ExtremcoralsAqua MedicRiff ToysAquapro2000Koelle Zoo
HOME -> Verschiedenes -> Strudelwürmer -> Convolutriloba retrogemma Hochladen Lesezeichen  

Convolutriloba retrogemma - Strudelwurm


. Eingestellt von christianzahn


Allgemeine Informationen
Wissenschaftlich: Convolutriloba retrogemma
Deutsch: Strudelwurm
Vorkommen: Australien , Bali, Indonesien, Indopazifik, Ost-Pazifik, West-Pazifik, Zentral-Pazifik
Größe: bis zu 1 cm
Temperatur: 22°C - 27°C
Futter: Algen\\
Aquarium: ~ 50 Liter
Schwierigkeitsgrad sehr einfach
Lesezeichen 21 Benutzer haben dieses Tier zu ihren Lesezeichen hinzugefügt

Haltung Convolutriloba retrogemma Hendelberg & Akesson

Nach neusten Erkenntnissen - 2009 Daniel Knop (Quelle Buch: Trojaner), handelte es sich bei der rötlichen Art mit kleinen
"Schwanzfortsätzen" um Convolutriloba retrogemma.

Von Patrick Petzold kommt zu seinen Bildern hier (vermutlich eine andere Art, evtl Waminoa sp:

Eine Makroaufnahme einer Planarie – wie diese Art von Plattwurm umgangssprachlich oft genannt wird.
Die "Planarien" (besser Turbellarien) schädigen keine Korallen, vermehren sich aber verhältnismässig stark.

Sie lassen sich leicht absaugen und schwimmen auch ab und zu als kleines "Kötel" durch´s Wasser.
Sie ernähren sich vermutlich von Braun- bzw. anderen Algen.

ALLGEMEINES: Einer starken Vermehrung dieser Strudelwürmer kann man zunächst durch Absaugen der Tiere entgegenwirken.
Von Mittelchen wie Concurat L raten wir eher ab, da es hierdurch vor allem in "gereiften" Becken schon zu dramatischen Abstürzen gekommen ist.

Man muss sich immer vor Augen halten, dass man mit Mitteln wie diesem alles Leben im Bodengrund tötet.
Die Biologie eines Beckens spielt dann u.U. nicht mehr mit bzw. kann diese Art von Belastung oft nicht auffangen.

Man kann Turbellarien auch noch auf anderen Wegen bekämpfen: Chelidonura varians (eine Schnecke, die sich ausschließlich von roten Plattwürmern ernährt) ist hier im Lexikon zu finden und als Fressfeind geeignet.

Sie ist allerdings ein echter Nahrungsspezialist und verhungert, wenn sie keine Turbellarien mehr vorfindet.
Auch bestimmte Fischarten, wie z.B. einige Lippfische, Zwergkaiser oder Leierfische sind als Fressfeinde bekannt.
Im Übrigen ernähren sich Planarien (der Name hat sich einfach durchgesetzt...) gern von Kieselalgen.
Da Kieselsäure (Silicat) der Hauptverursacher für Kieselalgen ist, sollte man den Silicat-Wert des Wassers messen und gegebenenfalls senken.
Bei geringfügig erhöhten Werten genügt hierfür z.B. der Einsatz eines Silicat-Adsorbers.

Schafft man es, die Kieselalgen (Diatomeen) aus dem Aquarium zu vertreiben, geht oft auch die Population von Planarien zurück...
Robert fand im Buch "Niedere Meerestiere" von Schumacher und Hinterkirchner den Hinweis, dass es sich hier um Waminoa sp. aus der Familie Haploposhtiidae handeln sollte.

Biota > Animalia (Kingdom) > Xenacoelomorpha (Phylum) > Acoelomorpha (Subphylum) > Acoela (Order) > Sagittiferidae (Family) > Convolutrilobinae (Subfamily) > Convolutriloba (Genus) > Convolutriloba retrogemma (Species)
Weiterführende Links
LinksHandel Züchter
Silicat und Kieselalgen
Turbellarien
wikipedia
WoRMS
seaslugforum.net
keineBenjamin
Benutzer Kommentare (14)

Derzeit werden 3 Fachkommentare angezeigt. Weitere 11 Kommentare sind versteckt.Klicken Sie hier um alle Kommentare anzuzeigen

 
13 Muelly

Dabei seit : 14.12.2009
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 3722
Ein paar kurze Anmerkungen zum Thema Turbellarien (Planarien). Im Buch “Trojaner im Meerwasseraquarium” von D.Knop und im Korallenriff.de wird dieses Thema sehr gut und ausführlich behandelt. Besonders wichtig war für mich in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass eine Sauerstoffübersättigung des Wassers die Vermehrung von Turbellarien stark begünstig.Zu viel Sauerstoff begünstigt das Wachstum von Kieselalgen und von diesen ernähren sich die Turbellarien.Ursache des Sauerstoffüberschusses ist oft ein zu wenig besetztes Becken. Im Umkehrschluss dazu ,ist eine grundlegende Bedingung die Beseitigung des Sauerstoffüberschusses durch das Einsetzen von Sauerstoff verbrauchenden Tieren (Fischen, Garnelen u.s.w.). Das erfordert zwar einiges Fingerspitzengefühl, um das richtige Maß der Besetzung zu erreichen, hat bei mir wirklich sehr gut funktioniert !

LG von Siglinde
    Beitrag vom 12.06.2013 - 20:29  
12 Chewbacca

Dabei seit : 20.03.2012
Bilder von diesem Benutzer im Lexikon 415
Was Planarien angeht gibt es da sehr unterschiedliche Erfahrungen. Eine bekannte Biowaffe soll Chelidonura varians sein( Link ), die leider ab einer bestimmen Dichte an Würmern verhungert und das Theater von neu los geht. Synchiropus splendidus ( Link ) soll auch ein Fresser dieser Tiere sein jedoch nur selten und völlig Zufällig. Synchiropus ocellatus ( Link ) ist da schon effektiver, jedoch sind die Weibchen besser geeignet, da sie kleiner sind und daher in kleinere Spalten kommen um die Plagegeister zu fressen. Ein Nachteil ist, dass S. ocellatus genau wie S. splandidus hin und wieder die Planarien zu ignorieren scheint und die Roten bevorzugt. Damit kommen wir zum nächsten Problem: Planarien sind nicht gleich Planarien. Für einen Leihen ist es unmöglich den Unterschied zu bemerken, aber es gibt verschiedene Arten die sehr ähnlich sind. Die am besten unterscheidbaren sind die Roten und die Braunen Planarien. Jedoch gibt es Braune mit etwas rötlichen Anteil und umgekehrt. Das alles um zu sagen, dass wir den Unterschied nicht sehen, jedoch die Biowaffen die wir einsetzen. Je nach Spezies und sogar Individuum wird eine andere Planarienart gefressen.
Vom Einsatz von Chemikalien würde ich IMMER abraten, auch wenn Concurat L durchaus effektiv ist und bei GENAUSTER BEACHTUNG DER DOSIERUNG wenig Gefahren mit sich bringt. Die Planarien sind ja an sich nicht gefährlich sondern nur unschön anzusehen. Außerdem geben die roten Planarien beim Sterben Gifte ins Wasser ab. Chemikalien sind nicht natürlich und machen die Beckenbiologie kaputt. Wenn ein massenhaftes Erscheinen von Planarien auftritt, heißt es, dass schon etwas mit dieser nicht stimmt. Ich habe ein Nano, dass von Planarien komplett eingenommen wurde. Mein zweites Becken ist wesentlich ausgeglichener und selbst wenn ich regelmäßig Planarien mit Korallen aus dem kleinen Becken einführe (Einmal sogar richtig viele mit einer Briareum) Brechen die Populationen schnell zurammen. Ob es mein Doryrhamphus excisus ist, der die Planarien vertilgt, oder ob es die Beckenbiologie ist die einfach das ausbreiten dieser verhindert, weiß ich nicht, ich kann jedoch sagen, dass Planarien Biologisch bekämpft werden können, entweder durch Predation oder durch Nahrungskonkurrenz. Die photosynthetischen Planarien fressen Kieselalgen und nutzen diese dann. Caulerpa Taxifolia ist eine Makroalge, die Gifte ins Wasser abgibt, die andere Algenarten töten. Man könnte mit dem Einsatz dieser Alge die Nahrungsgrundlage der Planarien vernichten und somit die Population zerstören. Ich habe dies jedoch noch nicht testen können, da ich keine Taxifolia habe.

--
Gruss Robin Gauff
    Beitrag vom 11.06.2013 - 12:06  
11 Stefan Ohnesorge
Dabei seit : 16.11.2007
Kommentare von diesem Benutzer im Lexikon 1
Als ultimative Bio-Waffe gegen die "Planarien" funktionieren bei mir seit über 15 Jahren die Gelbschwanzdemoisellen (Chrysiptera parasema). Halte ein Päärchen, die schaffen es reproduzierbar einen massiven Befall von Planarien (Deko, Korallen, Scheiben, Bodengrund alles voll Planarien) innerhalb von 14 Tagen komplett zu eradizieren.
2 Fischlein auf 1000 l genügen, um der Plage Herr zu werden.
Cave: man sollte den gesamten geplanten Bestand von Chrysiptea auf einmal einsetzten. Setzt man Tiere nach bekämpfen die alten die neuen in Minuten bis zum Tode!

Ich setze mein Pärchen Parasemna je nach Bedarf von Becken zu Becken um, hatte aber Gottseidank seit über 3 Jahren keine Probleme mit Planarien mehr.

Schwierigkeitsgrad : sehr einfach
    Beitrag vom 05.04.2008 - 10:47  



Registrierten Mitgliedern stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich an

Registrieren

Passwort vergessen?
Deutsch  Danish  Dutch  English  France  Italia  Norwegian  Poland  Russian  Swedish  Finnish