreas oedipus (Lyman, 1879), der Seestern findet im Geäst der Gorgonie Schutz vor Fressfeinden und zudem eine Plattform über dem Meeresboden, um sich von schwebenden Partikeln und Suspensionen zu ernähren.
Untersuchungen haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Größe des Schlangensterns und der Größe der Koralle gibt, alles deutet darauf hin, dass sich juvenile Schlangensterne auf dem jungen Oktokorallen niederlassen und "die beiden Arten dann zusammen wachsen, reifen und alt werden.
Der Seestern Ophiocreas oedipus kommt nur auf dieser Gorgonie vor, die Koralle allerdings zieht keinen Nutzen aus dem Vorhandensein des Seesterns.

Synonym: Chrysogorgia squarrosa (Wright & Studer, 1889)

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