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Odontaspis ferox Kleinzahn-Sandtigerhai, Schildzahnhai

Odontaspis ferox wird umgangssprachlich oft als Kleinzahn-Sandtigerhai, Schildzahnhai bezeichnet. Haltung im Aquarium: Für Aquarienhaltung nicht geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
12363 
AphiaID:
105844 
Wissenschaftlich:
Odontaspis ferox 
Umgangssprachlich:
Kleinzahn-Sandtigerhai, Schildzahnhai 
Englisch:
Bumpytail Ragged-tooth, Herbsts Nurse Shark, Herbst's Nurse Shark, Sand Tiger Shark, Smalltooth Sand Tiger, Smalltooth Sandtiger 
Kategorie:
Haie 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Chordata (Stamm) > Elasmobranchii (Klasse) > Lamniformes (Ordnung) > Odontaspididae (Familie) > Odontaspis (Gattung) > ferox (Art) 
Erstbestimmung:
(Risso), 1810 
Vorkommen:
Ägypten, Algerien, Australien, Azoren, Balearen, Brasilien, Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chagos-Archipel (Britisches Territorium im Indischen Ozean), Chile, Costa Rica, Equador, Europäische Gewässer, Florida, Galapagosinseln, Golf von Kalifornien / Baja California, Golf von Mexiko, Hawaii, Indonesien, Indopazifik, Israel, Japan, Java, Kapverdische Inseln, Kermadecinseln, Kokos-Insel (Costa Rica), Kolumbien, Kuba, Madagaskar, Madeira, Malediven, Malpelo, Marokko, Mittelmeer, Neuseeland, New South Wales, Northern Territory, Ost-Atlantik, Ost-Pazifik, Östlicher Indischer Ozean, Spanien, Sri Lanka, Süd-Afrika, Süd-Australien, Taiwan, Tansania, Tulamben, USA, West Sahara, West-Atlantik , West-Australien, Westlicher Indischer Ozean, Zentral-Pazifik 
Meerestiefe:
10 - 2000 Meter 
Größe:
360 cm - 450 cm 
Gewicht :
289 kg 
Temperatur:
5°C - 16°C 
Futter:
Große Fische, Kleine Fische, Krustentiere, Tintenfische, Sepien, Kraken, Kalmare (Cephalopoda 
Schwierigkeitsgrad:
Für Aquarienhaltung nicht geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
VU gefährdet 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-08-30 15:35:06 

Haltungsinformationen

Wenn es um Haie geht, dann fallen den Menschen meisten gleich zwei Dinge ein, den "menschenfressenden Weißen Hai aus dem Spielfilm von Steven Spielberg" und das unglaublich brutale Shark-Finning, dem weltweit bis zu 100.000.000 Tiere mit Hilfe von bis zu 130 Kilometer langen und mit mehr als 20.000 Köderhaken bestückten Langleinen zum Opfer fallen.
Diesen Tieren werden oftmals alle Flossen am lebendigen Leib abgeschnitten und die sterbenden, bewegungsunfähigen Leiber zurück ins Meer geworfen.
Solange Haifischflossen in Suppen gegessen werden, wird auch diesen "Gesundheitspolizisten" der Meere nachgestellt.

Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass gesunde und artenreiche Korallenriffe nur dann existieren können, wenn es auch genügend Haie gibt, die kranke Meerestiere und Aas vertilgen.
Der Fraßdruk der Haie wirkt sich, obwohl zunächst nicht nachvollziehbar, positiv auf die Vermehrungsrate und Gesundheit der kleinen Rifffische aus!

Auf der Cites-Konferenz in Genf im August 2019 wurde die Makohaie unter Schutz gestellt, es fragt sich allerdings, ob diese gutgemeinte Hilfe auch Wirkung zeigen kann, wenn das Fangverbot immer wieder unterlaufen wird (selbst europäische Länder wie Spanien oder Portugal sind in dieses lukrative Geschäft involviert.

Der Kleinzahn-Sandtigerhai gehört nicht zu den 7 Arten, die Menschen angreifen.
Zu den Arten, die Menschen attackieren können gehören:
der Weiße Hai (Carcharodon carcharias)
der Bullenhai (Carcharhinus leucas)
der Sandtigerhai (Carcharias taurus)
der Tigerhai (Galeocerdo cuvier)
der Schwarzspitzenhai (Carcharhinus brevipinna)
der Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus)
der Blauhai (Prionace glauca)

Der Kleinzahn-Sandtigerhai, der auch Schildhai genannt wird, ist ein Bewohner der küstenentfernten Hochsee und wird allerhöchstens in großen Publikumsaquarien zu sehen sein.
Der Hai bringt lebende Junge zur Welt, wobei nur wenige Junge tatsächlich "das Licht des Meeres" erblicken, im Leib der Mutter kommt es zu Kannibalismus, die stärksten Jungtiere fressen die weniger starken Geschwister auf.

Haien gehören, nach dem Schwertwal, zu den absoluten Spitzenpredatoren, aber auch sie leben nicht ungefährdet, es gibt immer einen noch größeren Hai....

Eine sehr schöne und informative Seite zum Kleinzahn-Sandtigerhai ist diese:
https://www.canariansea.com/2014/04/kleinzahn-sandtigerhai-odontaspis-ferox.html

Haibisse können für Menschen durchaus tödlich verlaufen, insbesondere die 10 gefährlichsten Haiarten kommen in Frage und können unprovozierte Angriffe aus Menschen starten: - Weißer Hai - Bullenhai - Tigerhai - Sandtigerhai - Schwarzspitzenhai - Bronzehai - Spinnerhai - Blauhai - Hammerhai - Weißspitzenhai. Der Biss durch einen Hai gehört zu den Urängsten der Menschen, die Anzahl der Toten durch Hai-Attacken ist aber sehr gering: 2015 gab es 98 Angriffe durch Haie und in 6 Fällen hatte der Angriff ein tödliches Ende für den Menschen zur Folge. 2016 gab es 107 Angriffe durch Haie und in 8 Fällen hatte der Angriff ein tödliches Ende für den Menschen zur Folge. Quellen: http://hai.ch/Hai-Infos/Unfaelle/index.html http://www.focus.de/reisen/videos/auch-urlaubsorte-betroffen-schrecklicher-rekord-2016-gab-es-mehr-hai-angriffe-als-je-zuvor_id_6519581.html http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hai-angriffe-erreichen-2015-rekordhoch-weiterer-anstieg-erwartet-a-1076339.html http://www.zeit.de/2016/37/haie-toetung-tierschutz-surfer Im Umkehrschluss fielen dem Menschen aber 100 Millionen Haie zum Opfer. http://www.zeit.de/2016/37/haie-toetung-tierschutz-surfer Die Gefahr durch einen Hai gebissen zu werden, ist regional sehr unterschiedlich, die meisten Angriffe erfolgten in Florida, Australien und Süd-Afrika. Bitte achten Sie unbedingt darauf, nicht mit blutenden Hautwunden ins Wasser zu gehen, beachten Sie Badewarnungen der Behörden und seien Sie bei der Nutzung von Surfbrettern sehr achtsam, da Haie die Bretter durchaus mit Robben und Seehunden verwechseln können. Nach Haibissen immer schnellstens einen Arzt oder / und den Rettungsdienst rufen, da starke Blutungen lebensbedrohend sein können.

Synonyme:
Carcharias ferox (Risso, 1810)
Odontaspis herbsti (Whitley, 1950)
Squalus ferox (Risso, 1810)

Bilder

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