Haltungsinformationen
Sehr schön, sehr variabel, sehr giftig...
Im Jahr 2011 haben die Wissenschaftler Dr. Bert W. Hoeksema and Dr. Andrea L. Crowtherv einen tollen Bericht über die Wandlungsfähigkeit der stark nesselnden See-Anemone mit noch eindrucksvolleren Fotos über die unglaubliche Tarnung, Mimikry und Maskerade von Phyllodiscus semoni veröffentlicht.
Der Bericht zeigt die unglaubliche Wandlungsfähigkeit dieser See-Anemone und Anpassung an ihre Umgebung .
Wer nicht vorher darüber informiert wurde, könnte sehr leicht dazu verleitet werden, verschiedene Arten zu erkennen.
Auch wenn die See-Anemone an ihren Vorkommensorten eher als seltene Art gilt, so kann sie dennoch, auch im deutschen Fachhandel, z.B. über De Jong Marinelife, in verschiedenen Farben erworben werden.
Grundsätzlich sollten Aquarianer bei der Pflege von Feueranemonen eine besondere Umsicht walten lassen und das Tier möglichst nur mit dickeren Gummihandschuhen berühren.
Sollten sich die Nesselzellen der See-Anemone doch einmal in die Haut entladen, dann sollte umgehend ein Hautarzt konsultiert oder eine Klinik aufgesucht werden.
Siehe hierzu auch: https://churaumi.okinawa/en/userfiles/files/area/the-coral-reef/en_leaflet_kikenseibutsu.pdf
Wir bedanken uns bei Dr. Bert W. Hoeksema und Dr. Andrea L. Crowtherv für den Aufsatz und die tollen Fotos.
Phyllodiscus semoni ist umgangssprachlich als Nacht-See-Anemone bekannt. Tagsüber ist sie zusammengezogen, in der Nacht streckt sich die Feueranemone und schiebt einen Stamm aus der Mitte hervor.
Feueranemonen sind in ihrem Aussehen sehr variabel. Ihr Aussehen ähnelt oft Korallen, Algen und andere Tieren. Dadurch verschmelzen diese See-Anemonen optisch mit ihrer Umgebung, wodurch sie bestens vor Feinden getarnt sind, andererseits überlisten sie durch die Mimikry ihre Beute
.Feueranemonen ernähren sich nachts von Zooplankton und kleinen Wirbellosen.
Phyllodiscus semoni verfügt über Zooxanthellen/ symbiotische Dinoflagellaten in ihrem Gewebe.
Phyllodiscus semoni ist in flachen Meeren im zentralen Indo-West Pazifik, Indonesien, den Philippinen und in Japan heimisch.
Sie ist giftig und extrem gesundheitsschädlich, weil sie langanhaltende schmerzhafte Verletzungen beim Menschen verursachen kann. Der menschliche Kontakt mit Phyllodiscus semoni kann eine schwere Dermatitis mit Ulzerationen (Geschwüren) und Schwellung des betroffenen Körperteils verursachen, welche Monate anhalten kann. In seltenen Fällen kann die Feueranemone zu akuten Nierenschäden bis zum Nierenversagen beim Menschen führen. Andere Organe scheinen nicht geschädigt zu werden.
In Japan nennt man deshalb die Feueranemone "unbachi-isoginchaku", was so viel wie See-Wespen Anemone heißt.
Synonym:
Phillodiscus semoni






Prof. Dr. Bert W. Hoeksema, Holland