Haltungsinformationen
Patelloida saccharina (Linnaeus, 1758)
Eine Gehäuseschnecke aus der Familie Patellidae, die als Napfschnecken bezeichnet werden. Mitglieder der Familie haben ein erhabenes oder abgeflachtes Gehäuse und besitzen keine Augen. Napfschnecken sind Bewohner küstennaher Regionen in der Gezeitenzone und mit ihrer speziellen Gehäuseform kräftigem Wellenschlag angepasst. Sie hinterlassen oft einen hufeisenförmigem Muskeleindruck auf den Steinen und ernähren sich herbivor.
Patelloida saccharina ist eine echte Napfschnecke mit charakteristischen, kräftigen Radialrippen, die sie von anderen Patelloida-Arten unterscheiden. Sie ist im Indopazifik weit verbreitet, von Nord- bis Ostasien und südwärts durch den subtropischen und tropischen Indopazifik bis nach Australien, und bewohnt exponierte, felsige Gezeitenküsten. Im Mittelmeer wurde die Süße Napfschnecke als Neozoon eingeführt.
Patelloida saccharina wurde 1758 von Carl von Linné als Patella saccharina ibeschrieben. Als Typuslokalität wurde Barbados in der Karibik angegeben, was jedoch wahrscheinlich fehlerhaft ist, da die Art im Indopazifik heimisch ist.
Der Artname "saccharina" bei Patelloida saccharina bedeutet "süß", weshalb diese Napfschnecke umgangssprachlich als Süé Napfschnecke bekannt ist. Welchen Hintergrund der Artname hat ist uns leider nicht bekannt. Die Außenfläche ist mit kräftigen, spitzen Radialrippen skulpturiert, die breiter und runder als bei manchen verwandten Arten sind, was zu einem weiteren gebräuchlichen Namen „Breitrippen Napfschnecke“ beiträgt.
Da es sich um einen kryptischen Artenkomplex handelt, können Färbung und Rippenausprägung zwischen den Abstammungslinien variieren. Tropische Formen zeigen dunkle V-förmige Muster auf weißen Gehäusen, während Formen aus gemäßigten/subtropischen Gebieten dunklere Schattierungen aufweisen. Die Innenseite ist glatt und glänzend, mit einer perlmuttweißen Perlmuttschicht und einer tief eingeprägten, ovalen Muskelnarbe nahe der Mitte. Die Innenfärbung ist einheitlich weiß bis hellgelb.
Die Fortpflanzung erfolgt durch Freilaichen, bei dem Eier und Spermien zur externen Befruchtung ins Wasser abgegeben werden. Die daraus entstehenden Embryonen entwickeln sich zu planktonischen Trochophora-Larven, die sich zu Veliger-Larven metamorphosieren. Diese sind lecithotroph, ernähren sich von Dotterreserven und verbleiben 1–2 Wochen im Plankton, bevor sie sich auf geeigneten felsigen Substraten in der unteren Gezeitenzone ansiedeln.
Als häufig vorkommender Weidegänger ernährt sie sich von Mikroalgen, Krustenalgen und Algensporen und zeigt ein Heimkehrverhalten, indem sie nach der Nahrungssuche zu festen Ruheplätzen zurückkehrt.
Auf den Philippinen soll es Patelloida saccharina auch gegeseen werden.
Bei Patelloida saccharina soll es sich um einen Artenkomplex handeln, was sich auch durch die bei WoRMS aufgeführen drei Unterarten zeigt.Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei den Unterarten um selbständige Arten handelt. Diesen Weg scheint WoRMS bis jetzt nicht zu gehen.
Patelloida saccharina ist gemäß WoRMS Wirt des Ektoparsiten Nippoparasitus unoashicola Uyeno, Ogasaka & Nagasawa, 2016 Ecological interactions: ectoparasitic.
Synonyme:
Acmaea saccharina (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Patella saccharina Linnaeus, 1758 · unaccepted > superseded combination
Patelloida stellaris Quoy & Gaimard, 1834 · unaccepted
Unterarten (3)
Subspecies Patelloida saccharina lanx (Reeve, 1855)
Subspecies Patelloida saccharina saccharina (Linnaeus, 1758)
Subspecies Patelloida saccharina stella (R. P. Lesson, 1831)
Eine Gehäuseschnecke aus der Familie Patellidae, die als Napfschnecken bezeichnet werden. Mitglieder der Familie haben ein erhabenes oder abgeflachtes Gehäuse und besitzen keine Augen. Napfschnecken sind Bewohner küstennaher Regionen in der Gezeitenzone und mit ihrer speziellen Gehäuseform kräftigem Wellenschlag angepasst. Sie hinterlassen oft einen hufeisenförmigem Muskeleindruck auf den Steinen und ernähren sich herbivor.
Patelloida saccharina ist eine echte Napfschnecke mit charakteristischen, kräftigen Radialrippen, die sie von anderen Patelloida-Arten unterscheiden. Sie ist im Indopazifik weit verbreitet, von Nord- bis Ostasien und südwärts durch den subtropischen und tropischen Indopazifik bis nach Australien, und bewohnt exponierte, felsige Gezeitenküsten. Im Mittelmeer wurde die Süße Napfschnecke als Neozoon eingeführt.
Patelloida saccharina wurde 1758 von Carl von Linné als Patella saccharina ibeschrieben. Als Typuslokalität wurde Barbados in der Karibik angegeben, was jedoch wahrscheinlich fehlerhaft ist, da die Art im Indopazifik heimisch ist.
Der Artname "saccharina" bei Patelloida saccharina bedeutet "süß", weshalb diese Napfschnecke umgangssprachlich als Süé Napfschnecke bekannt ist. Welchen Hintergrund der Artname hat ist uns leider nicht bekannt. Die Außenfläche ist mit kräftigen, spitzen Radialrippen skulpturiert, die breiter und runder als bei manchen verwandten Arten sind, was zu einem weiteren gebräuchlichen Namen „Breitrippen Napfschnecke“ beiträgt.
Da es sich um einen kryptischen Artenkomplex handelt, können Färbung und Rippenausprägung zwischen den Abstammungslinien variieren. Tropische Formen zeigen dunkle V-förmige Muster auf weißen Gehäusen, während Formen aus gemäßigten/subtropischen Gebieten dunklere Schattierungen aufweisen. Die Innenseite ist glatt und glänzend, mit einer perlmuttweißen Perlmuttschicht und einer tief eingeprägten, ovalen Muskelnarbe nahe der Mitte. Die Innenfärbung ist einheitlich weiß bis hellgelb.
Die Fortpflanzung erfolgt durch Freilaichen, bei dem Eier und Spermien zur externen Befruchtung ins Wasser abgegeben werden. Die daraus entstehenden Embryonen entwickeln sich zu planktonischen Trochophora-Larven, die sich zu Veliger-Larven metamorphosieren. Diese sind lecithotroph, ernähren sich von Dotterreserven und verbleiben 1–2 Wochen im Plankton, bevor sie sich auf geeigneten felsigen Substraten in der unteren Gezeitenzone ansiedeln.
Als häufig vorkommender Weidegänger ernährt sie sich von Mikroalgen, Krustenalgen und Algensporen und zeigt ein Heimkehrverhalten, indem sie nach der Nahrungssuche zu festen Ruheplätzen zurückkehrt.
Auf den Philippinen soll es Patelloida saccharina auch gegeseen werden.
Bei Patelloida saccharina soll es sich um einen Artenkomplex handeln, was sich auch durch die bei WoRMS aufgeführen drei Unterarten zeigt.Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei den Unterarten um selbständige Arten handelt. Diesen Weg scheint WoRMS bis jetzt nicht zu gehen.
Patelloida saccharina ist gemäß WoRMS Wirt des Ektoparsiten Nippoparasitus unoashicola Uyeno, Ogasaka & Nagasawa, 2016 Ecological interactions: ectoparasitic.
Synonyme:
Acmaea saccharina (Linnaeus, 1758) · unaccepted > superseded combination
Patella saccharina Linnaeus, 1758 · unaccepted > superseded combination
Patelloida stellaris Quoy & Gaimard, 1834 · unaccepted
Unterarten (3)
Subspecies Patelloida saccharina lanx (Reeve, 1855)
Subspecies Patelloida saccharina saccharina (Linnaeus, 1758)
Subspecies Patelloida saccharina stella (R. P. Lesson, 1831)






Benoît Segerer