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Madrepora oculata Steinkoralle

Madrepora oculata wird umgangssprachlich oft als Steinkoralle bezeichnet. Haltung im Aquarium: Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
11479 
AphiaID:
135209 
Wissenschaftlich:
Madrepora oculata 
Umgangssprachlich:
Steinkoralle 
Englisch:
Madrepora Coral, Zigzag Coral 
Kategorie:
Steinkorallen SPS 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Cnidaria (Stamm) > Anthozoa (Klasse) > Scleractinia (Ordnung) > Oculinidae (Familie) > Madrepora (Gattung) > oculata (Art) 
Erstbestimmung:
Linnaeus, 1758 
Vorkommen:
Arktische Gewässer, Golf von Mexiko, Kanada, Kermadecinseln, Kosmopolit (weltweit verbreitet), Mittelmeer, Südlicher Ozean, USA 
Meerestiefe:
200 - 3000 Meter 
Größe:
40 cm - 50 cm 
Temperatur:
2°C - 28,5°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Azooxanthellat, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Meeresschnee , Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Expertentier, Pflege über einen längeren Zeitraum äußerst schwierig 
Nachzucht:
Nicht als Nachzucht erhältlich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Anhang II (kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich) 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2019-08-08 22:33:30 

Haltungsinformationen

Madrepora oculata ist eine Tiefwasser-Steinkoralle, die keine Symbiose mit fotosynthetisch aktiven Bakterien eingehen kann, da in diese Wassertiefe, hier 200 - 3000 Meter, kein Licht mehr vordringen kann.
Folglich muss Madrepora oculata eine andere Strategie zur Energiegewinnung gefunden haben, um leben zu können, und das für riffbildende Steinkorallen bekannte Kalkskelett bilden zu können.
Madrepora oculata ist auf den Fang von Mikro-Zooplankton und Meeresschnee, den Ausscheidungen mariner Kopepoden und Krill, angewiesen, der von der Oberfläche in die Tiefsee absinkt.

Im Gegensatz zu den Korallen in tropisch-warmen Riffen sind nicht weniger faszinierenden Kaltwassersteinkorallen deutlich weniger bekannt, was der Wassertiefe des Vorkommens dieser Tiere geschuldet ist.
Anmerkung: Sealifebase und EOL geben unterschiedliche Wassertiefen für Madrepora oculata an, siehe Links.

Die ersten Kaltwassersteinkorallen erblickten das "Licht der Welt“, indem sie von Schleppnetzen gewaltsam von ihren Standorten abgerissen wurden.
Einen weit größeren Einblick in die weltweit verbreiteten Kaltwasserriffe erhielten Wissenschaftler erst durch die Nutzung eines kabelgeführten Unterwasserfahrzeugs (ROV), mit dem auch in extreme Tiefen mit einem sehr hohen Druck abgetaucht werden konnte.

Da die Menschheit, und mit ihr der tägliche Hunger wächst, dringen Fischereiflotten mit Tiefseeschleppnetzten regelmäßig in Tiefwasserzonen mit Korallenriffen vor und zerstören diese fragilen Tiere“ im Handumdrehen“.
Ein weiterer Faktor, der den Tiefseekorallen das Leben schwer macht, ist die zunehmende Versauerung der Weltmeere, die das Kalkskelett der Korallen an- bzw. auslöst.

Einige der inzwischen bekannten Kaltwasseriffe sind schon über 200.000 Jahre alt, Fossilienfunde belegen, dass es Kaltwassersteinkorallen sogar schon vor über 30 Millionen Jahren in unseren Meeren gelebt haben.

Ein besonderer Schutz dieser Korallen ist ganz sicher dringend angeraten.

Synonyme:
Amphihelia moresbyi Alcock, 1898
Cyathohelia formosa Alcock, 1898
Lophohelia investigatoris Alcock, 1898
Lophohelia tenuis Moseley, 1881
Madrepora alcocki Faustino, 1927
Madrepora candida (Moseley, 1881)
Madrepora kauaiensis Vaughan, 1907
Madrepora tenuis (Moseley, 1881)
Madrepora venusta Milne Edwards & Haime, 1850
Madrepora vitiae Squires & Keyes, 1967

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