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Seriatopora caliendrum - Nadelkoralle oder Dornkoralle


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Seriatopora caliendrum
Deutsch: Nadelkoralle oder Dornkoralle
Vorkommen: Australien , Korallenmeer, Papua Neu Guinea
Größe: bis zu 20 cm
Temperatur: 24°C - 27°C
Futter: Plankton, Zooxanthellen / Licht
Aquarium: ~ 150 Liter
Schwierigkeitsgrad mittel

Haltung Seriatopora caliendrum
Ehrenberg, 1834

Korallen der Gattung Seriatopora:

Allgemeines:
Taxonomen gehen heute von 18 Steinkorallenfamilien mit insgesamt über 100 Gattungen aus.
Die beiden Gattungen Montipora (über 70 Arten - Veron 2000) und Acropora (über 180 Arten - Veron 2000 ) gehören dabei zu den arten- und zahlreichsten.
Aber neben Montipora und Acropora sind natürlich auch Pocillopora, Stylophora und Seriatopora für die Aquaristik interessant.
Sie ähneln sich in der Haltung doch sehr.

Die Gattung Seriatopora umfasst folgende Arten.

Seriatopora aculeata
Seriatopora caliendrum
Seriatopora dendritica
Seriatopora guttatus
Seriatopora hystrix
Seriatopora stellata



Eine Identifizierung der unterschiedlichen Seriatopora ist nicht in jedem Fall leicht, wenn man sich mal die Bilder auf AIMS anschaut (Links zur SDMAS).
Seriatopora-Korallen erkennt man in der Regel gut am Gewebe bzw. an ihren angeordneten Polypen. Diese sind immer in Serie (daher auch der Name "Seria") angeordnet, von unten bis oben zur Spitze der Koralle.


Die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen war und ist aufgrund der Anforderungen der Korallen an Wasserqualität und Beleuchtung, in der Regel, weit aufwendiger, als die der meisten LPS-Korallen und der zooxanthellaten Weichkorallen.

Daher kam auch erst mit den Möglichkeiten über Abschäumung und Lebendgestein eine bessere Wasserqualität zu erzeugen, sowie mit besserer Beleuchtung und besserer Calziumversorgung die dauerhafte Haltung und Vermehrung auf.
Seit die Haltung von SPS-Korallen für viele zum erreichbaren Ziel wurde, stehen zooxanthellate Weichkorallen kaum mehr im Hauptfokus der meisten Aquarianer.
Die Identifizierung von kleinpolypigen und großpolypigen Steinkorallen ist nicht immer einfach, trotz wirklich guter Werke wie den Buch von Veron, Corals of the World, oder der AIMS Seiten – vor allem, da eine eindeutige Identifikation eigentlich anhand des Kalkskelettes vorzunehmen wäre.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Tiere im Aquarium nicht mehr so aussehen, wie in der Natur und ihr Erscheinungsbild durch Strömung, Licht, sowie andere Einflüsse ändern.

Man muss allerdings festhalten, dass die Korallen der Gattung Seriatopora so ein wenig in der Mitte liegen. Sie sind zum Teil einfacher als viele Montipora und Acropora Arten, wobei man ihnen allerdings die gleichen Bedingungen geben sollte.


Zu den wichtigen Parametern gehören:

Licht:
Alle kleinpolypigen Steinkorallen benötigen eine sehr hohe Lichtstärke. Sie sollten daher bei durchschnittlicher Beleuchtung eher oben im Becken angesiedelt werden.

Wärme/Kälte:
Korallen der Gattung vertragen längerfristig weder Wassertemperaturen unter 20 noch über 30 Grad. Beide Fälle werden sie mit Ausbleichen quittieren.

Strömung:
Sie vertragen eine durchaus gute Strömung, wobei niemals der Pumpenauslass direkt auf eine Koralle gerichtet sein sollte. Am besten sind wechselnde, eher turbulente Strömungsverhältnisse geeeignet.

Wasserparameter:
Spurenelemente, (Calzium 420-440 mg/L, Magnesium 1100-1300 mg/L, KH unter 8, Strontium 8 mg/L). Wasserwechsel: mind. 5% die Woche oder 10% im Monat.

Wasserqualität:
Möglichst dauerhaft stabiles und klares Wasser, gegebenenfalls rät sich eine Kohlefilterung oder Ozonisierung zur Beseitigung von Gelbstoffen an. Der Eimervergleich (weiße, gleich große Behältnisse, in einem frisch angesetztes Wasser, im anderen Aquarienwasser) zeigt Ihnen schnell, ob Ihr Wasser im Aquarium so klar ist wie frisches Wasser. Acroporas mögen es nicht in einer gelben Brühe zu stehen.

Nitrat NO3:
weniger als 5 mg/L.

Phosphat PO4:
weniger als 0,1 mg/L besser sogar im Bereich von 0,01 mg/L.

Alle genannten Steinkorallen lassen sich durch Fragmentation vermehren. Vergessen wir nicht den Aspekt des Tier – und Umweltschutzes, den alle Korallenzüchter mittlerweile leisten. Je mehr Ableger, desto weniger Entnahmen aus der Natur. Wobei sich ja auch da in den Jahren viel getan hat. So werden heute bevorzugt Korallen aus Aquakultur angeboten und als Nachzuchttiere verkauft.


Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Zoantharia
Ordnung: Steinkorallen
Wissenschaftlicher Name: Scleractinia

Hinweis: In der Koralle lebt oft eine Gallkrabbe mit lat. Namen: Hapalocandris marsupialis. zusammen.
Das Bild von Chris Klose zeigt einige Arten zusammen: Zu sehen von oben Links:
Ser. Caliendrum – Lila
Ser. Caliendrum - Weiß
Ser. Caliendrum – Neon Grün/Gelb
Ser. Caliendrum - Grün
Ser. Caliendrum - Pink

Auch diese Koralle ist eine der am häufigsten nachgezogene Korallen, und vielerorts im Handel und als private Nachzucht zu bekommen.



Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
AIMS

keineABC-Korallen
Alexander Grah
alexvogelv
Aquarienverein-Freiburg
Benjamin
benny1006
Chris F
chrisko
ChristophKlose
cook
Cypex
Daniel B.
Daniel I.
dirk berns
emig2000
Gabberbene
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Roberto Rödel
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Benutzer Kommentare (2)

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2 ashtray
Dabei seit : 27.02.2010
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 2
Ich hatte das Glück einen sehr großen Ableger zu bekommen. Habe dann nach einigen Tagen im Becken festgestellt, dass ein kleiner Ast der Koralle genau in die Mitte des Stockes wächst, der also ohne Licht war. Habe ihn gleich mit einer Zange entfernt und an anderer Stelle im Riff eingesetzt. Der neue Ableger hat das sehr gut überstanden, und steht super da. Die Koralle braucht gute Strömung, so, dass die Tentakel schön hin und her bewegt werden. Viel Licht ist auch immer gut. Anstonsten leicht zu halten, die Werte müssen stimmen - wie immer.

Schwierigkeitsgrad : einfach
    Beitrag vom 12.05.2010 - 18:00  
1 Benjamin
Dabei seit : 21.10.2006
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 262
Seriatopora sind SPS-Korallen die es mir mit einer klaren Einstufung des Schwierigkeitsgrades nicht einfach machen. Ich selber halte in meinem Riffbecken drei Seriatoporastöcke ( 2 x hystrix seit 4 Jahren und eine caliendrum seit einen Jahr) . Meine Erfahrungen mit diesen Korallen kann man als zwiespältig bezeichnen. Es gibt jedenfalls Aquarienfreunde, die in ihren Becken wesentlich weniger Nitrat und Phosphat haben als in meinen Aquarium aber keine Seriatopora halten können. Die cremefarbene caliendrum zeigt immerhin trotz zu hoher Nährstoffkonzentration Polypen in leuchtendem hellblau. Die Hystrix hat bei PO4 von zuletzt 0,5 mg/L (ppm)starkes Pink und das kann ich mir nun wirklich nicht erklären . Einen Ausfall muss ich dann doch noch zugeben : Die grüne caliendrum, vielfach am einfachsten zu halten, wächst bei mir nicht.Also nach wie vor alles etwas merkwürdig.


Schwierigkeitsgrad : mittel
    Beitrag vom 01.05.2008 - 00:44

Am 25.09.2008 durch einen Administrator geändert  



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