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Lysmata debelius Kardinals-Putzergarnele

Lysmata debelius wird umgangssprachlich oft als Kardinals-Putzergarnele bezeichnet. Haltung im Aquarium: Einfach. Es wird ein Aquarium von mindestens 50 Liter empfohlen. Giftigkeit: Vergiftungsgefahr unbekannt.


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Lysmata debelius

Lysmata debelius


Eingestellt von netti1.

Bilddetail


Steckbrief

lexID:
1181 
AphiaID:
515365 
Wissenschaftlich:
Lysmata debelius 
Umgangssprachlich:
Kardinals-Putzergarnele 
Englisch:
Fire Shrimp, Blood Red Fire Shrimp 
Kategorie:
Garnelen 
Stammbaum:
Animalia (Reich) > Arthropoda (Stamm) > Malacostraca (Klasse) > Decapoda (Ordnung) > Lysmatidae (Familie) > Lysmata (Gattung) > debelius (Art) 
Erstbestimmung:
Bruce, 1983 
Vorkommen:
Australien, Französisch-Polynesien, Gesellschaftsinseln (Society Islands), Indonesien, Indopazifik, Japan, Kenia, Madagaskar, Malediven, Marquesas-Inseln, Marshallinseln, Maskarenen, Philippinen, Rotes Meer, Seychellen, Somalia, Süd-Afrika, Süd-Pazifik, Vietnam, Zentral-Pazifik 
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe 
Meerestiefe:
20 - 30 Meter 
Habitate:
Meerwasser 
Größe:
bis zu 5cm 
Temperatur:
24°C - 28°C 
Futter:
Artemia-Nauplien, Artemia, adult (Salzwasserkrebschen), Fischeier, Flockenfutter, Flohkrebse (Amphipoden, Gammarus), Frostfutter (kleine Sorten), Futtergranulat, Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Krill (Euphausiidae), Lobstereier, Meerasseln (Isopoden), Mysis (Schwebegarnelen), Ruderfußkrebse (Copepoden), Salzwasserflöhe (Cladocera), Schwämme, Zooplankton (Tierisches Plankton) 
Aquarium:
~ 50 Liter  
Schwierigkeitsgrad:
Einfach 
Nachzucht:
Einfache Nachzucht möglich 
Giftigkeit:
Vergiftungsgefahr unbekannt 
CITES:
Nicht ausgewertet 
Rote Liste:
NE nicht beurteilt 
Verwandte Arten im Catalogue of Life:
 
Weiter verwandte Arten im Lexikon:
 
Author:
Publisher:
Meerwasser-Lexikon.de
Erstellt:
Zuletzt bearbeitet:
2026-02-03 19:52:07 

Nachzuchten

Lysmata debelius lässt sich gut züchten. Im Handel sind Nachzuchten verfügbar. Wenn Sie Interesse an Lysmata debelius haben, fragen Sie bitte Ihren Händler nach einem Nachzuchtier anstelle eines Wildfangs. Sie helfen so die natürlichen Bestände zu schützen.

Haltungsinformationen

Lysmata debelius Bruce, 1983

Die Kardinalsgarnele, Lysmata debelius, ist eine auffallend rot gefärbte Garnelenart aus der Gattung (Lysmata) innerhalb der Familie der Putzer- und Marmorgarnelen (Hippolytidae).

Eine sehr gut zu haltende Garnelenart, dazu noch sehr sehr schön, die aber teilweise leider recht versteckt lebt, also bei weitem nicht so offen als ihre Verwandte die Weißband-Putzergarnele.

Sie hängt gerne in Höhlen an der Decke. Auch diese Garnele putzt Fische, wenn auch nicht so ausgiebig, wie die Putzergarnele Lysmata amboinensis. Sind eine echte Bereicherung für das Aquarium, rein schon von der Farbe her gesehen.

Vorsicht bitte beim Anpassen, sie sind dichteempfindlich und vertragen große Schwankungen von Transportwasser zum Aquarienwasser nicht.Die Futteraufnahme ist einfach, sie sind nicht sehr wählerisch.

Der Begriff "riffsicher" wird in der Meerwasseraquaristik häufig benutzt, insbesondere beim Kauf einer neuen Art wird oft nachgefragt, ob das neue Tier "riffsicher" ist.
Was genau bedeutet riffsicher?

Um diese Frage zu beantworten, kann man zielführende Fragen stellen und sich in Foren, Vereinen, Händlern und bei befreundeten Aquarianer erkundigen:

- Gibt es bereits Erfahrungen und Haltungsberichte, die versichern, dass das neue Tier in anderen passend ausgestatteten Aquarium, ohne jemals Probleme bereitet zu haben, leben kann?

- Gibt es Erfahrungen auf Übergriffe von Mitbewohnern wie Fischen der gleichen oder einer anderen Art, Übergriffe auf Invertebraten (Krustentiere, Einsiedler, Muscheln, Schnecken) oder Korallen?

- Sind Informationen über eine mögliche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, z.B. von pflanzlicher Ernährung auf fleischliche Ernährung, bekannt oder zu erwarten?

- Lassen die gewünschten Tiere den Riffaufbau in "Ruhe", verändern sie ihn ständig (Bohrseesterne, Baggergrundeln, Papageifische, Drückerfische) und stören oder verdrängen damit andere Mitbewohner?

- Neigen die Tiere dazu, nachts die Korallen umzuwerfen?

- Neigen die neuen Tiere bekanntlich immer wieder und sehr schnell zu Krankheiten und lassen sich diese auch behandeln?

- Ändern bekannte friedliche Tiere im Laufe ihres Lebens Ihren Charakter und werden aggressiv?

- Kann der Tod eines neuen Tieres eventuell sogar zum Tod des restlichen Bestands durch Vergiftung führen (bei einigen Seewalzenarten möglich)?

- Nicht zuletzt muss auch der Pfleger der Tiere in die „Riffsicherheit“ einbezogen werden, es gibt aktiv giftige, passiv giftige Tiere, Tiere die gefährlichen Biß- oder Stechwaffen besitzen, Tiere mit extrem starken Nesselgiften, diese gilt es zu (er)kennen und es sollte im Vorweg ein Maßnahmenplan im Falle eines Übergriffes auf den Aquarianer getroffen worden sein (z.B. Telefonnummern der Giftnotrufzentrale, des behandelnden Arztes, des Tropeninstituts etc.)

Werden alle Fragen im Sinne der / des Tiere (s) und des Pflegers positiv bewertet, dann kann man von einer „Riffsicherheit“ ausgehen.

Weiterführende Links

  1. Fire Shrimp Successfully Captive Bred By Coral Creatures in Australia (en). Abgerufen am 07.08.2020.
  2. sealifebase (en). Abgerufen am 03.02.2026.
  3. Wikipedia (de). Abgerufen am 03.02.2026.



Bilder

Allgemein


Erfahrungsaustausch

am 22.02.24#24
Heute, am 22.2.2024 habe ich eine der längst tot geglaubten Kardinalsgarnelen beim Füttern wieder gesehen. Gekauft wurde sie am 8.12.2016; das Tier ist somit mehr als 7 Jahre alt ! Leider ist es immer in den Höhlen im Grundgerüst des "Korallenwaldes" versteckt, also so gut wie nie zu sehen.
am 03.10.20#24
Ich habe ein neues Video über Putzergarnelen und Putzerfische auf Youtube hochgeladen
www.youtube.com
am 26.01.20#23
Ich habe ein Exemplar in meinem 60 L Nano.
Ein eher ängstlicheres Tier welches jedoch wenn es um Futter geht sehr dominant wird.
Nach knapp 4 Monaten in denen sie mich sehr aktiv beobachtet hat (immer mit einem Auge bei mir), und nicht von ihrem Platz gewichen ist es sei denn sie konnte mich nicht sehen,
versteckt sie sich seit ein paar tagen weniger, ist im gesamten Becken in allen Ecken zu sehen und frisst nun sogar aus der Hand, woran zuvor nicht mal im entferntesten dran zu denken war.
Bei Besuchern kommt sie sofort an die scheibe und schaut wer neues da ist. Sie scheint auch bekannte Gesichter (die sich vertretungsweise gefüttert haben) wieder zuerkennen.
Es wirkt als wenn sie bewusst wahrnimmt, wer am Becken ist und was um das Becken herum passiert.

Hat man jedoch Schwämme im Becken, sollte man aufpassen.
Zuerst dachte ich es läge an einem Problem an den Wasserwerten das ich mal hatte, jedoch habe ich jetzt schon mehrfach beobachten dürfen, wie sie sich mal als Absacker noch einen Schwamm gönnt.
Gefressen hat sie bisher (habe ich live beobachtet) Clathrina coriacea, Sycon ciliatum und Sycon sp.01. bisher unberührt blieben Clathrina clathrus und Aplysilla rosea.
Ich hatte ja gedacht, das sich vielleicht irgendwelche Leckerbissen in den Schwämmen versteckt hätten, jedoch blieben von den Schwammen keine Reste übrig.

Auch geht sie gern auf die Jagd nach kleinen Krebstieren.
Hier bevorzugt sie (zumindest in meinem Becken) Munnid isopods.

Eine Aggressivität gegenüber anderen (selbst eingesetzten) Bewohnern konnte ich bisher nicht feststellen.

25 Haltungserfahrungen von Benutzern sind vorhanden
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