Haltungsinformationen
Discradisca semicornea (Preston, 1908)
Discradisca semicornea gehört zum Stamm Brachiopoda - den sogenannten Armfüssern. Armfüsser findet man in allen Weltmeeren, wobei die größten Vorkommen in kalten Gewässern zu finden sind.
Armfüsser erinnern in ihrem Aussehen an Muscheln,sind aber viel komplizierter gebaut.Sie besitzen zwei Schalenhälften, wobei die obere Schale größer als die untere ist.Meist sind die Schalenhäften konvex geformt. Sie schützen den Körper, sowie die Lophophoren (sehen wie bewimmperte Arme aus, erzeugen eine Strömung,filtern das Futter).
Armfüsser leben überwiegend im flachen Wasser, besiedeln sowohl harte Substrate, als auch schlammige Böden.Sie sind getrenntgeschlechtlich (Ausnahme die Gattung Argyrotheca).
Im englischen Sprachraum heißen die Brachiopoden "Lamp shells" (Lampenmuscheln) in Anlehnung der Ähnlichkeit der Schalen mit dem Lampenoberteil von alten römischen Öllampen.
Die Discinidae bilden eine Familie innerhalb der Brachiopoden-Überfamilie Discinoidea. Im Gegensatz zu den meisten Brachiopoden, die über rein calcitische oder phosphathaltige Schalen verfügen, lagern moderne Disciniden Silikatplättchen in ihre Schalenhälften ein. Diese sind von Vesikeln bedeckt, in die die Silikatplättchen,ähnlich einem dicht gepackten Mosaik, einzementiert und mittels Apatit zusammengehalten werden. Diese Vesikel bauen sich im Laufe der Zeit zwar ab, hinterlassen jedoch dennoch einen Abdruck auf der Schale selbst. Es wurde vermutet, dass diese silikatische Biomineralisation möglicherweise auch bei einigen der frühesten paläozoischen Brachiopoden auftrat, da auch bei diesen ähnliche Muster von Schalenabdrücken beobachtet wurden.
Die überwiegende Mehrheit der Brachiopoden lässt sich auf Stammesebene leicht bestimmen. Innerhalb der ehemaligen Klasse Inarticulata gibt es jedoch zwei Gruppen, bei denen die Bestimmung nicht so einfach ist, da die Form der Rückenschalen der Brachiopoden Craniidae (Craniiformea) und Discinidae (Linguliformea) stark derjenigen der Hutschnecken ähnelt. Sie lassen sich jedoch anhand der auf der Innenseite der Schalen sichtbaren Muskelabdrücke eindeutig unterscheiden, und bei den Disciniden kann auch das phosphathaltige Schalenmaterial ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal sein. Trotzdem kommt es in diesem Bereich bis heute zu Verwechslungen.
Typuslokalität zur Beschreibung von Discradisca semicornea sind die Andaman Inseln, eine zu Indien gehörende Inselgruppe im Golf von Bengalen.
Die Art wurde 1908 von H.B. Preston ursprünglich fälschlicherweise als eine Napfschnecke (Acmaea semicornea) beschrieben und ist vor allem für ihre Verbreitung in den Küstengewässern Südasiens bekannt. Erst spätere Untersuchungen zeigten, dass die Art keine Molluske, sondern ein Brachiopode aus der Familie der Discinidae ist.
Synonyme:
Acmaea semicornea Preston, 1908 · unaccepted > superseded combination
Discradisca indica (Dall, 1920) · unaccepted > junior subjective synonym
Trimusculus semicorneus (Preston, 1908) · unaccepted
Discradisca semicornea gehört zum Stamm Brachiopoda - den sogenannten Armfüssern. Armfüsser findet man in allen Weltmeeren, wobei die größten Vorkommen in kalten Gewässern zu finden sind.
Armfüsser erinnern in ihrem Aussehen an Muscheln,sind aber viel komplizierter gebaut.Sie besitzen zwei Schalenhälften, wobei die obere Schale größer als die untere ist.Meist sind die Schalenhäften konvex geformt. Sie schützen den Körper, sowie die Lophophoren (sehen wie bewimmperte Arme aus, erzeugen eine Strömung,filtern das Futter).
Armfüsser leben überwiegend im flachen Wasser, besiedeln sowohl harte Substrate, als auch schlammige Böden.Sie sind getrenntgeschlechtlich (Ausnahme die Gattung Argyrotheca).
Im englischen Sprachraum heißen die Brachiopoden "Lamp shells" (Lampenmuscheln) in Anlehnung der Ähnlichkeit der Schalen mit dem Lampenoberteil von alten römischen Öllampen.
Die Discinidae bilden eine Familie innerhalb der Brachiopoden-Überfamilie Discinoidea. Im Gegensatz zu den meisten Brachiopoden, die über rein calcitische oder phosphathaltige Schalen verfügen, lagern moderne Disciniden Silikatplättchen in ihre Schalenhälften ein. Diese sind von Vesikeln bedeckt, in die die Silikatplättchen,ähnlich einem dicht gepackten Mosaik, einzementiert und mittels Apatit zusammengehalten werden. Diese Vesikel bauen sich im Laufe der Zeit zwar ab, hinterlassen jedoch dennoch einen Abdruck auf der Schale selbst. Es wurde vermutet, dass diese silikatische Biomineralisation möglicherweise auch bei einigen der frühesten paläozoischen Brachiopoden auftrat, da auch bei diesen ähnliche Muster von Schalenabdrücken beobachtet wurden.
Die überwiegende Mehrheit der Brachiopoden lässt sich auf Stammesebene leicht bestimmen. Innerhalb der ehemaligen Klasse Inarticulata gibt es jedoch zwei Gruppen, bei denen die Bestimmung nicht so einfach ist, da die Form der Rückenschalen der Brachiopoden Craniidae (Craniiformea) und Discinidae (Linguliformea) stark derjenigen der Hutschnecken ähnelt. Sie lassen sich jedoch anhand der auf der Innenseite der Schalen sichtbaren Muskelabdrücke eindeutig unterscheiden, und bei den Disciniden kann auch das phosphathaltige Schalenmaterial ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal sein. Trotzdem kommt es in diesem Bereich bis heute zu Verwechslungen.
Typuslokalität zur Beschreibung von Discradisca semicornea sind die Andaman Inseln, eine zu Indien gehörende Inselgruppe im Golf von Bengalen.
Die Art wurde 1908 von H.B. Preston ursprünglich fälschlicherweise als eine Napfschnecke (Acmaea semicornea) beschrieben und ist vor allem für ihre Verbreitung in den Küstengewässern Südasiens bekannt. Erst spätere Untersuchungen zeigten, dass die Art keine Molluske, sondern ein Brachiopode aus der Familie der Discinidae ist.
Synonyme:
Acmaea semicornea Preston, 1908 · unaccepted > superseded combination
Discradisca indica (Dall, 1920) · unaccepted > junior subjective synonym
Trimusculus semicorneus (Preston, 1908) · unaccepted






Rajas Shrikoli, Indien