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Bayergorgia vermidoma Kaltwassergorgonie, Tiefsee-Gorgonie

Bayergorgia vermidoma wird umgangssprachlich oft als Kaltwassergorgonie, Tiefsee-Gorgonie bezeichnet. Haltung im Aquarium: Kaltwassertier. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Aus dem Feldführer Feldführer von Martin Rauschert, & Wolf E. Arntz, "Antarctic Macrobenthos". A field guide of the invertebrates living at the Antarctic seafloor. Länge der abgebildeten Koralle: 6,5cm
Eingestellt von AndiV.
Mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Prof. Dr. rer. nat. Wolf E. Arntz, Deutschland Bilddetail


Steckbrief

lexID:
11903 
AphiaID:
472851 
Wissenschaftlich:
Bayergorgia vermidoma 
Umgangssprachlich:
Kaltwassergorgonie, Tiefsee-Gorgonie 
Englisch:
Cold Water Gorgonian Octocoral 
Kategorie:
Hornkorallen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Alcyonacea (Ordnung) > Plexauridae (Familie) > Bayergorgia (Gattung) > vermidoma (Art) 
Erstbestimmung:
Williams & Lopez-Gonzalez, 2005 
Vorkommen:
Argentinien, Arktische Gewässer, Patagonien, Scotiasee, Süd-Atlantik, Südliche Orkneyinseln, Südliche Shetlandinseln (Antarktis), Südlicher Ozean 
Meerestiefe:
120 - 1137 Meter 
Temperatur:
-0,06°C - 5,00°C 
Futter:
Azooxanthellat, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Invertebraten (Wirbellose), Meeresschnee , Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Kaltwassertier 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-01-23 15:13:39 

Haltungsinformationen

Wir bedanken und herzlich bei Prof. Dr. Wolf Arntz vom Alfred Wegener Institute Helmholtz Centre for Polar and Marine Research, Bremerhaven, für das erste tolle Foto der Tiefseegorgonie Bayergorgia vermidoma, das Foto stammt aus dem Feldführer von Martin Rauschert & Wolf E. Arntz, "Antarctic Macrobenthos" und zeigt den Endabschnitts einer lebenden Kolonie von Bayergorgia vermidoma.
Diese nahezu unverzweigte Kolonie wurde in der Drake Passage, einer Meeresstraße zwischen der Südspitze Südamerikas und der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel, in einer Tiefe von 994 Metern von Dieter Piepenburg bereits am 19. März 1998 vom Forschungseisbrecher Polarstern fotografiert.
Weitere Kolonien wurde u.a. um Elephant Island, den Shag Rocks, der Burdwood Bank, in Südgeorgien und um die Südlichen Sandwichinseln entdeckt und mit Hilfe eines Agassiz-Trawls, einem Metallrahmen mit angehängtem Netzbeutel, zu Tage gefördert.

Da in den gennannten Wassertiefen aufgrund von fehlendem Licht eine Symbiose mit energieliefernden Zooxanthellen ausgeschlossen ist, muss sich die Koralle durch den Fang von planktonischen Partikeln, wie z.B. von Meeresschnee, ernähren.

Die Erstbestimmung der Koralle von ging mit der Benennung des neuen Gattungsnamens "Bayergorgia" einher, und wurde Dr. Frederick M. Bayer vom Nationalmuseum für Naturkunde, Smithsonian Institution, gewidmet, der in den 1980er Jahren an diesem Taxon gearbeitet hatte.

Interessant ist, dass die Koralle teilweise von kommensalen Polychaeten bewohnt wird, die die seitigen Kelche der Polypen aktiv verändern, ohne dass die Gorgonie hierdurch nachhaltig geschädigt wird.

Für tropisch-warme Meeresaquarien ist diese Kaltwassergorgonie nicht geeignet, aufgrund ihrer Tiefenverbreitung, ihres geringen Vorkommens und den damit verbundenen extrem hohen Kosten ist auch nicht damit zu rechnen, dass diese Gorgonie jemals für wahre Spezialisten zur Verfügung stehen wird.

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