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Nereocystis luetkeana Bullentang, Bullenpeitschentang, Bandentang, Blasentang, Speisetang

Nereocystis luetkeana wird umgangssprachlich oft als Bullentang, Bullenpeitschentang, Bandentang, Blasentang, Speisetang bezeichnet. Haltung im Aquarium: Nur für große Schauaquarien geeignet. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
12302 
AphiaID:
240752 
Wissenschaftlich:
Nereocystis luetkeana 
Umgangssprachlich:
Bullentang, Bullenpeitschentang, Bandentang, Blasentang, Speisetang 
Englisch:
Ribbon Kelp, Giant Kelp, Bull Whip Kelp, Bull Kelp, Sea Whip, Horsetail Kelp, Bladder Kelp, Sea Otter's Cabbage, Serpent Kelp, Giant Bull Kelp, Bullwhip Kelp 
Kategorie:
Braunalgen 
Stammbaum:
Chromista (Reich) > Ochrophyta (Stamm) > Phaeophyceae (Klasse) > Laminariales (Ordnung) > Laminariaceae (Familie) > Nereocystis (Gattung) > luetkeana (Art) 
Erstbestimmung:
(K.Mertens) Postels & Ruprecht, 1840 
Vorkommen:
Alaska, Aleuten, Beringmeer, Kanada, Ost-Pazifik, Russland, Westküste USA 
Meerestiefe:
10 - 36 Meter 
Größe:
200 cm - 460 cm 
Temperatur:
3,9°C - 15°C 
Futter:
Fotosynthese, Gelöste anorganische Stoffe (z.B. NaCL,CA, Mag, K, I.P), Gelöste organische Stoffe (z.B. Kohlenhydrate, Proteine, Nukleinsäuren...) 
Schwierigkeitsgrad:
Nur für große Schauaquarien geeignet 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Weiter verwandte
Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-08-11 12:16:23 

Haltungsinformationen

Der einjährige Bullen-Tang (Nereocystis luetkeana) wächst nur im kalten, sich bewegenden Wasser des Nordostpazifiks, von Nordkalifornien bis Süd-Alaska und bis zur Russischen Halbinsel Kamchatka, jeweils vom niedrigen Intertidal bis zum Subtidal.
Der Seetang bildet dichte " Kelpwälder " in Gebieten mit schnellen Strömungen, meist in felsigen Kanälen zwischen Inseln und stellt als Kelb ein wichtiges Biotop für viele marine Tiere dar.
Nereocystis luetkeana gewinnt seine "Nahrung" aus dem umgebenden Meerwasser und nicht durch seine "Wurzeln", die lediglich als "Festmacher" fungieren. Darüber hinaus absorbieren die Wedel oder Blätter das Sonnenlicht und speichern diese Energie in ihren Zellen.
Der größte Teil des Wachstums findet in den warmen und hellen Sommermonaten statt.
Lage und Wetter beeinflussen direkt die allgemeine Gesundheit und das Aussehen des Kelp.
Auch die Wassertemperatur ist ein wichtiger Faktor.

Die starken Thalli des Tangs wachsen auf felsigem Meeresboden in einer Tiefe von bis zu 30 Metern.
Seine vielen breiten, dicken, zarten Blätter auch Wedel genannt, (das Blattwachstum kann 15 cm pro Tag erreichen) wachsen aus einem Hohlkörper (Pneumatozyste) an der Spitze jedes einzelnen Stiels, dieser Hohlkörper ist mit Kohlenmonoxid gefüllt und dient dem Auftrieb, damit die Wedel die Oberfläche gut erreichen und die Fotosynthese betreiben können.

British Columbia in Kanada bietet wahrscheinlich die besten Allround-Bedingungen, die sich der Seetang wünschen kann.
Die nasse, zerklüftete Küstenlinie mit ihren vielen Bächen und Wasserläufen setzt eine Fülle von Nährstoffen in die Küstengewässer frei. Die Kombination dieser Faktoren ergibt ideale Wachstumsbedingungen für gesunden, starken Seetang.

Auch Menschen profitieren von Seetang, bei der Ernte werden nur die Wedel sorgfältig von Hand geerntet, mit einer Edelstahlschere beschnitten, etwa 30 cm über der Zwiebel, so dass der Seetang nachwachsen kann.

Die geernteten Wedel enthalten viele Mineralien und Vitamine.
Nach der Trocknung beträgt der Gehalt 25% bis 50% Mineralien, überwiegend Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Jod, sowie eine Reihe von Vitaminen.

Fressfeinde: Der Pazifischer Roter Seeigel (Strongylocentrotus franciscanus) setzt dem Bull-Kelb sehr stark zu, er knabbert bis zum völligen Ablösen des Tangs, so dass der Tag in Kürze zur bedrohten Art gerechnet werden kann.
Dies war nicht immer so, durch die Überfischung wurden die Fressfeinde des Seeigels stark reduziert und die Seeigel konnten sich nahezu explosionsartig vermehren.
Zu den Fressfeinden des Seeigels zählen z.B. der Kalifornischer Zahnlippfisch (Semicossyphus pulcher) und die Kalifornische Languste (Panulirus interruptus).

Synonyme:
Fucus luetkeanus K.Mertens, 1829
Nereocystis priapus (S.G.Gmelin) De A.Saunders, 1904
Ulva priapus S.G.Gmelin, 1768

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