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Eudistylia vancouveri Röhrenwurm

Eudistylia vancouveri wird umgangssprachlich oft als Röhrenwurm bezeichnet. Haltung im Aquarium: Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.



Steckbrief

lexID:
11321 
AphiaID:
333271 
Wissenschaftlich:
Eudistylia vancouveri 
Umgangssprachlich:
Röhrenwurm 
Englisch:
Feather Duster Worm, Northern Feather Duster Worm, Parchment Tube Worm, Plume Worm 
Kategorie:
Röhrenwürmer 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Annelida (Stamm) > Polychaeta (Klasse) > Sabellida (Ordnung) > Sabellidae (Familie) > Eudistylia (Gattung) > vancouveri (Art) 
Erstbestimmung:
(Kinberg, ), 1866 
Vorkommen:
Alaska, Kanada, USA 
Meerestiefe:
0 - 20 Meter 
Größe:
25 cm - 45 cm 
Temperatur:
6°C - 12°C 
Futter:
Filtrierer, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Ruderfußkrebse (Copepoden), Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Schwierigkeitsgrad:
Berichte über eine erfolgreiche und längerfristige Haltung fehlen bisher 
Nachzucht:
Keine 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im
Catalogue of Life:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2018-01-06 16:44:35 

Haltungsinformationen

Eudistylia vancouveri ist ein kolonialer Röhrenwurm, der in kühleren Gewässern lebt und seinen empfindlichen Körper schützt, indem er in weichen, ledrigen, pergamentartigen Röhren oder in einer selbst hergestellten Röhre aus Schleim lebt.
Dieses Rohr ist bis zu 45cm lang, so dass die Gesamtlänge des Wurms nicht größer als sein Wohnrohr sein kann, der Wurm selber wird bis zu 1,2cm dick.
Am Mundsegment, dem Peristomium, befinden sich mehrere, mit dem Mund eng verbundene, federähnliche Radiolen zum Heranstrudeln und Aufsammeln vom planktonischen Nahrungspartikeln.
Alles, was an Nahrungspartikeln in den Wurm gelangt, muss nach deren Verwertung als fäkaler Abfall vom Anus wieder zur Mündung der Röhren geführt und über eine Nut, eine vertiefte Rinne, entsorgt werden.

Eudistylia vancouveri kommt oft in großen Büscheln an Geröll- und Felsspalten, Flößen, Spundwänden oder Pfählen, senkrechten Felswänden sowie Überlaufkanälen zur Hochwasserentlastung vor.

Diese Art von Röhrenwürmern gilt als sehr lichtempfindlich, das Tier zieht sich schnell in seine Röhre zurückziehen, wenn ein Schatten über ihn zieht.

Der Mensch besitzt zur Bindung von Sauerstoff im Blut einen eisenhaltigen Proteinkomplex, das Hämoglobin, der Wurm hingegen nutzt hierfür das Atmungspigment Chlorocruorin.
Ähnlich wie bestimmte Insekten oder Krebstiere kann der Wurm durch Räuber verlorene oder abgezwickte Radiolen wieder regenerieren und somit ersetzen.

Für tropisch-warme Meeresaquarien ist der Wurm allerdings nicht geeignet.


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