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Haltungserfahrungen

Palaemon serenus thumbnail

seegraswiese @ Palaemon serenus am 18.11.08

These pictures do not show Palaemon serenus. They show a species of Urocardiella.

Palaemon serenus ist eine Art aus den kühlen Gewässern Südaustraliens und Tasmaniens. Palaemon serenus kommt im tropischen Indopazifik, wo die oben gezeigten Bilder von Michael Henke entstanden sind, nicht vor. Palaemon serenus sieht so aus:
http://www.anu.edu.au/BoZo/KioloaEcyclopaedia/metazoa/arthropoda/malacostraca/ArthropodaPalaemon_serenus.htm
http://flickr.com/photos/nuytsia_pix/2607476598
Die Bilder von Michael Henke und Starfish zeigen nicht Palaemon serenus. Es handelt sich bei den von Michael Henke und Starfish fotografierten Tieren wahrscheinlich (wie bereits vermutet) um eine Urocaridella Art.

Mysidae sp.01 thumbnail

seegraswiese @ Mysidae sp.01 am 10.09.07

Die Mysidaceae (also das was wir Aquarianer vereinfachend "Mysis" nennen) sind nicht eine einzige Art sondern über 160 Gattungen mit mehr als 1000 Arten. "Mysis" werden typischerweise 0,5 bis 2,5 cm groß (je nach Art) es gibt aber auch größere und kleinere Arten!

"Meerwasser-Garnelen" tragen ihre Eier an den Schwimmbeinen (Pleopoden), Sie haben üblicherweise freischwebende Larvenstadien. "Meerwasser-Garnelen" vermehren sich im normalen Meerwasseraquarium daher nicht! (Larven werden von Pumpen geschreddert bzw gefressen).

"Mysis" dagegen tragen ihre Eier in einer Bruttasche, Sie entlassen häufig schon fertige Jungtiere. Das sich "Mysis" im Meerwasser-aquarium vermehren ist daher nichts ungewöhnliches.

Obwohl das Bild hier sehr unscharf ist, und man nicht sehen kann ob die Eier in einer Bruttasche oder an normalen Schwimmbeinen getragen werden, weissen Größe, Vermehrung im Aquarium, die Beschreibung des Aussehens und das Verhalten darauf hin, daß es sich hier um eine "Mysis" Art handelt.

Solenostomus paradoxus thumbnail

seegraswiese @ Solenostomus paradoxus am 17.06.07

Kleines Update:
Inzwischen gibt es in verschiedenen Foren Berichte über die Haltung. Als Futter eignen sich lebende angereicherte Mysis sehr gut. Nur einzelne Tiere nehmen auch Frostfutter.
Die Lebenserwartung jung importierter Tiere, scheint bei etwa einem Jahr zu liegen. Die Haltung ist meist sehr aufwendig, da dauerhaft lebende Mysis zur Verfügung stehen müssen.

Angaria delphinus thumbnail

seegraswiese @ Angaria delphinus am 14.06.07

Würde gern wissen, ob es wirklich jemanden gibt, bei dem sich diese Schnecken im Aquarium vermehrt haben. Bei mir haben Angaria sp. nur brav Algen gefressen und irgendwann ihr hübsches Häuschen im den Sand geworfen - aber keinen Nachwuchs hinterlassen :(.

Melibe sp. 01 thumbnail

seegraswiese @ Melibe sp. 01 am 14.02.06

Eine Schnecke die Plankton frisst??? Das klingt zunächst sehr unwahrscheinlich!
Aber ein Blick in das "Sea Slug Forum" bestätigt, daß die Schnecken dieser Gattung, gleichzeitig (!) auf zwei völlig unterschiedliche Ernährungsweisen spezialisiert sind:

1. - Viele Schnecken dieser Gattung haben Zooxanthellen, das heißt, sie leben mit kleinen einzelligen Algen, die sie in ihrem Körper tragen, in Symbiose. Das ist nun zumindest aus der Sicht von Meerwasseraquarianern für eine Schnecke zwar ungewöhnlich, aber so aufregend dann doch wieder nicht, denn sehr viele Tiere, die im Meerwasseraquarium gepflegt werden, leben in Symbiose mit einzelligen Algen (Tridacnas, viele Stein- und Weichkorallen, Anemonen etc.).

2. - Bei der zweiten Art der Ernährung werden sich aber selbst routinierte Meerwasseraquarianer verblüfft die Augen reiben:
Alle Schnecken dieser Gattung können tatsächlich kleine Krebschen fangen! Um ihre Mundöffnung herum, besitzen diese Schnecken einen trichterförmigen Fangschirm (Auf dem ersten Bild in der Mitte/Unten zu sehen). Diesen Schirm können sie über kleine Krebschen stülpen und diese dann mit dem Mund aufnehmen. - Da diese Schnecken keine Raspelzunge (Radula) besitzen, werden die Kleinkrebse ganz verschluckt und dann durch die Verdauungssäfte im Verdauungssystem der Schnecke abgetötet.

Steve Kempf (siehe Literaturangabe unten) hielt übrigens bereits Mitte der 80er Jahre die Art Melibe megaceras im Aquarium. Nach seinen Angaben nehmen die Schnecken Artemien als Futter an.

Haltungsempfehlung:
Jeder der das Glück hat, so eine Rarität zu bekommen, sollte dieser Schnecke ein Meerwasseraquarium mit ausreichendem Licht anbieten (wegen der Zooxanthellen). Auch sollte versucht werden die Schnecke zusätzlich mit Artemien oder anderen Kleinkrebsen zu füttern.
In einem Aquarium mit vielen Kleinlebewesen, könnten zwar eventuell, die dort vorkommenden Kleinkrebse als Futter ausreichen; Das ist aber aufgrund der seltenen Aquarienhaltung dieser Schnecken noch nicht abschließend geklärt worden. Daher gilt (bis weitere Erfahrungen vorliegen): Regelmäßig füttern!

Alle Sachinformationen wurden dem "Sea Slug forum" entnommen, die Haltungsempfehlungen wurden daraus abgeleitet. Weitere Infos in:
Kempf, S. C. 1984. Symbiosis between the zooxanthella Symbiodinium (=Gymnodinium) microadriaticum (Freudenthal) and four species of nudibranchs. Biological Bulletin, 166(1): 110-126.

"Was ist das?"

keine