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Phyllodiscus semoni Feueranemone

Phyllodiscus semoni wird umgangssprachlich oft als Feueranemone bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.



Steckbrief

lexID:
11602 
AphiaID:
290756 
Wissenschaftlich:
Phyllodiscus semoni 
Umgangssprachlich:
Feueranemone 
Englisch:
Night Anemone, Sea Wasp Anemone 
Kategorie:
Anemonen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Actiniaria (Ordnung) > Aliciidae (Familie) > Phyllodiscus (Gattung) > semoni (Art) 
Erstbestimmung:
Kwietniewski, 1897 
Vorkommen:
Ambon, Australien, Endemische Art, Indonesien, Indopazifik, Japan, Sulawesi 
Meerestiefe:
1 - 40 Meter 
Größe:
10 cm - 20 cm 
Temperatur:
22°C - 28°C 
Futter:
Zooplankton (Tierisches Plankton), Zooxanthellen / Licht 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Besitzt ein gesundheitsschädliches Gift 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-03-17 13:31:12 

Gift

Dies ist ein allgemeiner Hinweis!
Phyllodiscus semoni besitzt ein gesundheitsschädliches Gift.
In der Regel geht von Tieren mit einem gesundheitsschädlichen Gift im normalen Aquarieaner-Alltag keine Gefahr aus. Lesen Sie die Nachfolgenden Haltungsinformationen und Kommentare von Aquarianern die Phyllodiscus semoni bereits in ihrem Aquarium halten, um ein besseres Bild über die mögliche Gefahr zu erhalten. Bitte seien Sie im Umgang mit Phyllodiscus semoni aber dennoch immer vorsichtig. Jeder Mensch reagiert anders auf Gifte.
Wenn Sie den Verdacht haben, mit dem Gift in Kontakt gekommen zu sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder den Giftnotruf.
Die Telefonnummer des Giftnotrufs finden Sie hier:
Übersicht Deutschland: GIZ-Nord
Übersicht Weltweit: eapcct.org

Haltungsinformationen

Phyllodiscus semoni Kwietniewski, 1897

Im Jahr 2011 haben die Wissenschaftler Dr. Bert W. Hoeksema and Dr. Andrea L. Crowtherv einen tollen Bericht über die Wandlungsfähigkeit der stark nesselden Seeanemone mit noch eindrucksvolleren Fotos über die unglaubliche Tarnung, Mimiky und Maskerade von Phyllodiscus semoni veröffentlicht.
Der Bericht zeigt die unglaubliche Wandlungsfähigkeit dieser Anemone und Anpassung an ihre Umgebung .
Wer nicht vorher darüber informiert wurde, könnte sehr leicht dazu verleitet werden, verschiedene Arten zu erkennen.

Auch wenn die Anemone an ihren Vorkommensorten eher als seltene Art gilt, so kann sie dennoch, auch im deutschen Fachhandel, z.B. über De Jong Marinelife, in verschiedenen Farben erworben werden.

Grundsätzlich sollten Aquarianer bei der Pflege von Feueranemonen eine besondere Umsicht walten lassen und das Tier möglichst nur mit dickeren Gummihandschuhen berühren.
Sollten sich die Nesselzellen der Anemone doch einmal in die Haut entladen, dann sollte umgehend ein Hautarzt konsultiert oder eine Klinik aufgesucht werden.

Siehe hierzu auch: https://churaumi.okinawa/en/userfiles/files/area/the-coral-reef/en_leaflet_kikenseibutsu.pdf

Wir bedanken uns bei Dr. Bert W. Hoeksema und Dr. Andrea L. Crowtherv für den Aufsatz und die tollen Fotos.

Phyllodiscus Semoni ist umgangssprachlich als Nachtanemone bekannt. Tagsüber ist sie zusammengezogen, in der Nacht streckt sich die Feueranemone und schiebt einen Stamm aus der Mitte hervor.

Feueranemonen sind in ihrem Aussehen sehr variabel. Ihr Aussehen ähnelt oft Korallen, Algen und andere Tieren.Dadurch verschmelzen diese Anemonen optisch mit ihrer Umgebebung, wodurch sie bestens vor Feinden getarnt sind, andererseits überlisten sie durch die Mimikry ihre Beute.Feueranemonen ernähren sich nachts von Zooplankton und kleinen Wirbellosen.

Phyllodiscus Semoni verfügt über Zooxanthellen/ symbiotische Dinoflagellaten in ihrem Gewebe.

Phyllodiscus semoni ist in flachen Meeren im zentralen Indo-West Pazifik, Indonesien, den Philippinen und in Japan heimisch.

Sie ist giftig und extrem gesundheitsschädlich, weil sie langanhaltende schmerzhafte Verletzungen beim Menschen verursachen kann.Der menschliche Kontakt mit Phyllodiscus Semoni kann eine schwere Dermatitis mit Ulzerationen (Geschwüren) und Schwellung des betroffenen Körperteils verursachen, welche Monate anhalten kann. In seltenen Fällen kann die Feueranemone zu akuten Nierenschäden bis zum Nierenversagen beim Menschen führen.Andere Organe scheinen nicht geschädigt zu werden.

In Japan nennt man deshalb die Feueranemone "unbachi-isoginchaku", was so viel wie See-Wespen Anemone heißt.

Synonym:
Phillodiscus semoni

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Allgemein

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